Gelesen: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede von Haruki Murakami

Seit Ewigkeiten schleiche ich bei jedem Bibliotheksbesuch durch die M-Regale, in der Hoffnung, es möge ein neues Buch von Murakami aufploppen, das mir irgendwie entgangen ist. Bei diesem Buch ist es anders gewesen. Es stand fast immer an seinem Standort, nur habe ich es bisher verschmäht. „Ein Buch von ihm über das Laufen? Wozu soll ich es lesen?“ dachte ich mir immer. Und nun, seit ich selbst angefangen habe zu laufen, habe ich es endlich gelesen.

„Aufrichtig über das Laufen und aufrichtig über mich zu schreiben ist nahezu das Gleiche“ -H. Murakami

Und letztlich geht es im Buch genau um diesen Ausspruch. Murakami schreibt im Tagebuchstil über seine Trainings- und Laufgewohnheiten, beschreibt seine Gedanken, was er fühlt und welche Schmerzen er erleidet. Zwischendurch zieht er Vergleiche zu seinem Leben als Schriftsteller, das seiner Meinung nach auch mit Ausdauer zu tun hat. In seiner typischen Art, die Dinge zu beschreiben, erfährt man allerhand über seine Gewohnheiten und sein Leben. Obwohl das Buch recht kurz ist und man nur einige Episoden aus seinem Leben mitbekommt, erfährt man wohl mehr als in so manch einer anderen Biographie. Im Buch befinden sich auch einige Fotos von ihm, was das Ganze sehr persönlich macht und interessant illustriert.

Fazit: Lesenswert für Zwischendurch (165 S.). Für Murakami-Fans, für Läufer und Schriftsteller oder solche die es werden wollen bzw. sich dafür interessieren. Alle anderen werden das Buch für Zeitverschwendung halten. Anfangs ließ ich mich von seinen Laufkilometern ein bisschen einschüchtern (er hat mal an einem Ultramarathon teilgenommen!!) , aber da er ab und zu seine Krämpfe und Ärgernisse beschreibt, verfliegt das ganz schnell wieder ;) Ich finds trotzdem sehr motivierend.

3 Gedanken zu “Gelesen: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede von Haruki Murakami

  1. Liebe Frau Ding-Dong,

    danke für die interessante Vorstellung von Haruki Murakami. Der Autor war mir lange unbekannt, aber in letzter Zeit stoße ich öfter auf den Namen. Seine Bücher scheinen etwas Besonderes zu sein, denn bisher habe ich nur lobende Worte gelesen/gehört. Die große Auswahl in der Bücherei macht die Entscheidung für den Einstieg allerdings schwer. Welches Buch ist zu einen Murakami-Neuling empfehlen?

    Das Apfelmädchen

    1. Ja, er ist wirklich ganz ganz toll!!! Hmm…für den Anfang…*grübel* ich würde „Gefährliche Geliebte“ oder „Sputnik Sweetheart“ nehmen.
      Vielleicht schreibst du mir, wie es dir gefallen hat? :)

  2. Danke für den Tipp! Beide Titel sind gleich auf meine Bücherei-Ausleih-Liste gewandert und werden beim nächsten Besuch begutachtet.

    Das Apfelmädchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*