Gelesen: Zen für jeden Tag von Diane Enshin Rizzetto

Titel klingt gut, kurz durchgeblättert, in den Bibliothekskorb gepackt und angefangen zu lesen.
Diane Eshin Rizetto ist die Leiterin des Bay Zen Centers in Kalifornien und schrieb „Zen für jeden Tag“ um Interessierten eine Anleitung zur Übungspraxis aufzuzeigen. Die Regeln des Zen-Buddhismus werden zeitgemäß interpretiert und sollen den Übenden anleiten, sich selbst bewusst zu beobachten um mit den eigenen alltäglichen Lebenssituationen besser umgehen zu können. In einem längeren Vorwort erzählt die Autorin selbst ihre Lebensgeschichte und wie sie mit Hilfe der Regeln ein bewussteres (Er-) Leben gestalten konnte. Im ersten Teil des Buches geht es um allgemeine Sachverhalte zu den Regeln, im zweiten Teil werden die Regeln erläutert und anhand von Geschichten ihrer Schüler verdeutlicht. Jedes Kaptel endet mit einem Lehrer-Schüler Gespräch. Im Anhang befindet sich noch eine Erklärung zu Achtsamkeitsübungen.
Fazit: hm, weiß nicht. Ich musste aufgeben, weil ich mich durch das viele Blabla im 1. Teil verwirrt und dann gelangweilt fühlte. Die Autorin führt viele Vergleiche und Beispiele an, die immer mal wieder auftauchen, aber nicht so wirklich was erklären. Auch das längere Vorwort bzw. die Einleitung in der die Autorin ihre Geschichte anreisst, interessierte mich nicht wirklich. Die Regeln selbst werden für meinen Geschmack zu umständlich erläutert und es läuft ja doch irgendwie immer auf dasselbe hinaus: Versuchen möglichst bewusst seine Alltagssituationen erleben und beobachten was passiert, sich fragen warum, reaktive Muster erkennen und loslassen. Wer einen leichten Einstieg in ein Alltagstaugliches Zen erwartet hat (so wie es der Titel vermuten lässt!) wird leider enttäuscht. Ich hatte starke Konzentrationsprobleme bei der Lektüre, vermutlich ist es eher was für Zen-Erfahrene.

3 Gedanken zu “Gelesen: Zen für jeden Tag von Diane Enshin Rizzetto

  1. Oh mann…. genau mein Eindruck von dem Buch.
    Ich habs mir gekauft, weil es bei Dir unter „ich lese gerade“ aufgetaucht war und war vom Titel auch sofort fasziniert.
    Aber der Schreibstil ist ganz arg gewöhnungsbedürftig… Sehr anstrengend.

    Ich glaube nicht, daß das Buch eher etwas für Zen-Erfahrene ist.
    Es hat einfach keinen roten Faden, der Erzählstil ist zu sprunghaft und darüber geht der leider eh schon dünne Inhalt verloren.

  2. Ach eine meiner neu erworbenen Minimalismustugenden ist mich von schlechten Büchern umgehend zu trennen und so zumindest meistens noch die Hälfte des Preises reinzuholen.
    Der Rest wird verbucht unter: Lehrgeld ;-)

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