Gelesen: Zen Running von Dr. Günter Heidinger

„Zen Running“ klingt ziemlich cool, nicht? Und da ich mich sehr für östliche Weisheiten und spirituelle Praxis interessiere wurde ich neugierig. Ich bin nicht der Typ, bei dem Mediation im Sitzen gut funktioniert, deshalb mag ich Yoga auch so gern. Wenn ich also Meditation mit dem Laufen verbinden könnte, wäre das fantastisch! Also aus der Bibliothek mitgenommen und gleich angefangen zu lesen.
Nach fast 60 Seiten kommt der Autor zum Thema „Zen-Running“. Davor erzählte der Autor darüber, was für ein Sportfanatiker er war und wie sich das im Laufe seines Lebens geändert hat. Ist ja ganz schön, aber mich interessiert nicht, was der Autor studiert hat und mich interessiert auch nicht, wie es zu dem Namen „Zen-Running“ kam. Wenn ich einen Ratgeber lese, möchte ich an wichtige Infos kommen, bevor wertvolle Lebenszeit abgelaufen ist. Das war hier leider nicht der Fall. Bevor die Lauftechniken erklärt wurden, gibt es auch noch ein Kapitel mit dem Titel „Was ist Zen?“ Der Autor hat hier versucht auf diese schwierige Frage eine Antwort zu finden, was bestimmt eine fiese Arbeit war. So richtig begriffen hab ich es zwar immer noch nicht, aber das hab ich noch nie :D Ich behelfe mich mit meiner eigenen Definition „Zen ist alles“. ;D
Danach folgt das Kapitel über die Zen-Running Lauftechniken. Vorgestellt werden folgende Techniken: Der Übungslauf, der Energielauf, der Reinigungslauf, der Meditationslauf, der Reflexionslauf, der Krisenlauf, der Kontemplationslauf und Kombinationen, abgerundet durch eine nochmalige Wiederholung von „Die Zen-Runner-Persönlichkeit“ und „Laufen, Denken, Helfen“, wo man nochmal den Hinweis bekommt, dass wir uns gegenseitig helfen sollten, vor allem als Zen-Runner.
Fazit: Wer grundsätzlich weiß, was Zen ist (bzw. glaubt es zu wissen) und wer schon einmal meditiert hat oder es zumindest versucht hat, wird aus diesem Buch keinerlei Nutzen ziehen. Man muss im Grunde nur die Prinzipien der Meditation/Zen/x-beliebige andere religiöse Praxis auf das Laufen übertragen. In dem Buch wird mir zu viel geschwafelt, es reicht meiner Meinung nach völlig aus, erst ab Seite 60 anfangen zu lesen. Mithilfe von selektiertem Lesen (scannen) kommt man endlich auch mal an die Infos. Eigentlich also überhaupt nicht lesenswert. Leider. Da fand ich „Meditation in Laufschuhen“ von Warren A. Kay sehr viel besser.
Wer trotzdem neugierig geworden ist, kann sich die Infos zu den oben erwähnten Lauftechniken auch auf der Homepage anschauen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*