Gelesen: Zen to Done von Leo Babauta

Hier habe ich geschrieben, dass es „Zen to Done“ in deutscher Übersetzung kostenlos zum Download gibt. Und nachdem ich von „Wie ich die Dinge geregelt kriege“ von David Allen so enttäuscht war, wollte ich nichts unversucht lassen und habe mich nochmal mit so einem System auseinandergesetzt. Denn angeblich ist es eine verbesserte Version von GTD! Gut, mal schauen. Runtergeladen, geöffnet, angefangen zu lesen.
Die erste Erleichertung: Ich verstehe die Sätze! Hurra.
Das Besondere an Zen to Done: Babauta erklärt, wie schwierig es ist, dieses Organisationssystem im Alltag umzusetzen! Eigentlich liegt darauf sogar der Hauptaugenmerk – Babauta erläutert gekonnt und verständlich, was man alles verändern muss und wie man das macht. Als Bonus gibt es quasi seine Minimalimus-Guru-Simplify-Weisheit gratis dazu! :D Es sind insgesamt 10 Gewohnheiten, die man sich aneignen kann/sollte, um besser mit dem Selbstmanagement voran zu kommen. Dabei sind einige der Gewohnheiten von GTD übernommen, z.B. dass man alle seine Vorhaben und Ideen notiert, sie aber dann nicht zwingend in eine Kontextliste einbauen muss. Ganz minimalistisch proklamiert Babauta, dass man sich einfach nur seine 2-3 wichtigsten Vorhaben auf die To-Do-List packen und diese dann erledigen sollte. Das finde ich ziemlich gut. Wenn man nur wenige Dinge auf der To-Do-Liste stehen hat und diese dann schafft, hat man ja auf jedenfall das Gefühl, produktiv gewesen zu sein. Den Rest kann man dann ganz flexibel in den Tagesablauf integrieren. Natürlich muss man lernen Prioritäten zu setzen. Ein guter Trick ist übrigens besonders kleine Zettel für seine To-Do Liste zu benutzen! (muhahahahrr, ich bin die Königin der Schweinehundverarsche!)
Ich habe das E-Book noch am gleichen Abend ausgelesen und bin immer noch hochmotiviert, mir mein nun erdachtes System auszubauen und zu nutzen. Nur das mit den „Eingangskörben“ wird echt schwierig, man hat ja soviele davon. Seit Neujahr versuche ich meinen Tag nach Zen to Done zu strukturieren und es klappt eigentlich ganz gut. Meine „Eingangskörbe“ sind zahlreich, aber zu bewältigen: E-mails werden sofort beantwortet (Stichwort „Inbox zero“), SMS bekomme ich so gut wie keine (wenn doch, antworte ich entweder ausführlich per Mail oder gleich per SMS) und Twitter checke ich maximal 3 mal am Tag. Mit zahlreichen Anrufen habe ich überhaupt keine Probleme, davor bewahrt mich mein schrottiges Telefon. Ich habe mir eine Hauptaufgabenliste erstellt und davon wähle ich mir immer etwas passendes aus und trage den ersten Schritt, der zu tun ist in meinen Kalender ein. Damit mein Kalender nicht aussieht wie ein Schlachtfeld, benutze ich Post-its in allen möglichen Größen und Varianten. Auch wenn viele sagen, dass Post-its hässlich sind und alles noch unübersichtlicher machen, fahre ich damit ganz gut. Immerhin stecken sie nur in meinem Kalender und sonst nirgends.
Mal gucken. Ich habe immer noch Probleme mit Aufschieberitis, vor allem bei so alltäglichen Kleinigkeiten wie z.B. Hausarbeit.
Fazit: Überaus lesenswert und hilfreich! Ist gut für den Einstieg, die Übersetzung klappte auch ganz gut und kann einem genügend unkomplizierte Anleitung und Inspiration geben, wirklich mal alles auf die Reihe zu bekommen. Gerade für die Leute, die sehr von Aufschieberitis geplagt sind, empfiehlt sich das Kapitel über Routinen. Das werde ich gleich nochmal lesen.

2 Gedanken zu “Gelesen: Zen to Done von Leo Babauta

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