Genug Nahrung.

In diesem Monat versuche ich meine Ernährung etwas gesünder zu gestalten. Gut, in Wahrheit versuche ich das jeden Monat ein bisschen, aber diesen Monat strenge ich mich ganz besonders an. Ich will keinen Kaffee mehr trinken (koffeinfrei is aber okay), ich will keine Softdrinks trinken, keine Chips mehr essen, nicht mehr so viel Süßkram in mich reinstopfen und des öfteren selbst kochen (was eine echte Herausforderung für mich ist, weil ich abends so müde bin)

Lange habe ich mich mit gesunder Ernährung beschäftigt, überall hört man von „neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen“, es gibt Produkte, die voll mit künstlichen Vitaminen, Mineralien und darmflorafreundlichen Bakterien sind, dass wir nie wieder was anderes essen müssten. Jeder schlägt eine andere Ernährungspyramide vor. Oder anders: Ich bin verwirrt. Wie kann es sein, dass wir heute so viel über unseren Körper und unser Essen wissen und wir alle trotzdem fetter werden? Anscheinend bin nicht nur ich verwirrt. Grund genug für mich, das Ganze mal aus der Perspektive eines Minimalisten zu betrachten.

Wir wissen so viel, wissen aber nicht mehr, was unser Körper braucht. Wir bekommen bunte Bilder gezeigt und denken „Chips!“ und „mmh..Schokolade!“ Und dann sind alle immer auf Diät. Dabei ist das doch irgendwie auch unsinnig und anstrengend. DIE richtige Ernährungsform gibt es nicht. Einige nehmen schnell zu, die anderen nicht. Und diese ungesunde „Nebenbei-Kost“ ist nichts weiter als eine Ansammlung von dämlichen Angewohnheiten, weil wir irgendwann bemerkt haben, dass es uns dadurch gut geht. Kaffee macht wach und hilft übers Mittagstief und weils so gemütlich ist, isst man eben noch ein Stück Kuchen dazu.

Der Minimalist aber denkt: „Es kann doch so einfach sein!“

  • auf den Körper hören und herausfühlen was er braucht. Bewegung? Frisches Obst? Wasser?
  • Nur essen, wenn man hungrig ist
  • aufhören, wenn man satt ist
  • essen, was einem schmeckt
  • wenn man maßlos war, am nächsten Tag eine Pause einlegen
  • Nahrungsmittel, bei denen man nicht erkennen kann, woraus sie gemacht sind, weglassen

Meistens hilft es schon zu denken: „Danke, ich habe genug“. Klappt bei mir momentan ziemlich gut.

Wie schafft man nun, seine Ernährung umzustellen ohne größere Anstrengungen zu unternehmen?
In dem man neue, kleine Gewohnheiten etabliert.

1. Herausfinden, was man zuerst anpacken will:

weniger Zucker zu sich nehmen
weniger Fast-food essen
weniger Alkohol trinken
weniger Softdrinks trinken
mehr Obst essen
mehr Gemüse essen
mehr Fisch essen
mehr Wasser trinken

Statt Cola, Limo, Saft und Co. einfach mal Wasser trinken.
Auf Kaffee verzichten und mal einen Tee genießen.
Statt der Fertigpizza sich mal Nudeln kochen.

Wenn das schon zuviel ist, dann kann man das ja noch weiter herunterbrechen. Früher habe ich meinen Kaffee mit Milch und 2 Stück Zucker getrunken, dann habe ich den Zucker weggelassen und ein bisschen mehr Milch hineingegeben (und er schmeckte mir immer noch) und nun versuche ich ganz drauf zu verzichten, weil mir Koffein nicht gut tut.
Man könnte doch auch einfach einen ganzen Tag auf irgendwas verzichten und herausfinden, ob es einem dadurch schlechter oder besser geht. (Was sagt der Körper?)

2. Vorräte weggeben/entsorgen, nichts Ungesundes mehr kaufen sondern das Richtige

Gut, das ist schon hart im Supermarkt zu stehen und standhaft zu bleiben, aber wenn man nix daheim hat, kann man es auch nich konsumieren. Wenn ich als Ziel „mehr Gemüse essen“ habe, dann kaufe ich eben nur Gemüse.

3. Ein Tracking-System zur Überprüfung nutzen

Egal ob mit Stift oder Papier oder eine Software, ein System hilft, die Übersicht zu wahren und das alles zu beobachten. So weiß ich z.B. dass ich daheim und an meinem regulären Arbeitsplatz auf Kaffee leicht verzichten kann (habe auch deshalb nichts in die Kaffeekasse eingezahlt), aber bei Einladungen gerne auf Kaffee zurückgreife, wenn der Gastgeber sich Umstände machen müsste, damit ich Tee oder Kakao haben kann. (Ich sollte aufhören so nett zu sein und auf Tee bestehen :D)


Wie ist das denn bei dir? Ernährst du dich denn gesund? Auf was könntest du nie im Leben verzichten? Auf was kannst du locker verzichten? Wie hast du gelernt, ohne bestimmte Nahrungsmittel klar zu kommen? Oder denkst du dir, dass das völlig egal ist, solange man genügend Sport treibt?

18 Gedanken zu “Genug Nahrung.

  1. Ein sehr schöner Artikel :-)
    Ich habe mich schon vor geraumer Zeit dazu entschlossen, gesünder zu essen. Allerdings komme ich auch aus einer Familie, die sich einen eigenen Steinbackofen im Garten gebaut hat um eigenes Sauerteigbrot zu backen. Ich bin also vorgeschädigt und weiß schon seit frühester Kindheit (als es noch blaue Gummibärchen gab) daß E-Nummern, künstliche Aromen und Geschmacksverstärker böse sind.

    Das Problem ist tatsächlich, daß das ganze Thema wirklich unheimlich komplex ist, durch x verschiedene Gütesiegel und diverse Verschleierungsmethoden der Nahrungsmittelindustrie.

    Deswegen entwickle ich mich eher langsam – stets dazulernend – und stetig, als radikal auf diesem Gebiet.
    Ich kaufe bevorzugt Produkte mit Bio-Siegel (auch wenns mehr kostet) aber nur, wenn der Inhalt aus Europa, vorzugsweise Deutschland kommt. (Die Niederlande boykottiere ich bei Gemüse grundsätzlich).

    Von Kaffee habe ich als ehemaliger Koffeinjunkie übrigens vollständig den Absprung geschafft. Hätte ich nie für möglich gehalten. Aber nachdem ich festgestellt habe, daß Kaffeekonsum großen Einfluß auf meine Burn-Out-Symptomatik hat (innere Unruhe) gings von einem Tag auf den anderen. Inzwischen fühle ich mich ohne Kaffee auch gar nicht mehr müde :-)

    Ach das wirklich ein sehr komplexes Thema – wenn man alleine mal über Zucker und die ganzen neuen Zuckerversteckstoffe nachdenkt…

    Nächste Woche wollte ich noch einen Artikel über minimalistisches Kochen schreiben, vielleicht kann man daraus in Kombination mit Deinen Tipps eine Grundlage minimalistischen Essens machen.

    Liebe Grüße,
    Jan

  2. Die effektivste Methode auf gesunde Ernährung umzustellen ist ein Kind zu bekommen ;)

    Das hat auch den Vorteil das man nach und nach dem Kochen zugeführt wird.. Anfangs einfacher Gemüsebrei und nach und nach kommen immer mehr Zutaten hinzu. Und Zeit um das Kochen zu lernen hat man während der Elternzeit auch :)

  3. Hi,
    ich schaue hin und wieder bei Dir vorbei und lese Deine Artikel echt gerne. Ich bin selber immernoch dabei, mein Leben (wie ich finde sehr erfolgreich) nach und nach auszumisten.

    Und ich habe mir auch den Vorsatz genommen, mich besser zu ernähren. Das fällt mir leichter, als ich vorher gedacht habe. Ich bin mit gesunder Ernährung aufgewachsen. Meine Stiefmutter hat zum Beispiel früher nur ungeschälten Reis und Vollkornnudeln, Grünkernbratlinge und all so ein Zeugs gekocht… und immer viel Gemüse. Ok… ich mag lieber leckeren weißen Basmati-Reis und normale Nudeln, aber Gemüse mag ich nach wie vor super gerne und man kann so viele einfache Sachen kochen, die dazu auch noch schnell gehen.
    Da ich nicht jeden Tag Lust habe, zu kochen, kommt bei mir auch ab und an die Tiefkühlpizza auf den Teller, aber da ich die total gerne mag, werde ich auch gar nicht erst versuchen, drauf zu verzichten. Ich hab mir allerdings die Grenze von 1x pro Woche gesetzt. Ebenso für Süßes. Auf Chips verzichte ich ganz. Was mir am Anfang sehr schwer fiel, aber mittlerweile kann ich im Supermarkt problemlos an den Chips-Regalen vorbeilaufen.
    Softdrinks hab ich noch nie wirklich gerne getrunken. Ich hab eigentlich immer Saft zuhause, den ich mit Wasser mische. Das ist gesünder und schmeckt besser. Kaffee trinke ich zuhause sowieso kaum. Wenn die Fh wieder anfängt, wird mein Kaffeekonsum vermutlich wieder stark ansteigen, aber das ist schon ok :) Man muss ja nicht direkt auf alle Laster verzichten ;)

  4. Ich habe mit Erstaunen festgestellt, dass seitdem ich auf vegane Ernährung umgestiegen bin, dieser Heißhunger auf all das, von dem Du schreibst, es soll „weniger“ sein, gar nicht mehr da ist. Und hier schreibt jemand, der auch noch als Vegetarier Süßes pfundweise gegessen und auch gern zu Fastfood gegriffen hat. Mir ist das selbst gar nicht so aufgefallen, ich habe es aber in einem Veganer-Blog gelesen, und da fiel es mir erst selbst auf…

    Nein, ich will damit niemanden zur veganen Ernährung „bekehren“, sondern ich wollte es einfach nur erzählen, weil ich es für ein interessantes Phänomen halte!

    Wenn man von der „somatischen Intelligenz“ des Körpers ausgeht, wie ein gewisser Dr. Strunz das propagiert, so sollte es einem leichter fallen, das was „mehr“ sein sollte zu sich zu nehmen, je öfter man sich davon ernährt. Dann ließe seiner Ansicht nach der Drang, zu den „anderen“ Dingen zu greifen nach – und verschwindet?

  5. Ach liebe Frau DingDong, haben die Ernährungsterroristen dich nun auch infiziert? Meiner Meinung nach ist der Gesundheitswahn und die Ernährungslehre die neue Religion. Was wird da nicht alles gepredigt, keine Studie die nicht ein halbes Jahr durch eine Gegenstudie widerlegt wird.
    Low Carb, Trennkost, Atkinsdiät, 5 am Tag und so weiter und so weiter. Ehrlich gesagt, wenn es zu einem Thema einen „Information Overload“ gibt dann zum Thema Ernährung. Jetzt hat es auch meinen Lieblingsblog erwischt. Traurig, dass wir dermaßen im Wohlstand leben und den Menschen trotzdem (oder gerade deswegen?) noch andauernd erklärt werden muss was man essen soll!
    Ich rate dir eins, entspann dich! Das Empfohlene kann man doch alles nicht täglich essen, und außerdem reagiert jeder Körper anders, nicht jeder verträgt alles. Wer kann schon täglich ein Kilo Broccoli essen oder
    5 Liter grünen Tee trinken? Folge sind doch nur Verunsicherung, die sich in 2 Extremen wiederspiegelt. Entweder sind die Leute, entschuldige bitte, einfach nur fett oder in der Mehrheit beim weiblichen Geschlecht anzutreffen, extrem mager. Wo bitte ist das gesunde Mittelmaß?

    Also ich kann nur für mich persönlich sprechen und beachte nur ein paar Dinge. Esse nichts, was deine Großmutter nicht kannte! (meine wurde übrigens 92 und sie konnte sich keine Gedanken darum
    machen WAS sie und ihre Kinder essen, sondern OB etwas zu essen da war, sie überstand 2 Weltkriege, zog 4 Kinder alleine groß, und aß alles was Garten, Felder und Bäume hergaben, immer saisonal und immer selbst gekocht, nix mit Tiefkühlzeugs oder Pizzataxi. Und ihr Glas Wein hat sie trotzdem immer genossen, so wie sich das hier an der Mosel gehört.)

    Tipp 2: Die Dosis macht das Gift. Bin der Meinung das man grundsätzlich alles essen und trinken kann wenn man es verträgt. Einfach mal auf Bauchgefühl hören und auf die Körperintelligenz vertrauen. Wenn ich jeden Tag Pizza oder Döner esse, was ich nicht tue, da hast du doch automatisch irgendwann eher mal wieder Lust auf Gemüse oder Salat.

    Tipp 3: Nichts essen, nur weil es als gesund gilt. Was nützt es mir, mit Widerwillen oder Ekel etwas zu verspeisen, ich es aber weder mag oder vertrage (bei mir beispielsweise Milch, Linsen oder Kümmel). Etwas weniger gesundes mit Genuss zu essen, hat wahrscheinlich weitaus positivere Effekte.

    Tipp 4 (speziell für Frau DingDong): Klar, kochen nach einem langen Arbeitstag ist nicht immer spaßig, deshalb koche ich immer vorausschauend oder minimalistisch. Beispielsweise bereite
    ich oft Eintöpfe, Gulasch, Chili etc. in größeren Mengen, so dass ich immer etwas für mehrere Tage habe, oder friere Portionen weg. Koche so, dass du Reste am nächsten Tag wieder verwenden kannst, z.B. wenn es was mit Kartoffeln gibt, koch ich immer ein paar mehr, am
    nächsten Tag gibst dann Bratkartoffeln, Spieglei und Salat. Und das ist doch wirklich zu machen abends, wie so viele schnelle Gerichte, ob du die TK-Pizza ins Rohr schiebst oder schnell paar Nudeln kochst, ein paar Tomaten viertelst, ne Knobi dazuschnippelst, ein paar Tropfen gutes Olivenöl und paar Parmesanspäne drübergibst, beides dauert ca. 20 Minuten. Klar, Gänsebraten, Klöße und Rotkohl ist jetzt nicht grad so feierabendkompatibel ;-)

    Tipp 5: Wenn wir uns soviel wie unsere Vorfahren bewegen würden oder alle körperlich hart arbeiten würden, dann müsste man gar nicht so arg drauf achten was oder besser wieviel man isst.
    Ich machs mit Laufen und hab deshalb weder Gewichtsprobleme noch Gewissensbisse.

    Also Frau DingDong, auch das alles gilt jetzt nur für mich, jemand anders findet es wieder komplett verkehrt. „DIE“ gesunde Ernährung gibts wohl nicht.

    Bisschen lockerer werden, keine ständigen und neuen Ernährungstipps lesen und sich nicht so verrückt machen lassen. Keep it simple! Und das ist alles, was ich dazu sagen möchte! Macht es gut, lasst es euch
    schmecken!

    Grüße und ein entspanntes, kulinarisch aufregendes Wochenende!
    newbie (der sich jetzt ein kaltes, blondes Feierabendbierchen aufreißt!)

    1. Kann es sein dass du den Beitrag nicht ganz durchgelesen oder nur überflogen hast? Eigentlich sollte das nämlich die zentrale Aussage sein: Entspann dich und mit ein paar Gewohnheitsänderungen kriegt man das eine gesunde Ernährung hin, ohne immer mal wieder Diätversuche starten zu müssen.
      Schade, dass das nicht so rübergekommen ist.

      Ich fühle mich normalgewichtig, bewege mich gerne und liebe Schokolade und ab und zu mal ein Bier. Das finde ich nicht schlimm. Wie du schon sagtest: Die Dosis macht das Gift. Trotzdem ist es doch so, dass alle immer dicker werden und anscheinend bei vielen eine Verwirrung entsteht, weil man alle Tage lang etwas anderes hört. Ich wollte nur darauf hinweisen, dass man auch hier mit einer minimalistischen Denke der Verwirrung entsteigen kann. Wenn man auf seinen Körper hört (und das ist es, was man meiner Meinung nach wieder lernen muss), ernährt man sich ganz natürlich.

      Oh, und wenn ich an einigen Tagen erst um 20 h zuhause bin, bin ich definitiv zu faul zum Kochen, weil ich meistens sofort ins Bett falle und einschlafe. Meistens macht Herr DingDong etwas zu essen, aber wenn er auch so spät heimkommt, klappt das meistens auch nicht. Lösung: Es wird was bestellt, eine TK-Pizza geholt, ein Döner gegessen. Gefriertruhe habe ich keine, meiner ist voll mit Brot und Gemüse, da passt nicht mehr allzuviel rein. Schon gar keine fertigen Gerichte, weil ich nicht mal genügend Aufbewahrungsobjekte besitze. Das ist also noch ausbaufähig.

  6. Sorry, das kam schon richtig rüber, vielleicht wollte ich eher Zustimmung ausdrücken und die Mitleser etwas beruhigen.
    Du hast Recht, viele haben verlernt auf ihren Körper zu hören oder es noch nie gekonnt. Wie auch, wenn ich sehe wie manche Eltern ihre Kinder großziehen. Diese Kinder können ja gar nicht anders. Wer nur Fertig-und Tiefkühlzeugs von klein an bekommt, für den schmecken echte Erdbeeren eklig und sind nicht süß genug. Ach, ich reg mich schon wieder auf, ist doch Woende, nochmals sorry.

    Auf die Frage in einer Talkshow welchen ultimativen Ernährungstipp er hätte, antwortete ein Professor für Ernährungslehre: „Mein bester Tipp ist es, lesen Sie keine Ernährungstipps mehr!“

    Ciao
    newbie

  7. Gesund essen heisst für mich vor allem, möglichst naturbelassene Nahrungsmittel. Am besten sind natürlich Gemüse und Früchte direkt vom Bauern, oder zumindest von einem Lebensmittelladen, der Produkte aus der Region verkauft. Das hat aber noch nichts mit irgend einer Diät zu tun.

    Ich jedenfalls kaufe keine Tiefkühlprodukte oder Fertigware, die einfach noch in den Ofen geschobe werden muss (Mikrowelle habe ich gar keine).
    Für mich fäng das Essen mit dem Einkaufen an, weil ich weiss, was zu Hause vorrätig ist, wird auch gegessen. Da ich Süssigkeiten und Chips mag, ist das gefährlich. Darum kaufe ich so etwas schon gar nicht , oder nur ganz selten.

    Mein Tip: Einkaufen mit Einkaufsliste und wirklich nur das einkaufen, was auf dem Zettel steht und nie hungrig einkaufen gehen!

  8. Hallo Frau DingDong, ich beschäftige mich ja auch sehr intensiv mit dem Thema Ernährung und bin in einigen Jahren vom rauchenden, alkoholtrinkenden, Fleisch futternden Tiefkühlpizzajunkie zum Gesundheitsmensch gewandelt? Wie? Genau, durch zwei kleine Kinder. Dann passiert das oft automatisch. Ich habe noch nie Kaffee getrunken, durch die Schwangerschaften und Stillzeiten bin ich völlig weg vom Alkohol und Zigaretten, was ich ganz toll finde. Ich brauche keine Vernebelung meines Geistes mehr. Ausserdem bin ich Vegetarierin geworden und finde deinen Punkt „mehr Fisch essen“ natürlich fragwürdig. Warum solltest du? Wusstest du, dass wenn wir weiterhin so Fisch essen, wie wir es gerade tun, es in 50 Jahren keine Fische mehr geben wird? Also, die können wir uns dann wie Dinosaurier in Büchern anschauen. (Quelle: http://marktcheck.greenpeace.at/3965.html). Ansonsten hilft mir: Eine Gewohnheit nach der Anderen ändern. Also nicht: Weniger hier und weniger da, sondern aufhören Kaugummi zu kauen (Wegen Aspartam) und wenn das geschafft ist, jeden Tag 3 Stücke Obst frühstücken, und wenn das eine Gewohnheit geworden ist das Nächste. Und so weiter.. Gesunde Grüße von June, die sehr gern hier stöbert

    1. Also die Aufzählung „mehr….“ und „weniger…“ sollte nur Beispielhaft sein. Ich werde natürlich als Vegetarierin keinen Fisch essen. Aber wenn ich zum Arzt gehe und der mir sagt ich solle mehr Jod/xyz zu mir nehmen was in Fischen drin ist, dann würde ich lieber einen echten Fisch essen (sofern es das noch gibt) als Pillen (Nahrungsergänzungsmittel) zu schlucken. Aber du hast schon recht. Wenn man sich die Berichtslage so ansieht wäre wohl Fischverzicht komplett das Beste.

  9. hi!

    aus dem off kann ich mir doch diesen kommentar nicht verkneifen (und es sind ja auch nur noch zwei tage…).

    das Thema „ernährung“ kommt zwangsläufig auf den tisch, wenn man sich (wie du) um das thema „persönliches wachstum“ kümmert. geht mir auch so.

    witziger weise habe ich gerade in den vergangenen wochen genau das selbe „durchgemacht“ wie du, mit allen unsicherheiten und hindernissen.

    es ist ja auch schon ganz schön verwirrend, wenn „alle“ einem sagen, was gut ist, was schlecht ist – und dabei auch noch den jeweils anderen standpunkt schlecht machen…

    ich habe dann auch am 01. september eine ernährungsumstellung vorgenommen (da ich den begriff „diät“ doch irgendwie abstoßend finde – und er auch nicht den nage auf den kopf trifft).

    lange hab eich mit dem veganismus geliebäugelt und war auch schon 4 1/2 jahre vegetarisch. allerdings war mir das zu restriktiv – und auch mein körper hat sich immer wieder gemeldet.

    so nun also ein neues „projekt“ (ich traue mich kaum, das zu schreiben):
    paleo. steinzeiternährung. primal diet.

    das ist eigentlich ganz einfach: kein zucker. keine kohlenhydrate. low carb also.

    dafür: viele pflanzen und tiere, viele verschiedene fette, und ein echt witziges fitnessprogramm.

    ich werde das ganze sicher auf meinem blog ausbreiten (in den kommenden tagen) – und würde mich freuen, auch von deinen erfahrungen berichtet zu bekommen.

    für die zwischenzeit wünsche ich dir und herrn dingdon viel erfolg bei euren experimenten (ihr seid nur zu zweit: ich schere gerade voll aus dem familien-ernährungs-programm aus, das macht die sache nicht einfacher…).

    also: viel spaß und erfolg, und: immer schön locker bleiben :-)

    g

    p

  10. Ich bin Anfang des Jahres eher aus ethischen Gründen auf fleischlose Ernährung umgestiegen. Das viel mir leichter als ich zunächst dachte.
    Käse, Eier und Honig esse ich zurzeit noch aber sehr viel weniger und bewusster als früher.

    Eine vegane Ernährung ist ein erstrebenswertes ethisches Ideal.

    1. naja..vegane Ernährung ist ja als Vegetarier gar nicht mehr so schwierig hinzukriegen…was mich aber davon abhält: Lederwaren, Bienenwachskerzen usw. sollte man als Veganer dann ja auch vermeiden. Alternativen? Paraffinkerzen und Schuhe aus Plastik, die nicht lange halten und meistens nicht mehr zu reparieren sind…das ist so mein Konflikt…

  11. Was das Essen angeht, hat Dr.Max Otto Bruker, mal einen guten Satz formuliert. Essen und trinken sie nichts wofür Werbung gemacht wird. Sicher, heute ist auch Wasser in der Werbung das hätte er sicher nicht ausgeklammert. Aber auch heute noch hat dieser Satz an seiner Aussage und Bedeutung nicht verloren. Nun, will nicht jeder vitalstoffreiche Vollwertkost praktizieren. Was ich beachtlich finde, gesund ja, umdenken ? Nein?
    Sicher ist nur das die meisten lieber, wasch mich aber mach mich nicht nass haben wollen. Trotz aller falscher Kritik habe ich mit dieser Ernährung nur gute Erfahrung. Und im Ursprung bezieht sich Diät auf die eigene Lebensführung und nicht auf der heute gebräuchlichen aus der alten Ernährungslehre stammenden Kalorien zähl Weise.

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