geordnetes Zettelchaos

Mein Alltag hat sich verbessert, als ich aufgrund des Buches von Cynthia Townley Ewer den Tipp bekam, man solle sich (und seiner Familie) einen Haushaltsordner anlegen. Was das ist? „Home Management Notebook“ trifft es vielleicht besser. Letztlich handelt es sich bei diesem Ordner nur um eine Sammelstelle für alles, was im Alltag wichtig ist. Dieser Haushaltsordner funktioniert bei mir u.a. auch als Sammelstelle („Inbox“) nach der Zen-to-Done-Methode.
Da ich es mir nicht abgewöhnen konnte, jeden Schnipsel Papier in meiner Wohnung vollzukritzeln, habe ich nach einer Lösung gesucht, das Chaos ein bisschen beisammen zu halten. Mit dem Ordner klappt das nun endlich!

Man schnappt sich einfach einen Ordner und füllt ihn mit dem Zettelchaos das sich auf dem Schreibtisch, in den Schubladen und auf der Pinwand befindet und heftet dann die Mitteilungsblättchen, Projektideen, Veranstaltungshinweise, To-Do-Liste, Menüpläne usw. einfach kategorisiert in den Ordner. Getrennt wird mein Chaos fein säuberlich durch Registerblätter.

Natürlich ist der Ordner in jedem Haushalt anders. Eine Familie mit kleinen Kindern braucht einen anderen Ordner als ein Single. Der Inhalt wird sich im Laufe der Zeit verändern, es wird neu einsortiert und ausgemistet und bleibt somit ein funktionierendes Werkzeug.

Bei mir, als verpartnerte, kreative Berufsanfängerin sieht das so aus:

Haushalt/Wohnung/Essen: Hier befinden sich vorgedruckte Einkaufslisten, Putzpläne, Zeug was auf dem Dachboden eingelagert ist, meine Dauer-To-Do-Liste, Partyplanungen, Rezeptideenschnipsel aus Zeitschriften, ein Öffnungszeitenregister (Sprechstunden der Ärzte, Öffnungszeiten von Friseur, Getränkehändler, Supermarkt, Büchereien etc.) und alles was sonst noch mit der Wohnung zu tun hat.
To Do Listen: Ich habe eine Master-To-Do-Liste, auf der alle Aufgaben stehen, die ich erledigen will, Infos zu aktuellen Vorhaben und Kontext-To-Do-Listen
Gesundheit/Fitness/Vitalität: Laufpläne, Diätvorgaben, Vorlagen für ein Ernährungstagebuch
Berufliches: Zeiterfassungsbögen, Mitteilungen vom Arbeitgeber, die noch bearbeitet werden müssen
Finanzen/Rechnungen: Haushaltsbudgetplanungen, Rechnungen verbleiben hier für einen Monat, falls noch Probleme auftauchen.
Beziehungen/Zwischenmenschliches: Konzertkarten und Tickets für Veranstaltungen, die man mit anderen besuchen will, einen Geburtstagskalender, eine Liste mit Geschenkideen u.ä.
Persönliches/Ideen/Projekte: – definitiv die dickste Abteilung. Hier kommt mehr oder weniger mein Brainstorming hinein. Zielfindung, Bastelideen, Motivationssprüche, Ideen für Restaurants, Ausstellungen, Messen und Läden, die ich noch besuchen will. Außerdem befindet sich dort auch eine Liste von Literatur, die ich noch lesen will :D

Für meine Blogartikel habe ich ein kleines Büchlein und einen Kalender, um die Übersicht zu wahren und weil es flexibler ist. Vielleicht kommt das aber nächstes Jahr auch dort hinein.

So und jetzt gibts noch was zu klicken:
Nik von Lifeisbunt hat einen sehr ordentlichen Familienordner!
Vorlagen für ALLES, passend zum Buch, gibt es auf der Website von Cynthia Tower(in englisch)
life…your way bietet auch unzählige Vorlagen für jeden Anlass zum download an. (in englisch)
Weitere Ideen gibt es auf checkliste.de und auf checkliste.org.

Viele der Vorlagen dienten mir eher als Inspiration. Im Textverarbeitsprogramm habe ich mir meine eigenen Vordrucke nachgebastelt, die dann perfekt auf meine Bedürfnisse zugeschnitten sind.

Wie organisierst du deine Zettelwirtschaft? Funktioniert für dich die Pinnwand? Hast du auch einen Haushaltsordner? Schon gebloggt? Wenn ja, teile den Link mit mir!

7 Gedanken zu “geordnetes Zettelchaos

  1. Das Buch war für mich auch sehr inspirierend. Das Haushaltordner war leider nicht für mich. Ich habe dies durch ein Classei-System geändert. Zwar teurer, aber viel praktischer in meinen Augen. Ich habe auch in dieser Form einen wiederkehrenden Kalender mit Monaten und Tagen, wo ich Konzert- oder Zugskarten, Einladungen, Kram für die Arbeit… reinstecke. Z.B. drei Tage vor einen Geburtstag lege ich einen Zettel, damit ich ihn nicht vergesse. Und so hole ich die Mappe und habe auf einmal alles, was ich für den Tag brauche. ;-)

    1. Oh, das Classei-System sagte mir bis eben nichts…(habs schnell mal gegooglet) das sieht natürlich viel ordentlicher und strukturierter aus, als so ein Ordner, aber ich brauchte eine schnelle Lösung und weil grad ein Ordner zur Hand war, habe ich es halt so gemacht. Im Grunde ist das System ja egal, hauptsache es hilft ;D
      Zusätzlich zu dem Haushaltsordner habe ich aber noch ein normales Kalenderbuch, in dem ich meine Termine und to-do Liste eintrage – ich arbeite nach der Zen-to-Done Methode, das ich demnächst auch vorstellen werde :)

      Danke für deinen Kommentar, ich guck mir das Classei-System noch mal genauer an!

  2. Oh, das Buch von Cynthia Townley Ewer, ich hatte ganz vergessen, dass ich das habe. Gleich mal wieder rauskramen. :) Zen to done mag ich auch sehr gerne. :) Als Kalender benutze ich seit Jahren iCal, der mit meinen Telefon syncronisiert.

    Papierkalender klappen bei mir gar nicht. Aber in meinen iCal habe ich meine Termine, einen Kalender für wann der Müll raus muss, einen Kalender für meine Kochplanung und einen Kalender für Dinge die termingerecht erledigt werden müssen. Und das schönste, das Handy klingelt um mich an die Termine zu erinnern. Sonst klappte hier gar nichts. :)

    Liebe Grüße, nik

    1. Ach, ich wünschte ich könnte mich auch endlich mit der digitalen Organisation anfreunden! Würde ja auch unendlich Papier und Geld sparen. Aber ich bin schlicht und einfach zu faul so lange vorm Computer zu sitzen oder mir irgendwelche Programme anzueignen. Gut, bei Mac ist das ja nicht so das Problem, aber ich habe diverse Sachen probiert und irgendwie haut das bei mir nicht hin – oh, und abgesehen davon kann mein Handy gar nichts (also nur telefonieren und sms schreiben). hmm..naja..vielleicht irgendwann! :D

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