Gesehen im April

Tja, das Wetter war schlecht, abends gab es nichts anderes zu tun, dazu die Blogpause – viel Zeit für Filme. Diesmal anscheinend „Apokalypse Wochen im Hause DingDong“, lest selbst:

Captain America – The return of the first avenger
Nach den Ereignissen von New York hat sich Steve Rogers alias Captain America nach Washington zurückgezogen, wo er versucht mit dem normalen Leben in der Gegenwart klarzukommen. Er arbeitet im Auftrag von S.H.I.E.L.D. und erledigt gemeinsam mit Black Widow heikle Angelegenheiten. Doch eines Tages wird Nick Fury Opfer eines Attentats und alle glauben, Captain America sei der Verräter. Und auf der Flucht stellt sich ihm auch noch der geheimnisvolle Winter Soldier in den Weg…
Fazit: sehenswerter Polit-Thriller und eine gelungene Fortsetzung, die durchaus auch den ernsten Ton des ersten Films tansportieren kann. Mir tut es immer etwas Leid, weil Captain America wegen seines offensichtlich zur Schau gestellten Patriotismus hierzulande keinen guten Stand hat. Dabei ist er ein interessanter Charakter dem man eine Chance geben sollte.

Looper
2044: Joe (Joseph Gordon-Levitt), ein in Kansas lebender Drogensüchtiger verdient sein Geld als sogenannter „Looper“. Er ist Auftragskiller und arbeitet für ein Verbrechersyndikat der Zukunft. In der Zukunft wurden Zeitreisen zwar erfunden, sind aber von der Regierung sofort verboten worden. Im Jahr 2074 nutzt das Syndikat heimlich die verbotene Zeitreise-Technologie, um Personen ermorden zu lassen, da sie in der Gegenwart leichter zu entsorgen sind. Alles läuft gut für Joe, bis eines Tages sein älteres Ich auftaucht und er zögert, seinen Loop zu beenden. So, und dann wirds kompliziert: Denn der ältere Joe (Bruce Willis) konnte aus der Zukunft entkommen, überwältigt den jungen Joe und macht sich auf die Suche nach dem „Regenmacher“, der dafür verantwortlich ist, das Joes Frau in der Zukunft stirbt. Der junge Joe will das verhindern…
Fazit: sehenswert, allerdings nix für schwache Nerven oder einen müden Geist. Man muss schon gut aufpassen, damit man alles mitkriegt. Lustigerweise spielt Joseph Gordon-Levitt Bruce Willis in der gleichen hölzernen Art. Das macht er gut :D Aber noch viel beeindruckender ist Pierce Gagnon, der Darsteller des jungen Regenmachers. Gruselig gut. Unbedingt auch mal das Making-of angucken!

Black Swan
Nina Sayers, eine Balletttänzerin lebt alleine mit ihrer Mutter in New York. Ihr Zimmer ist rosa und voller Kuscheltiere, das Leben geht seinen gewohnheitsmäßigen Gang, die Mutter deckt ihr Mädchen zu. Unschuldig, leidenschaftslos, stets perfekt und diszipliniert. Die Tochter soll den Traum der Mutter verwirklichen.
Das New York Ballettensamble will Schwanensee neu aufführen und sucht jemanden, der den schwarzen und weißen Schwan perfekt verkörpern kann. Die junge Tänzerin Nina bewirbt sich um die Rolle und hat Glück – sie bekommt sie, obwohl ihr Tanzdirektor immer wieder Bedenken hat. Nina will dem Druck standhalten und die perfekte Tänzerin sein. Doch nach und nach verschwimmen Realität und Traum, sie nimmt Drogen, kratzt sich unbewusst die Schulter blutig, wird agressiv und hat erotische Träume. Sie verwandelt sich immer mehr in einen schwarzen Schwan…
Fazit: sehenswert! Und manchmal ganz schön widerlich. Kein Wunder, dass Natalie Portman so viele Preise abgeräumt hat.

Wolverine: Weg des Kriegers
Mutant Logan alias Wolverine hockt im Wald und halluziniert von seiner großen Liebe Jean Grey, die er töten musste. Eines Tages wird er von der jungen Japanerin Yukio ausfindig gemacht, damit er den letzten Wunsch eines im Sterben liegenden Offiziers erfüllen kann, den er im Zweiten Weltkrieg gerettet hat.
Doch kaum in Japan angekommen geht es ihm immer schlechter. Seine Selbstheilungskräfte wirken nicht mehr, er ist geschwächt und somit – leichte Beute. Bloß für wen?
Fazit: kann man sich sparen. Dieser Film hat – bis auf eine Ninja-Kampfszene – überhaupt keine Daseinsberechtigung. Schade.

Enders Game
Jahre nach dem Angriff von Aliens, der Millionen Tote auf der Erde forderte, wird der begabte Schüler Ender Wiggin befördert und darf auf eine Space-Militärschule. Er soll dort zu lernen, wie man Krieg führt. Die Menschheit will schließlich auf den nächsten Besuch der Aliens vorbereitet sein.
Fazit: Kinder-Sci-Fi-Film, den man gut mit der Familie gucken kann. Aber nix Besonderes. Leicht verdientes Brot für Ben Kingsley und Harrison Ford.

The Worlds End
Der kaputte, aber auch obercoolverrückte Gary (Simon Pegg) überzeugt seine alten Jugendfreunde, mit ihm eine legendäre Kneipentour zu wiederholen – und anders als damals – dieses Mal auch im sagenumwobenen „Worlds End“ zu beenden. Anders als der verpeilte Gary sind seine Kumpel mittlerweile im echten Leben angekommen. Verheiratet, Kinder, Auto, Haus im Vorort. Nicht nur diese Spießigkeit führt zu Streitereien, nein es kommt noch schlimmer: Die Apokalypse bricht herein. Aber Gary lässt sich nicht vom Beenden seines Vorhabens abbringen.
Fazit: hammergeil. Unbedingt anschauen! Was vielleicht total schwachsinnig klingt, ist in Wirklichkeit eine tolle Buddy-Komödie mit Tiefgang in einem ausgesucht schön-bekloppten Apokalypse-Alptraum.

Das ist das Ende
Seth Rogen lädt seinen Kumpel Jay zu sich nach L.A. ein. Er überedet Jay mit auf ne Party in James Francos Haus zu kommen. Jay lässt sich zwar überreden, ist aber überhaupt nicht von Seths neuen Freunden begeistert. Er langweilt sich tödlich und will nach Hause. Doch das klappt nicht allzu gut, denn L.A. steht in Flammen und Dämonen schleichen ums Haus. Seth, Jay, James und Co. müssen sich im Haus verschanzen.
Fazit: absolut sehenswert! Selten so gelacht! Für Fans von Tucker Dale vs Evil und Kings of Rock/Tenacious D

Big Bang Theory, Staffel 6
Ich weiß ich bin spät dran!
Fazit: wieder sehenswert, gewohnt lustig und mit ein bisschen mehr Tiefgang.

The Muppet Show, Staffel 1
Wer kennt und liebt sie nicht? Verrückte Geschichten und Megastress hinter der Bühne. Fozzy, Kermit, Miss Piggy und dazu jede Menge Stars die mit einem Augenzwinkern ihre Lieder neu interpretieren :D
Am Samstagabend zufällig beim Zappen entdeckt und ich hatte Instant-Glücksgefühle. Tolle Wortwitze und verrückte Puppen, die einem noch verrücktere Songs vorsingen. Besser gehts nicht. Wirklich, guckt euch mal wieder die Muppet Show an!!!

Endzeitfilme sind wohl in? :D
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Ein Gedanke zu “Gesehen im April

  1. auch wenn ich den comic noch nicht gelesen habe, kann ich den film „snowpiercer“ nur empfehlen, nachdem ich ihn mir zweimal innerhalb einer woche angeschaut habe. wer chris evans als cpt. america nicht mochte, möge ihm hier bitte eine chance geben. tilda swinton fand ich wieder einmal verehrungswürdig in ihrem spiel, und der rest des casts ist so gut und pointiert besetzt, daß es die action-zulage nicht gebraucht hätte, um ein abendfüllendes kammerspiel zu zeigen.
    ach, aber die action! großartig choreographiert, ausgewogen dosiert und mit der nüchternheit und absurdität abgefilmt, die für mich den reiz des koreanischen kinos ausmacht. ende des begeisterten ausbruchs.

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