Gesehen im August

Ich arbeite meine „to watch“ Liste des Frühjahrs ab. Fast alles, was ich im Winter und Frühjahr im Kino verpasst habe, steht nun auf DVD in der Bücherei bereit. Interessanterweise ist in diesem Monat ein Genre vertreten, das ich eigentlich überhaupt nicht mag: Biopics. Warum ich Biopics nicht so gut finde? Ich find sie einfach langweilig. Ich brauche Geschichten wo sich jemand verwandelt, der Knoten muss geschürzt sein, sonst habe ich das Gefühl meine Zeit zu vergeuden. Da kann ich ja dann gleich einen Wikipedia Artikel lesen…

Nun gut, die Neugier hat gesiegt und ich habe mir das hier angesehen:

Die Entdeckung der Unendlichkeit
Aus dem Leben von Stephen und Jane Hawking, basierend auf der Biografie von Jane Hawking.
Fazit: dieses Biopic war ganz ok. Es gibt von mir nur ein „ok“, weil es mir von allem ein bisschen zu wenig war. Es geht bei dem Film nicht um Stephen Hawking und seine Theorien sondern um Stephen Hawking in seiner Beziehung mit Jane. Das klappt anfangs ganz gut, aber im Laufe des Films verliert sich das ein bisschen. Insgesamt wurde mir Janes Seite ein bisschen zu wenig beleuchtet, weil alles von dem „großen Stephen Hawking und seiner Krankheit“ überschattet wurde. Trotzdem: Eddie Redmayne hat den Oscar mehr als verdient. Das ist wirklich große Kunst, Hut ab! Oh und als Bonbon: Charlie Cox spielt auch mit :D

Imitation Game
Biopic über Alan Turing und seine Arbeit im zweiten Weltkrieg.
Fazit: von diesem Film war ich positiv überrascht. Starke Schauspieler, interessantes Thema und auch wenn sich das eher auf BBC-Fernsehfilmniveau bewegt (die Effekte waren ähm..naja.) war es ein ziemlich guter Film. Mir hat die Art und Weise des Erzählens gut gefallen. Die Zeitsprünge von damals zu heute waren angemessen, nicht zu viel, nicht zu wenig, die Schnitte und die Musik passten auch gut. Aber dieser Oscar-Hype war ein bisschen übertrieben…

Birdman oder die unverhoffte Macht der Ahnungslosigkeit
Riggan Thomsons Karriere dümpelt seit seiner Superfilm-Trilogie über Birdman vor sich hin. Weil er sich einen Aufschwung erhofft, macht er sich daran mit seinem besten Freund und Produzenten eine Geschichte von Raymon Carver für die Bühne zu inszenieren. Kurz vor der Premiere gerät durch den Stress und Riggans Psychosen alles ins Chaos.
Fazit: äh ja…keine Ahnung. Interessanter Film über den Wahnsinn auf der Bühne. Die Geschichte war okay, aber plätscherte mir ein bisschen zu sehr an der Oberfläche. Großartige Schauspieler, vor allem hat mich Edward Norton ziemlich beeindruckt. Eigentlich waren alle Schauspieler total klasse. Mir gefiel auch die Kameraarbeit, da alles mit Steadycam gedreht wurde und es nur einen Schnitt gibt. Das Schlagzeugsolo das ab und zu auftaucht, wenn der Stresspegel für Riggan Thomson nach oben geht hat mich auch etwas fertig gemacht :D Hm hm…seht ihn euch am Besten an und hinterlasst mir eure Meinung.

Big Bang Theory, Staffel 7
Die übliche Clique hängt zusammen und es ergeben sich im Verlauf der Folgen interessante Entwicklungen: Penny dreht einen neuen Film, Sheldon und Amy küssen sich zum ersten Mal, Howards Mom macht mehr Probleme als sonst und Raj hat ein richtiges Date.
Fazit: für mich bisher eine der besten Staffeln, weil ernstere Zwischentöne drin vorkommen. Natürlich extrem witzig, aber da sie auch oft Bezug genommen haben auf Vorkommnisse aus früheren Episoden wird daraus ne Runde Sache. I

Abenteuer Survival: Ausgesetzt in der Wildnis Staffel 5.0
Bear Grylls, der Oberpfadfinder des British Empire, ist in dieser Staffel verloren in Nord-Afrika, in Georgien, strandet auf den Torres-Strait-Inseln, stolpert durch die Mojawe-Wüste, durch Australien und schwimmt an schottischen Inseln vorbei.
In Norwegen stößt er auf Extreme. Wie immer.
Fazit: gewohnte Kost, aber daher gut. In der Folge „in Schottland gestrandet“ bastelt er sich aus einer toten Robbe einen Schwimmanzug. Das war der eigentliche Grund warum ich mir diese Staffel ausgeliehen habe. Aber trotzdem habe ich wieder was Neues gelernt, vor allem in der Folge in Georgien.

Wieder angesehen: Stolz & Vorurteil, Die fabelhafte Welt der Amelie – beides Filme, die ich mir immer wieder ansehen kann und niemals langweilig werden.

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