Gesehen im Februar

Soooo, wieder da!
Ich starte gleich mit der „gesehen“-Rubrik, obwohl der Februar noch nicht um ist. Aber ich denke nicht, dass ich es diese Woche noch schaffe ins Kino zu kommen oder ne DVD aus Bücherei zu gucken…

Das Programm fürs Auge diesen Monat war bunt gemischt, das habe ich mir angesehen:

Mad Men, Staffel 6
Die einen „kommen in die Serie einfach nicht rein“, die anderen lieben sie abgöttisch. Ich gehöre eindeutig zur letzteren Sorte. Ich mag den Style, die zwischenmenschlichen Abgründe und das geschickte Einbinden von zeitgeschichtlichen Ereignissen. Bin schon gespannt wie es weitergeht. Leider soll ja nach der 7. Staffel Schluss sein. Einer von denen bringt sich um, der andere läuft Amok, zumindest kann ich es mir seit dieser 6.Staffel _sehr gut_ vorstellen. Oder hat da jemand ne andere Meinung dazu?
Fazit: sehenswert!


Bear Grylls: Abenteuer Wildnis, Staffel 6

Ok, vermutlich kennst du Bear Grylls noch nicht. Das ist quasi ne Mischung aus Jamie Oliver und Rüdiger Nehberg und lässt sich fürs britische Fernsehen in der Wildnis aussetzen und macht allerhand fiese Sachen um irgendwie zu überleben. Da kommt es schon mal vor, dass er sich aus ner toten Robbe einen Taucheranzug bastelt oder aus angeschwemmten Plastikmüll (!) ne Lupe baut, um damit Langusten zu fangen. Das Auffinden von Wasser, Floßtouren und Kletterpartien gehören natürlich auch mit dazu.
Fazit: anfangs war ich skeptisch, jetzt bin ich totaler Fan. Das Schlimme ist, man lernt auch noch was dabei und Bear Grylls ist einfach zu goldig, wenn er Feuer gemacht hat. Super auch für Pärchenabende ;D

Bonjour Tristesse
Verfilmung zum gleichnamigen Roman mit Jean Seberg, Deborah Kerr und David Niven aus dem Jahr 1958.
Fazit: sehenswert. Ich mochte das Buch und ich fand die Verfilmung sehr gelungen. David Niven als ein etwas in die Jahre gekommener Frauenheld war eine tolle Wahl, ebenso wie Jean Seberg, die in der schwarz-weiß gehaltenen Rahmenerzählung als melancholische junge Frau genauso gut passt, wie in der bunten Strandvilla als sorgenloses Gör.

Pacific Rim
Aus dem Meer kommen fiese, riesige Monster, die alles platt machen. Die Menschheit wehrt sich und baut riesengroße Waffenroboter um sie zu bekämpfen. Klappt auch einige Zeit ganz gut. Nur dann halt irgendwie nicht mehr und die Menschheit hat dann ein Problem, das sie lösen müssen. Gottseidank helfen verkorkste Wissenschaftler, eine neurotische Asiatin und ein gutaussehender, aber trauriger Junge, der nochmal aus der Rente rekrutiert wird.
Fazit: Ach Kinder, wisst ihr, manchmal wundere ich mich über die 1-Sterne Rezensionen von Actionfans im Internet. Ich habe von dem Film nur erwartet, dass alles kaputt geht. Und das hab ich bekommen, fand den Film daher sehenswert. Klar, er ist nichts besonderes, aber man kann ihn sich schon mal ansehen. Soundtrack fand ich auch gut und als Bonbon gabs Idris Elba obendrauf.

World War Z
Da hat Brad Pitt alias Gerry Lane (GERRYY!!!!) soeben noch Pfannkuchen für seine Kinder gemacht und schwuppdiwupp – merkt er, dass da was Seltsames vorgeht: Wildgewordene Irre beissen anderen Menschen die Kehle durch und diese wiederrum beissen nochmal andere Menschen bis alle völlig tollwütig durch die Gegend rennen. Als ehemaliger UN-Mitarbeiter checkt er sofort, dass er sich und seine Familie schützen muss und bittet seinen früheren Kollegen um Hilfe. Die Familie kommt zwar erstmal auf einem Flugzeugträger unter, nur leider ist unter den vielen anderen Menschen dort nur Gerry, der kompetent genug ist, herauszufinden was da los ist. Also schicken sie ihn wieder aufs Festland.
Fazit: Ultralangweilig und stellenweise auch unlogisch, daher keine Empfehlung. Ich hab ihn ja nur geguckt, weil ich gehört habe, dass das ein richtig schlimmer Zombiefilm ist und ich meine Angst vor diesem Genre überwinden will. Das zwar nach 28 Days later nun schon der 2. Reinfall und ich habe beschlossen dieses Genre sein zu lassen. Dieses Schema F ist mir einfach zu langweilig.

Gubben i Stugan
„Der alte Mann in der Hütte“ ist ein schwedischer Dokumentarfilm aus dem Jahr 1996 von Nina Hedenius. Ragnar Frederikkson lebt alleine in einer einfachen Hütte mittem im Wald. Der Film zeigt ihn bei seinen täglichen Verrichtungen. Wie er sich Kaffee macht und Holz stapelt, wie er seine wohl einzige Schallplatte auflegt, wie er Kartoffeln erntet und im Sommer ein Bad mitten im Wald nimmt. Die Kamera begleitet Ragnar ein ganzes Jahr lang. Es entsteht ein sehr intimes und sympathisches Portrait, ohne ein Wort zu verlieren.
Fazit: sehenswert, obwohl eigentlich gar nicht viel passiert. Vielleicht deshalb? Hm. Ob er glücklich ist? Keine Ahnung. Sieht aber so aus.

Und was hast du dir angesehen?

8 Gedanken zu “Gesehen im Februar

    1. Ein Freund von mir hat mir die DVD geliehen, der sie umständlich in Schweden direkt gekauft hat. Leider leider sehr schwer erhältlich. Frag mal in der nächstgelegenen Filmbibliothek oder Großstadtbücherei oder in einem deutsch-schwedischen Freundeskreis, vielleicht hat den jemand?

  1. Hallo Frau DingDong,

    wie immer vielen Dank für die tollen Tipps. Bonjour Tristesse ist gleich auf meine Büchereiliste gewandert :) Vielleicht schaffe ich es sogar, das Buch danach/davor (sprich: dieses Jahr) zu lesen.

    Liebe Grüße, Apfelmädchen

  2. Frau DingDong, gib dem Zombiegenre eine Chance. Ja, es ist flach, aber unterhaltsam und kann mitunter auch verdammt lustig sein. Mein Lieblingszombiefilm ist „Shaun of the Dead“. Britischer Humor gepaart mit ein paar vorzeigbaren Zombies. „Planet Terror“ ist auch sehr nett. Ein optischer Augenschmaus mit schrägem Witz. (Und schnelle Zombies finde ich ohnehin unsympathisch.) Grüße.

  3. Ja aber bei Zombieland rennen die auch wieder schnell. Find ich doof. Wenn man tot ist, sollte man sich auch so benehmen. Zombieknigge. (Zombieland ist ok. Lass mich wissen, wie er Dir gefallen hat.)
    Grüße

  4. Hallo Frau DingDong,

    gratuliere zu Deinem Blog. Finde ich super.
    Wenn Du Zombie nicht magst, solltest Du vielleicht mal in meinen
    Ratgeber reinschauen:

    DER ZOMBIE-KNIGGE, Ratgeber für ein Leben vor dem Tod.

    Viel Erfolg weiterhin

    DW

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