Gesehen im Januar

Auch im Bereich Film und Fernsehen kann ich mich im Januar nicht beschweren. Wobei, könnte besser sein. Der Ausleih-Wahn hat wieder gegriffen und ich habe hier noch diverse DVDs rumfliegen zu denen ich leider nicht gekommen bin.

Das habe ich mir angesehen:

Dark Star
Das ramponierte Raumschiff „Dark Star“ ist schon seit Ewigkeiten im All unterwegs, um Planeten zu sprengen. Die unmotivierte Crew drückt Knöpfe, lässt Bomben fallen und geht sich gegenseitig gehörig auf die Nerven. Als ein Asteroidenschauer den Laser Nr. 17 beschädigt, gerät das Aktivierungssystem für die Bomben außer Kontrolle und Bombe Nr. 20 will explodieren, obwohl sie sich nicht abkoppeln lässt. Das bringt die Crew gehörig ins Schwitzen…
Fazit: schöner Sci-Fi-Studenten-Low-Budget Trash mit Astronauten, die auch als Kiffer durchgehen könnten. Totaler Schwachsinn, aber irgendwie kultig.

Abbitte
England, Mitte der 30er Jahre: Schicke Hütte, strahlender Sonnenschein, gute Luft, genügend Zeit zum Vertrödeln und die Hormone spielen verrückt. Die hübsche Cecilia aus gutem Hause verknallt sich in den Protegé der Familie namens Robbie, der den Sommer über als Gärtner arbeitet. Dann sieht die fantasievolle Hobbyschriftstellerin Briony (Cecilias jüngere Schwester) eine Szene, die sie völlig falsch interpretiert. Durch weitere tragische Umstände wird Robbie schließlich als Triebtäter verhaftet und kommt in den Knast. Finden Cecilia und Robbie je wieder zu einander?
Fazit: absolut sehenswert! Klingt wie ein fürchterlicher Frauenfilm, ist aber ein wunderschönes Kammerspiel mit talentierten Schauspielern und tollen Bildern. Der Film lohnt sich allein schon deshalb, weil es eine unglaubliche Massenszene am Strand von Dünnkirchen gibt, die in einer atemberaubenden Plansequenz abgedreht wird. Wow!

Death in Paradise, Staffel 2
Staffel 2 und kein bisschen Gewöhnung. DCI Richard Poole findet die Karibik immer noch doof, aber die Fälle spannend.
Fazit: solide, sehenswerte BBC-Arbeit, die sich für den Feierabend lohnt. Wer keine allzublutigen oder aufregenden Filme mag, findet hier gutes visuelles Futter.

Man of Steel
Der Eigenbrötler Clark Kent schlägt sich als junger Mann mit Aushilfsjobs gerade mal so durch. Zwischendurch rettet er Menschen und verschwindet dann. Doch als ihm eines Tages sein kryptonischer Vater als Datengeist erscheint, wird ihm seine Bestimmung klar.
Fazit: sehenswert! ich dachte zunächst, dass auch dieses Franchise ausgenudelt ist, aber Henry Cavill macht seine Sache gut (und Ladies, er ist auch was fürs Auge!), sein Bösewicht General Zod wird ebenso großartig gespielt von Michael Shannon! Hübsches Effektkino.

Wiedersehen mit Brideshead
(Spielfilm, nicht die Serie!)
In den 20er Jahren lernt der bürgerliche Charles Ryder auf dem College den jungen Adeligen Sebastian kennen. Sebastian stellt Charles auf dem Familiensitz (Schloss Brideshead) seiner Familie vor. Obwohl Charles mit Sebastian eine Art homoerotische Beziehung führt, ist er genauso fasziniert von Sebastians eigenwilliger und geheimnisvollen Schwester Julia. Mit der Zeit erkennt Atheist Charles, wie sehr die beiden unter der streng katholischen Mutter Lady Marchmain leiden.
Als sich Charles und Julia bei einer Reise näher kommen, zieht sich Sebastian zurück und verfällt dem Alkohol.
Und das Drama beginnt!
Fazit: kann man sich anschauen, geht aber im Kern um Katholizismus. Für Fans von Abbitte und Downton Abbey.

District 9
Eines Tages geht den Aliens der Treibstoff aus und sie landen über Johannesburg/Südafrika. Weil Menschen ordnungsliebend und voller Argwohn gegenüber allem Fremden sind, kommen die geschwächten Aliens erstmal in den District 9, einem Flüchtlingslager, das sich mit der Zeit in einen Slum verwandelt.
Weil es dort hart zugeht und auch Menschen immer öfter was davon abkriegen, beschließt die Militärfirma Multinational United (MNU) eine Zwangsumsiedlung in District 10 mit der Wikus van de Merwe betraut ist. Leider geht nicht alles ganz nach Plan und Wikus infiziert sich mit einem Stoff, der ihn in ein Alien verwandelt. Schlecht für ihn, gut für die MNU: Er wird als Versuchskaninchen gefangen genommen, weil er jetzt Alienwaffentechnologie abfeuern kann. Aber ihm gelingt die Flucht…
Fazit: sehenswert und wie ich finde – sehr originell. Tolle Effekte, coole Geschichte. Mir hat der Dokumentarfilmstil ziemlich gut gefallen.

Und was hast du dir angesehen?

3 Gedanken zu “Gesehen im Januar

  1. Ich musste mir Man of Steel auch mal ansehen und es waren superlange, superlangweilige 2 Stunden. Die Geschichte ist mir zu dünn erzählt (ich meine damit nicht generell die Geschichte von Superman, sondern speziell die Erzähöung dieses Films), die Special Effects waren auch eher nur Standart und zum Schluss noch dieses 1-Stunden-Rumgekloppe. Furchtbar! Aber jedem das seine ;-)
    Immer noch mein Lieblingsfilm ist „Die Tribute von Panem – The HGunger Games“. Ich finde den Film einfach nur toll! Den Nachfolger dazu habe ich leider noch nicht gesehen, aber das kommt auch noch.

  2. District 9 find ich einen grenzgenialen Film! Das Rumgeballer am Ende hätte nach meinem Geschmack nicht so ausführlich sein müssen, aber die Story find ich sehr bewegend. Die Apartheit zu thematisieren und Aliens als Metapher zu benutzen finde ich grandios und bei MNU tun sich ja wirklich menschliche Abgründe auf, die trotz Sci-Fi-Geschichte erschreckend glaubwürdig sind.

    @ Jenniffer: Oh ja: Tribute!!! Tolle Bücher und toll verfilmt! Schau dir auf jeden Fall Teil zwei an: Ich find des sogar besser, als das Buch!
    LG Zora

  3. Abbitte ist wirklich toll. Daher werde ich mir deine andere Empfehlung auch mal ansehen. Distric 9 wollte ich auch schon mal schauen. Der kam doch letztens im TV oder? Habe ihn leider nicht sehen können.

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