Gesehen im Juni

Im Juni hatte ich mehr Lust Filme zu gucken als zu lesen, deshalb kann dieser Beitrag gut gefüllt werden:

Parade’s End – Der letzte Gentlemen
Eine Mini-Drama-Serie aus dem Hause BBC mit einem hervorragenden Benedict Cumberbatch, der in den 20er Jahren mit seinen überholten Vorstellungen von Tradition der Moderne im Weg steht. Und das ist nicht sein einziges Problem: Ne Tussi hängt ihm ein Kind an, er heiratet sie, ist aber nicht glücklich, weil sie ihn wahnsinnig macht. Und da ist dann noch die kleine Suffragette, die ihn mit ihrer modernen Denkweise noch um den Verstand bringt. Ach ja, und dann kommt da noch der 1. Weltkrieg. Ein ziemliches Chaos.
Fazit: Ok, was jetzt so plump beschrieben ist, ist in Wirklichkeit eine höchst unterhaltsame Dramaserie. Bei BBC und Benedict Cumberbatch ist vermutlich nix anderes zu erwarten. Ich fands gut, werde es mir aber auch mal auf Englisch ansehen, da ist es sicherlich noch besser. Für Fans von Sherlock und Downton Abbey.

Total Recall
Douglas Quaid ist eigentlich glücklich verheiratet und hat einen guten Job in einer Fabrik. Trotzdem geht ihm der graue Alltag auf die Nerven und er beschließt, sich bei der Firma „Total Recall“ neue, spannende Erinnerungen einpflanzen zu lassen. Ein Leben als Superspion wäre das Richtige für seinen langweiligen Alltag – aber ups, es geht was schief und plötzlich verschwimmen Realität und Fantasie, Traum und Erinnerung.
Fazit: Das Remake kann sich sehen lassen. Die Effekte sind der Hammer und die Darsteller machen ihre Sache auch gut. Tolles Actionkino für einen Filmabend mit Freunden. Bisschen unlogisch kurz ist die Reise durch den Erdkern, aber naja, das ist okay.

The Hollow Crown – Henry V
Fortsetzung der Shakespeare Verfilmung: Heinrich der V. zieht in die Schlacht und will Frankreich erobern.
Fazit: nicht ganz so komplex wie Henry IV, da weniger Charaktere vorkommen und es hauptsächlich um Krieg und politische Zerwürfnisse geht. Trotzdem: Auch hier muss man Shakespeare mögen, sonst geht einem das vollkommen auf die Nerven.

The Deep Blue Sea
Hester Collyer ist die junge Frau des Richters Sir William Collyer. Ihr älterer Gatte ist besonnen, ruhig und rational. Das Eheleben ist bequem, aber auch recht leidenschaftslos. Eines Tages verliebt sie sich Hals über Kopf in den Ex-Airforce Piloten Freddy, der mit seinen Kriegstraumata zu kämpfen hat und verlässt ihren Ehemann. Doch Freddy kann ihr nicht die Liebe und Stabilität geben, die sie sich wünscht. Eine Rückkehr in ihr altes, leidenschaftsloses Eheleben kommt nicht für Hester in Frage. Sie sitzt in der Zwickmühle („To be caught between the Devil and the deep blue Sea“) und findet keinen Ausweg.
Fazit: Der Film wird in Rückblenden erzählt und verdichtet so die verstörte Stimmung der Protagonistin. Schöne Bilder, fast wie ein kolorierter Stummfilm, großartige Schauspieler. So dramatisch, dass man kaum mehr atmen kann. Und rauchen will man auch.

Star Trek into Darkness
Hitzkopf Kirk hat mal wieder Mist gebaut und soll zurück auf die Akademie. Freund Spock wird versetzt. Glück im Unglück für die Beiden: Dank einem Terroristen namens Harrison dürfen beide auf die Enterprise zurück und den Typen auf Kronos schnappen. Das dies eine militärische Mission ist, passt nicht jedem. Und mit den Torpedos stimmt auch was nicht. Kurz: Die Sache stinkt. Aber als das Kirk und Spock herausfinden, ist es schon fast zu spät.
Fazit: endlich geschafft! Tolle Story, gut gemacht. Star Trek Fans haben bestimmt mehr Spaß an dem Film, aber man kann dieses SpecialEffect-Juwel auch so genießen. Man sollte aber den ersten Star Trek Film (2009) gesehen haben, um diesen hier zu verstehen.

Was hast du dir angesehen? Auf meiner Liste steht noch „Anna Karenina“, „Man of Steel“ und „Before Midnight“
Ich hoffe mal, dass ich das schneller hinbekomme.

2 Gedanken zu “Gesehen im Juni

  1. Star Trek habe ich auch gesehen, gefiel mir besser als der erste Teil von 2009. Die neuen Filme mag ich generell lieber als die alten, einfach weil Simon Pegg mitspielt, der ist klasse!

    Seelen hab ich vor Kurzem geguckt, weil meine Schwester das Buch gelesen hatte. Eigentlich eine ganze nette Story, aber zum Einschlafen langweilig umgesetzt.

    Before Midnight steht noch auf meiner Liste, aber ich hab ein bisschen Angst davor wie die Story um die Beiden (aus)weitergeht.

    LG Angie

  2. Parade’s End fand ich auch super. Ich find ja immer die Detailgenauigkeit der Kleidung und Settings bei BBC Verfilmungen toll. Daher kann ich die immer und immer wieder schauen.

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