Gesehen im Mai

Im Mai hab ich mir die Äuglein viereckig geguckt und es war schön!

Silver Linings
Pat Solitano, Geschichtslehrer in nem kleinen Kaff, erwischt seine Frau beim Fremdgehen und flippt aus. Der manisch-depressive Pat wird eingewiesen und zieht nach einem 8-monatigen Aufenthalt in der Klinik wieder zu seinen Eltern. Er muss sein Leben wieder auf die Reihe kriegen, damit er seine Frau, die er immer noch liebt, zurückgewinnen kann.
An einem Abend lernt er die psychisch labile Tiffany kennen, mit der er einen Deal eingeht: Wenn Pat ihr als Tanzpartner für einen Wettbewerb zur Verfügung steht, hilft Tiffany ihm, seine Frau zurückzugewinnen. Pat lässt sich darauf ein, aber es kommt natürlich alles anders.
Fazit: Bradley Cooper mochte ich bis vor Kurzem noch nicht, aber in diesem Film hat er mich überzeugt. Schön anzusehen wie Jennifer Lawrence und er regelmäßig ausflippen :D Und auch der andere Cast kann sich sehen lassen.

Wir sind die Millers
Drogerdealer David hat ein Problem: Ihm wurde ordentlich Pott geklaut. Um es bei seinem Chef wieder gut zu machen, muss er neuen Stoff aus Mexiko abholen. Dazu braucht er ne gute Tarnung. Er fragt eine Ausreisserin, einen Nerd und eine Stripperin, ob sie mit ihm Familie spielen wollen. Weil alle dringend Geld brauchen bzw. nix besseres zu tun haben, fahren sie in einem riesigen Wohnmobil über die Grenze und erleben ein chaotisches Abenteuer.
Fazit: normalerweise gucke ich keine amerikanischen Komödien, aber die hier lohnt. Schöne Abendunterhaltung.

Nach 7 Tagen ausgeflittert
Spätzünder Eddie findet einfach nicht die Richtige. Als sein Bruder und sein Vater immer wieder drängen und er tatsächlich einer sympathischen Schönheit begegnet, wagt er es endlich: Er heiratet Lila, damit sie nicht nach Rotterdam versetzt wird. Doch in den Flitterwochen merkt Eddie schnell, das er einen Schnellstart hingelegt hat.
Fazit: ne klassische Farrelly-Komödie, die allerdings nicht so witzig ist wie „Verrückt nach Mary“. Muss man nicht anschauen.

The Slap – Nur eine Ohrfeige
Ein Ereignis aus verschiedenen Perspektiven nach dem Roman von Christos Tsiolkas.
Auf Hectors 40. Geburtstag kommt es zu einem Skandal: Hectors Cousin Harry ohrfeigt den kleinen Hugo.
Die weiteren Folgen rund um die anderen Partygäste erzählen, wie sich das Ereignis in den Wochen danach auswirkt.
Fazit: das Buch habe ich leider nicht gelesen, aber die Serie lohnt sich definitiv. Bei der ersten Folge hatte ich ziemliche Schwierigkeiten, weil sie mir unbequem war (zu viel emotionales Zeug auf einmal), aber ich bin sehr froh, dass ich durchgehalten habe. Unbedingt anschauen!!

Transcendence
Dr. Will Caster (Johnny Depp) forscht als Neurobiologe im Bereich künstlicher Intelligenz. Es gelingt ihm, Computer mit Emotionen auszustatten. Er wird zwar dafür hochgelobt, hat aber auch seine Feinde. Eine technologie feindlche Terrorgruppe gelingt es, Will bei einem Attentat schwer zu verletzen. Er wird mit Polonium vergiftet und hat nur noch wenige Wochen zu leben. Seine Frau und Kollegin Evelyn kann seinen Geist retten, indem sie ihn in einen Computer transferiert. Da sie glaubt, sie habe Will’s Geist vor sich, lädt sie ihn ins Internet hoch und damit beginnt das Drama.
Fazit: sehenswert, aber nicht im Kino. Der Film ist für unsere heutigen Verhältnisse ziemlich langatmig erzählt, allerdings fand ich das nicht schlimm, da man genügend Zeit hatte „mitzudenken“ – wie fühle ich mich? Was bedeutet Technologie? usw.
Johnny Depp macht seine Sache gut und ich bin froh, dass er sich von seinen Clownesken Ausflügen erholt hat. Die anderen Schauspieler sind nicht der Rede wert, da hätten sie irgendjemanden hinstellen können. Schade.

Drecksau
Polizist Bruce Robertson (McAvoy) nimmt das Gesetz selbst nicht so ernst. Er ist kokainsüchtig, säuft wie ein Loch und lässt sich gerne mal ein paar Scheine zustecken. Seine Methoden sind moralisch verwerflich und er manipuliert fröhlich ohne Gewissensbisse seine Kollegen, damit er die langersehnte Beförderung erhält.
Fazit: absolut sehenswert, aber auch ziemlich brutal. Für Fans von Trainspotting. James McAvoy ist großartig.

Happy Thank You More Please
Dieser Film war eine Empfehlung aus den Kommentaren von vor gefühlten 1000 Jahren.
Es geht um eine Clique von jungen New Yorkern Mitte 20/Anfang 30, die mit dem erwachsen werden etwas überfordert sind.
Sam, erfolgloser Buchautor trifft auf den kleinen Rasheen, der von seiner Pflegefamilie abehauen ist. Er nimmt ihn spontan bei sich auf. Das stellt sein Leben auf den Kopf, vor allem weil er sich in eine Nachtclubsängerin namens Mississippi verknallt hat, die von der Sache mit Rasheen ganz und gar nicht begeistert ist. Annie, Sams beste Freundin, leidet an einer Autoimmunerkrankung und glaubt deshalb nicht liebenswert zu sein. Sams Cousine Mary Cathrine hat Stress mit ihrem Freund Charlie.
Fazit: Sommer in New York – schöner Feel-Good-Movie mit sympathischen Hauptdarstellern.

Frances Ha
Uff, ähm…in dem Film geht es um die 27-jährige Frances. Ständig pleite und ungekämmt wurschtelt sie sich durch das Leben.
Fazit: Ich fand den Film total bescheuert. Es war cool, dass er in Schwarz-Weiß ist, aber ich fand die Protagonistin nervig und den Film bedeutungslos.


X-Men: Zukunft ist Vergangenheit

Da in der Zukunft die X-Men von den Sentinels vernichtet werden, schließen sich die letzten überlebenden Mutanten um Magneto, Wolverine, Prof. X und Kitty Pryde zusammen: Kitty transferiert Wolverines Bewusstsein in seinen Körper der Vergangenheit (1973), damit er Mystiques Attentat auf Bolivar Trask verhindern kann. Denn Mystiques Attentat setzt die Entwicklung der Sentinels erst in Gang. Schnell wird klar, dass er Verstärkung braucht. Allerdings waren Magneto und Prof. X damals ganz anders drauf als jetzt.
Fazit: tja, keine Ahnung, wie ich den Film finde. Grundproblem der X-Men Filme ist ja, dass es einfach zuviele coole Charaktere gibt, die keinen Platz haben. Und nach zweieinhalb Stunden 3D bluten einem die Augen.

Ein Gedanke zu “Gesehen im Mai

  1. „Frances Ha“ finde ich ebenfalls total überbewertet. Was die Leute um dieses langweilige Stück Film einen Aufriss machen, nee.

    „Silver Linings“ und „Drecksau“ stehen noch auf der Liste, sind aber nun ein wenig höher gerückt. Freu‘ mich schon drauf! :)

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