Gesehen im Oktober

The Machine
Kybernetiker Vincent entwickelt für das Militär Roboter mit künstlicher Intelligenz, die im Krieg zwischen dem Westen und China den Sieg einbringen sollen. Hilfe erhält er von der jungen Programmiererin Ava. Gemeinsam scannen sie Avas Bewusstsein und experimentieren mit den Robotern. Als eines Tages ein Cyborg Ava um Hilfe bei der Befreiung bittet, kommt Ava dem Geheimnis der Forschungsanlage auf die Spur. Kurz darauf wird sie ermordet. Ein Roboter wird nach der Ermordung Avas mit deren Persönlichkeit versehen. „Maschine“ bekommt daraufhin Bewusstsein und entwickelt moralische Werte. Dies wird zum Problem für das Militär…
Fazit: sehenswerter Sci-Fi Film aus Großbritannien. Caity Loitz als Cyborg ist großartig. Düster, spannend, teilweise gruselig. Schöne Soundscapes. Von der Stimmung erinnert der Film sehr an Blade Runner.

American Hustle
USA, in den 70ern: Trickbetrüger Irving Rosenfeld macht mit Hilfe seiner Geliebten Sydney ordentlich Knete, in dem sie Verbindungen zu britischen Banken vortäuschen. Eines Tages werden sie von FBI-Frischling Richie DiMaso überführt, der sie zwingt, mit ihm zusammenzuarbeiten um die großen Fische dingfest zu machen. Sie hecken einen Plan aus, doch das geht gründlich schief. Oder wirkt es nur so?
Fazit: Tolle Ausstattung, toll geschauspielert, fiese Frisuren. Trotzdem sprang bei mir der Funke nicht über. Der Film ist zwar als Drama deklariert, aber ich hätte mir ein bisschen mehr „Oceans Eleven“ gewünscht.

47 Ronin
Die Geschichte der 47 herrenlosen Samurai. Ich erspar mir die Inhaltsbeschreibung und verlinke faul auf Wikipedia. Mit Keanu Reeves
Fazit: Fällt leider in die Kategorie: „kann man sich anschauen, muss man aber nicht“ Schade. Die Geschichte ist ansich episch, die Bilder und Effekte sind toll, aber irgendwie plätschert alles vor sich hin und Keanu Reeves Rolle ist eher nebensächlich. Das Ende lässt mich auch kalt.

Der 100-jährige der aus dem Fenster stieg und verschwand
Buchverfilmung nach dem gleichnamigen Bestseller von Jonas Jonasson.
Der alte Allan flüchtet an seinem 100. Geburtstag aus dem Altenheim und stolpert in ein neues Abenteuer. Ein Koffer voll Geld, ein paar Leichen zwischendurch, ein Elefant on tour und leckere Melonen.
Fazit: sehenswerte Buchverfilmung, klasse Roadmovie. Ich hab sehr gelacht, die Umsetzung fand ich gelungen. Klar fehlen einige Abenteuer aus Allans Erzählung, aber das macht nichts.

Chuck, Staffel 3
Fulcrum ist erledigt, doch Chuck hat ein neues Problem: Der Intersect 2.0 hat sich in sein Gehirn geladen und befähigt ihn zu Dingen, von denen er bisher nur geträumt hat! Er beschließt daher sein altes Loser-Leben hinter sich zu lassen. Er will ein echter Spion sein und fängt seine Ausbildung an. Doch schon hat es eine andere CIA-Splittergruppe die sich „Der Ring“ nennt auf die Intersect-Technologie abgesehen….
Fazit: Die Serie bleibt auch in der dritten Staffel gewohnt frisch und actionreich. Diese Staffel war bisher die Lustigste, man merkt den Schauspielern an, dass sie Spaß bei der Arbeit hatten. Großes Lob an Chuck-Darsteller Zachary Levi, der den Spagat zwischen Nerd und Spion super hinkriegt.

absolutley fabulous, Staffel 1
Edina und Patsy sind High-Society Ladies und im Modebusiness, irgendwie. Denn außer wilde Parties schmeissen, saufen, koksen, kiffen und verkatert irgendwo aufwachen machen sie nicht viel. Und das, was sie machen, geht meistens total schief.
Fazit: total crazy, ich weiß noch nicht was ich davon halten soll. Einige Sketche fand ich ziemlich witzig, andere entlockten mir nur ein müdes Gähnen…aber ich mochte auf jedenfall den 90er Jahre Trashlook :D

Divergent – Die Bestimmung
Nach dem großen Krieg ist Chicago umzäunt und abgekapselt. Die Gesellschaft hat sich in 5 Fraktionen aufgeteilt: die Altruan (die Selbstlosen, stellen die Regierung), die Ferox (die Furchtlosen, Polizei & Militär), die Ken (die Gelehrten, Wissenschaft), die Candor (die Freimütigen, Justiz) und die Amite (die Friedfertigen, Landwirtschaft & Verwaltung).
Mit dem 16. Lebensjahr muss sich jeder einen Test unterziehen, um herauszufinden, welcher Fraktion er zukünftig angehören wird.
Auch Beatrice, die bei den Altruan aufgewachsen ist, muss sich diesem Test unterziehen. Doch das Ergebnis lautet: Unbestimmt. Diese Sorte ist gefährlich. Sie entscheidet sich für die Fraktion Ferox und muss sich ihren Platz dort erst erkämpfen.
Fazit: Ach ich weiß nicht. Der Film funktoniert, hat zumindest genügend Spannungsbögen um dabei zu bleiben. Irgendwie ne coole Story, aber mich nervt bei diesen Teenagerfilmen dieses epische Ausbreiten von Selbstfindungen, Zugehörigkeitsgefühlen und das obligatorische „Respekt verdienen“ innerhalb einer bestimmten Gruppe, dabei immer schön keusch bleiben, ne? Die Bösen sind Böse, die Guten sind gut, blabla. Und dann versagt der Film in kritischen Situationen komplett….ich verstehe das nicht. Bin wohl zu alt dafür. Die Bücher kenn ich nicht.

Mein Freund Harvey
Der etwas seltsame Elwood stellt auf einer Party seinen Freund Harvey vor. Harvey ist ein großer, weißer Hase – und unsichtbar. Seine Schwester Veta beschließt, ihn in eine Irrenanstalt einweisen zu lassen, wird jedoch aufgrund eines Mißverständnisses selbst eingewiesen. Nachdem dieser Irrtum aufgeklärt worden ist, macht man sich auf die Suche nach Elwood und Harvey. Erst kurz vor der Spritze, die ihn wieder „normal“ machen soll, akzeptiert Veta den unsichtbaren Freund ihres Bruders.
Fazit: sehenswerter Klassiker mit einem charmanten Jimmy Stewart.

Was hast du dir im Oktober angeschaut?

8 Gedanken zu “Gesehen im Oktober

  1. … ich habe mir in der vergangenen Woche eine Halbjahreskarte für`s Programmkino zugelegt und folgende drei Filme gesehen und kann alle nur empfehlen

    Hin und weg: Thema ALS und selbstbestimmter Tod
    Jack: über ein Kind, das viel zu früh schon viel zu viel Verantwortung für sich, seinen Bruder und nicht zuletzt seine alleinerziehende Mutter übernehmen muss
    Yaloms Anleitung zum Glücklichsein: dokumentarischer Film über den bekannten Psychotherapeuten und seine Sicht auf das Leben

    Viele Grüße aus Berlin nach Hamburg,
    Anja

  2. „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“ und „American Hustle“ möchte ich auch schon seit Ewigkeiten sehen.

    Freut mich, dass dir Chuck immer noch so gut gefällt. Ich fand, die Serie nimmt im Laufe der Zeit etwas ab. Aber du hast ja auch noch zwei Staffeln vor dir. ;)

  3. Im Oktober mal wieder die Sissi-Trilogie mit Romy Schneider und Karlheinz Böhm reingezogen. Ach, ist das Herzallerliebst. Keine Ahnung warum ich dabei immer heulen muss.

    Und dann habe ich mir noch Ende Oktober mein Konto angeschaut. Da erspar ich Dir aber meine spontane Reaktion.

  4. Wir waren zum Filmstart „Das Salz der Erde“, eine Reise in das Leben des Fotografen Sebastiao Salgado, Doku.
    Gute 2 Stunden, kein Atmen zu hören, geschweige denn irgendwelche Bewegungen.
    Alle verliesen danach still den Saal, wer sich ein Glas Wein mitgenommen hatte, trank erst jetzt.
    Wir waren seit langem nicht mehr so beeindruckt und betroffen.

    Schaut euch das bitte an!

  5. Hallo Inga,

    danke für deinen Film-Tipp. Allein schon der Trailer hat mich zu Tränen gerührt. Sebastião Salgado hat in seinem Leben wirklich ganz tolle Arbeit geleistet. Ein Bild sagt eben mehr als tausend Worte!

    Grüße
    Isabelle

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