Gesehen im Oktober

Ich habe im Oktober zwar wenig gelesen, aber dafür ziemlich viel geguckt!

„Ghost in the Shell“
Tokio, 2029. Viele Menschen sind Cyborgs, einige haben ihren Geist sogar in einem Cyberbrain, einer Shell eingepflanzt. Darunter auch die Polizistin Major Motoko Kusanagi, die fast nur noch künstlich ist. Eines Tages gelingt es einem Hacker namens Puppet Master, sich in die Gehirne von Politikern zu hacken, die Politiker zu manipulieren und zu töten. Major Kusanagi und ihre Kollegen der Sektion 9 gehen auf die Jagd.
Fazit: sehenswert, is ja mittlerweile ein Klassiker. Das Thema Mensch-Maschine-Echt-Künstlich ist sehr interessant. Bin gespannt wie sie es als Real-Verfilmung umsetzen.

„Bis ans Ende der Welt“
Der Film ist von 1991 und spielt 1999. In diesem Jahr verlässt ein indischer Atomsatellit den Orbit und droht auf die Erde abzustürzen und alles zu verseuchen. Die Menschheit ist verunsichert und hinterfragt alles. Auch Claire trennt sich von ihrem Freund und zieht allein durch die Welt. Weil sie alles gesehen hat und nicht mehr weiß wo sie hin soll, will sie wieder zurück nach Paris zu ihrem Exfreund. Auf dem Weg dahin hat sie einen Autounfall mit zwei Bankräubern, mit denen sie sich anfreundet. Sie soll für die beiden das gestohlene Geld nach Paris bringen. Auf den Weg dahin nimmt sie einen geheimnisvollen Fremden als Anhalter mit, in den sie sich verliebt…
Fazit: Ein 5-Stunden Wim Wenders Meisterwerk über die Macht der Bilder und die moralische Frage, was wir mit ihnen anstellen dürfen. Der Film entfaltet sich von Anfang bis Ende, er ist skuril, traurig, seltsam, rührend, lustig und zieht einen hypnotisch in seinen Bann. Welches Genre? Gute Frage! Drama, Krimi, Liebesfilm, Musikvideo, Science-Fiction und/oder Reisereportage. Kann man sich aussuchen. Der Soundtrack gefiel mir auch sehr gut und ich muss tatsächlich noch ziemlich oft an den Film denken. Sehenswert.

Madame Bovary
Verfilmung Flaubert, Ehebruch und Drama. Kennt man ja.
Fazit: schön inszenierte, kurzweilige Neuauflage mit tollen Schauspielern. Freunde des gut ausgestatteten Kostümfilms sollten sich den Film unbedingt ansehen.

Elomoea (Sci-Fi, 1972)
Raumschiffe verschwinden in der Nähe der Raumstation „Margot“. Auslöser für das verschwinden und den Funkabbruch zur Margot sind verschlüsselte Signale, die das Wort „Eolomea“ ergeben. Professorin Maria Scholl macht sich auf eine riskante Reise zur Station um das Verschwinden der Raumschiffe zu untersuchen.
Fazit: langweilige Kulisse, teilweise ein bisschen langatmig. Trotzdem interessanter Film im Hinblick auf die sozialistische Ideologie, die da drin durch die Charakterzeichnung verbastelt wurde.

„Im Staub der Sterne“ (Sci-Fi, 1976)
Das Raumschiff Cynro erreicht nach einem empfangenen Notrufsignal den Planeten TEM 4, findet dort aber keine Notsituation vor. Der Herrscher des Planeten will, dass sie sofort wieder abhauen. Dazu benutzt er auch Drogen und andere Bewusstseinsmanipulationen. Nur der an Bord verbliebene Navigator schöpft Verdacht und entdeckt auf eigene Faust die Ureinwohner des Planeten, die in unterirdischen Bergwerken Sklavenarbeit verrichten müssen. Mit viel Anstrengung gelingt es dem Navigator, die anderen davon zu überzeugen, dass sie manipuliert wurden und die Besatzung ist sich uneinig ob sie die Ureinwohner im Kampf gegen ihre Unterdrücker unterstützen sollen oder sich nicht einmischen wollen.
Fazit: toll ausgestattet und ansich sehr kurzweilig, kann man sich schon anschauen.

„Der schweigende Stern“ (Sci-Fi, 1960)
Im Jahr 1970 finden Wissenschaftler eine fremdartige Spule mit einer verschlüsselten Botschaft. Nach der teilweise gelungenen Dechiffrierung der Nachricht bringen Wissenschaftler den Fund mit dem Vorfall in Tunguska in Verbindung. Der Asteroideneinschlag in Sibirien war in Wirklichkeit die Explosion eines Raumschiffs von der Venus!
Nachdem alle Versuche, mit der Venus Kontakt aufzunehmen, gescheitert sind, beschließt der Weltrat, eine Expedition zur Venus zu senden.
Während des Fluges kann die Nachricht vollständig entschlüsselt werden. Sie sagt aus, dass die Venusbewohner einen Angriff auf die Erde vorbereiten. Dennoch entschließt sich die Besatzung zum Weiterflug, denn da der Angriff bisher nicht stattgefunden hat, besteht vielleicht noch eine Chance auf friedliche Verhandlungen…
Fazit: buntes, utopisches Sci-Fi Kino mit ner Portion Atomkraft Kritik und Sozialismus. Tolle Ausstattung, daher sehenswert.

„Warcraft – The Beginning“
Okay, also den Film nochmal kurz zu erklären wäre jetzt ganz schön anstregend. Es kommen Orks und Zauberer und Könige und andere Kreaturen vor und dann kämpfen sie.
Fazit: Handlung? egal. Irgendwie. Könnt sie jetzt nicht mehr herleiten. Namen der Figuren? Keine Ahnung! Fand ich den Film trotzdem großartig? JA! Der Film macht eigentlich voll Spaß zu gucken, weil es eigentlich ein Spekaktel ist und kein Film. Man fühlt sich wirklich wie in einem Spiel. Das ist irgendwie cool. Sehenswertes CGI-Effektkino.

„London has fallen“
Ein Terroristennetzwerk hat die Polizei und den MI-5 unterwandert und tötet sämtliche Präsidenten in London, die zu einer Trauerfeier eines Ministers gekommen sind. Nur der amerikanische Präsident is nich so leicht zu kriegen, weil er nen ziemlich krass guten Bodyguard hat.
Fazit: bäm bumm bäng. Ich liebe Actionfilme. Hier kriegt man, was man im Trailer sieht: Geballer und Explosionen, Patriotismus und männliche Stereotypen. Trotzdem an einigen Stellen sehr coole Stunts und coole Kameraeinstellungen. Sehenswert!

Dr. Fu Man Chu Collection (5 Filme)
enthält:
„Der Todeskuss des Dr. Fu Man Chu“
„Die 13 Sklavinnen des Dr. Fu Man Chu“
„Die Folterkammer des Dr. Fu Man Chu“
„Die Rache des Dr. Fu Man Chu“
„Ich, Dr. Fu Man Chu“

Das Grundprinzip der Film is immer dasselbe: Dr. Fu Man Chu (ein ganz ganz fammoser Christopher Lee) will gemeinsam mit seiner Tochter und seiner Ninja-Gang die Weltherrschaft an sich reissen. Seine Methoden sind immer ausgefuchst, braucht er doch dafür immer die Hilfe von renomierten Wissenschaftlern, die er entführt, erpresst und foltern lässt, damit sie ihm z.B. Opiumkristalle züchten, die Wasser vereisen.
Fazit: Von Unterhaltsam bis Facepalm ist alles dabei. Aber das macht nix. Man lernt dabei zum Beispiele coole Sprüche wie „Träumen Sie von der Ewigkeit!“ :D

Das wars. Puh.
Was hast du dir angesehen? Hast du Dr. Strange schon gesehen?

2 Gedanken zu “Gesehen im Oktober

  1. Hallo Frau Ding Dong,

    endlich mal jemand, der sich auch den XXL-Wim Wenders reingezogen hat. Ich war jedenfalls total begeistert – auch vom Soundtrack. Die anderen Filme, die du gesehen hast, kenne ich nicht. Ist viel Science Fiction dabei gewesen, ein Genre, das mir noch etwas fremd ist.

    Ansonsten habe ich die sechste Staffel von The Walking Dead innerhalb von vier Tagen verschlungen und die erste Folge der siebten Staffel zweimal angeschaut. Schaust du auch TWD? Absoluter Hammer! Und leider habe ich auch hier niemanden, mit dem ich mich darüber austauschen kann. So langsam komme ich mir wie der absolute Nerd vor.

    Dann habe ich mir noch X-Men – Apocalypse angesehen. Als Fan der Marvel-Reihe war es klar, dass ich mir den Film trotz der schlechten Kritiken ansehe und ja, es war ein wenig Zeitverschwendung. Bis auf Kurt Wagner haben mich die X-Men nur gelangweilt.

    Doctor Strange will ich unbedingt sehen, muss aber wahrscheinlich alleine ins Kino, da ich niemand kenne, der mitgehen will. Manche kennen Doctor Strange gar nicht. Waaaas? Geht gar nicht.

    Auf meiner To-Watch-Liste für November stehen außerdem:
    – Scandal, Staffel 2
    – Joy – alles, außer gewöhnlich
    – The Huntsman and the Ice Queen (auch ich mag die Darstellerinnen)
    – Jessica Jones – du schwärmst davon, also schaue ich mal rein :-)
    – Hail Cesar

    Hast du schon in „Luke Cage“ reingeschaut? Bin auf deine Meinung dazu gespannt. Ich kenn’s noch nicht.

    Liebe Grüße
    Issi

    1. Hallo Issi,
      das überrascht mich jetzt total, dass ich da gleich einen Kommentar für diesen Wim Wenders Film bekomme – ich dachte den kennt NIEMAND :D
      cool. Auf die Sci-Fi Filme (auch auf den von Wim Wenders) bin ich durch die Ausstellung „Things to come“ in Berlin (Filmmuseum) gekommen. Da wurden die Filme erwähnt und auch Objekte daraus gezeigt und ich arbeite sozusagen die Liste ab. Ein paar fehlen aber noch :D Ich liiiiebe das Sci-Fi Genre.

      Allein ins Kino is wirklich eines der tollsten Sachen, die man alleine machen kann. Anfangs ist das ein bisschen ungewohnt, vor allem abends, aber ich geh immer in die Nachmittagsvorstellungen und da isses völlig normal, dass da Leute allein drin sitzen. Mit denen kommt man auch manchmal ins Gespräch, das bringt voll Spaß :)

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