Gesehen: Jane Eyre

So, wieder da!
Die Blogpause hat gut getan und ich habe viele Gedankenstürme gestrickt. Zwischendurch war ich auch im Kino und hab mir endlich Jane Eyre angesehen!

Worum gehts? Die Waisin Jane Eyre lebt mehr schlecht als recht bei der Familie ihres verstorbenen Onkels. Von einer behüteten Kindheit ist keine Rede: Sie wird von ihrem Cousin gequält und geschlagen, von ihrer Tante gemobbt und selbst die Dienstboten haben keine hohe Meinung von ihr. Sie wird in das Mädcheninternat Lowood geschickt, wo die Entbehrungen durch strenge Erziehung und kargen Mahlzeiten weitergehen. Als 18-jährige Lehrerin verlässt sie die Schule und tritt eine Stelle als Gouvernante in Thornfield Hall an. Das ruhige Leben wird durcheinander gewirbelt, als der jähzornige und undurchsichtige Hausherr Edward Rochester von seinen Geschäftsreisen zurückkommt und sich in die mittellose Jane Eyre verliebt und ihr sogar einen Heiratsantrag macht. Das Glück scheint perfekt, doch Mr. Rochester hat ein Geheimnis…

Worum gehts wirklich? Freiheit, Unabhängigkeit und Selbstbestimmung (…der Frau im viktorianischen Zeitalter)

Fazit: Es gibt gelungene und nicht gelungene Literaturverfilmungen. Gelungene Literaturverfilmungen müssen nicht allzusehr an der Vorlage kleben, aber sollten doch so gestrickt sein, dass man alles drin hat, was die Geschichte ausmacht. Dies ist hier leider nicht der Fall – ich fand’s schrecklich, und das obwohl der Trailer so vielversprechend war. Der Film setzt ein, als Jane Eyre Thornfield Hall verlässt und man sieht erst durch visionhafte Rückblicke, wie es dazu kam. Irgendwie wirkte der Film so „mal eben schnell was zusammenstückeln, hauptsache er wird rechtzeitig fertig“ und das ist leider sehr enttäuschend, weil sich dadurch die Charaktere nicht richtig entfalten können. Und dann wurde auch noch versucht, diese Bruchstücke mit einer schier endlosen Heulerei zu verbinden, die einfach nur nervig ist. Allerdings kann man über die Schauspieler nicht meckern, die machen wenigstens ihre Sache ganz gut. Lieber auf die DVD warten. Oder sich gleich diese Verfilmung hier ansehen.

http://janeeyre.de/

Ein Gedanke zu “Gesehen: Jane Eyre

  1. Kaum aus der Pause zurück direkt wieder firscher Content ;)
    Hmmm ja bei den Verfilmungen von Büchern ist allgemein ein Trend zu erkennen, der ein gewisses Hinklatschen und schnell fertig werden seitens der Produzenten bemerken lässt. Finde ich selbst sehr schade, da so viele potentielle gute Filme verhunzt werden :(

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