Gesehen: Naokos Lächeln

Eine Murakami-Verfilmung!!!! Wurde ja endlich auch mal Zeit!

Worum gehts?
Die drei Freunde Naoko, Toru und Kizuki sind unzertrennlich, bis sich Kizuki umbringt und das Leben von Naoko und Toru für immer aus dem Gleichgewicht bringt. Im Tokyo der 60er Jahre treffen Naoko und Toru wieder zufällig aufeinander und die alte Seelenverwandtschaft entwickelt sich zu einer zarten, zerbrechlichen Liebesbeziehung. Da die labile Naoko den Tod von Kizuki nicht verarbeiten kann, schicken ihre Eltern sie in ein Sanatorium in die Berge. Toru besucht sie in den Sommerferien, weiß aber oftmals nicht, wie er mit Naoko umgehen soll. Nach den Sommerferien lernt Toru an der Uni die lebenslustige und selbstbewusste Midori kennen, die das genaue Gegenteil von Naoko verkörpert. Toru verfängt sich immer mehr in einer Dreiecksbeziehung, da er sich nicht für eines der beiden Mädchen entscheiden kann…

Fazit: hm…schwierig. Für Murakami-Fans natürlich ein absolutes Muss, alle anderen werden sich vermutlich hinterher fragen: „Hä, was soll das jetzt bedeuten?“ (so ging es zumindest Herrn DingDong, der noch nie was von Murakami gelesen hat…)
Es ist unglaublich schön erzählt, visuell sehr schön anzusehen und auch ein perfekter Film um alleine ins Kino zu gehen. Ich habe überhaupt noch nie so einen totenstillen Kinosaal erlebt! Vermutlich ging es den anderen Kinogängern genau wie mir: Man hängt so sehr in der Geschichte drin, dass man sich kaum zu atmen traut. Der Regisseur Tran Anh Hung hat Unglaubliches geleistet, um dieses ganze Leid, den Verlust und die Sexualität einzufangen. Es ist kein Film, wo man beschwingt und belustigt rausgeht, allerdings war mir auch nicht zum Heulen zumute. Zwischendurch musste ich sogar grinsen, weil ich diese „Murakami-Stimmung“ der Bücher im Film entdecken konnte. Oh und der Soundtrack ist auch klasse!

Offizielle Website zum Film: Naokos Lächeln

Und hier der Trailer:

2 Gedanken zu “Gesehen: Naokos Lächeln

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