Gesehen: Pina 3D

„Tanzt, tanzt sonst sind wir verloren“ – so der lautet Untertitel. Und wenn man den Tänzern dabei zusieht, wie sie ihre Arbeit machen, glaubt man wirklich es geht um ALLES. In seidenen Trikotagen wird gelitten, getanzt, geschwitzt, sich in Erde gewälzt, mit Wasser bespritzt, mit Hippos geknutscht; es werden Kissen zertrampelt, Bäume getragen, die Jahreszeiten dargestellt, sich an den Haaren gezogen und Lippenstift verschmiert.
Das ist traurig. Schön. Fröhlich. Dramatisch. Beängstigend. Langsam, schnell und immer voller Leidenschaft. Sie tanzen alle für Pina und mit Hilfe von 3D ist man nicht nur Zuschauer sondern auch gleichzeitig Darsteller.

Leider wird man durch den Trailer etwas in die Irre geführt, denn die Tänzer geben in kurzen Sequenzen immer einige Statements zu Pina Bausch ab. Es werden auch Filmaufnahmen von den Proben gezeigt, was den Film zu einem Dokumentarfilm macht. Das war mir vorher nicht klar, tat dem Filmvergnügen aber keinen Abbruch.

PINA – Ein Film für Pina Bausch
Pina Bausch – Wikipedia Artikel

Fazit: Unbedingt anschauen! Das, meine Lieben, ist kein Film, sondern eine Erfahrung. Wer allerdings einen reinen Tanzfilm erwartet, wird enttäuscht, es ist doch eher ein Dokumentarfilm, in dem sehr viel getanzt wird. Für Tanztheater im 3D-Kino muss man so oder so offen sein. Sieh ihn dir unbedingt an, wenn du noch nie Tanztheater geguckt hast oder du mal etwas völlig Anderes tun/erleben willst. Nach dem Film möchtest du auch nur noch Seidenkleider tragen und mit Stühlen werfen ;)

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