Gesehen: The Artist

Von diesem Film wusste ich eigentlich nur, dass er gut sein soll und ich kannte das schicke Plakat. Und weil ich an einem Mittwochnachmittag nichts zu tun hatte, ging ich alleine ins Kino.
Worum gehts? 1927, George Valentin ist erfolgreicher und umjubelter Stummfilmschauspieler bei den Kinograph Studios. Nach seiner letzten Premiere stolpert er mit einem weiblichen Fan namens Peppy Miller zusammen, die ihn spontan auf die Wange küsst – und schafft es so auf die Titelseite ins Tagesblatt. Beflügelt von der plötzlichen Aufmerksamkeit versucht nun auch Peppy ihr Glück bei den Kinograph Studios und bewirbt sich als Statistin. Sie bekommt den Job, weil sich George Valentin für sie einsetzt. Eines Tages stiehlt sie sich in die Garderobe von George Valentin, und schreibt ein „Thank you“ auf den Spiegel. Von Valentin überrascht, gibt er ihr den Rat, sie brauche etwas Besonderes um ein Star zu werden und malt ihr einen falschen Schönheitsfleck auf die Wange. In den folgenden Jahren spielt sich Peppy von kleinen Nebenrollen hoch in den Olymp des Showbusiness und sie wird ein gefeierter Star.
1929: Regisseur Al Zimmer (John Goodman!) will fortan nur noch Tonfilme machen, was zum Bruch mit George Valentin führt, da dieser glaubt, nur Stummfilme seien richtige Filme. Dieser produziert nun seinen eigenen Film „Tears of Love“ der ein furchtbarer Flop wird. Er steckt sein Vermögen in den Film, den Rest verliert er bei der Wirtschaftskrise. Von seiner Frau verlassen, muss er seine Villa aufgeben, seinen treuen Chauffeur feuern und sein gesamtes Hab und Gut versteigern lassen. Betrunken zündet er seine Wohnung an, kann aber noch rechtzeitig gerettet werden. Und dann wird plötzlich alles anders, aber nicht unbedingt besser, weil ihm immer wieder sein Stolz dazwischen kommt…
Worum gehts wirklich? Um Stolz, Scheitern, Verlust, der Offenheit für Neues und die Macht von Liebe und Freundschaft.
Fazit: sehr gelungener Film, super Schauspieler (ich war sooo hingerissen von Berenice Bejo!), tolle Musik. Lässt jedes Stummfilmliebhaberherz höher schlagen. Definitiv sehenswert. Allerdings kann ich mir auch vorstellen, dass Leute, die keine Erfahrung mit Stummfilmen haben zwischendurch einschlafen werden…;)

Hier der Trailer:

Die offizielle Seite zum Film

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Ein Gedanke zu “Gesehen: The Artist

  1. Bester Stummfilm 2012 ;) Habe „The Artist“ zusammen mit meiner Freundin gesehen und fand ihn ebenfalls großartig.

    Die Filmmusik, die Ausstattung und die Schauspieler (die mit ihrer Mimik und Gestik vergessen machen, dass man gerade einen Stummfilm sieht) sind vom Feinsten. Dass der Plot etwas hervorsehbar ist, störte mich deswegen kaum.

    Möglichst noch im Kino anschauen, denn auf DVD oder im Fernsehen dürfte er an Reiz verlieren.

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