Gute Selbstorganisation – mein Werkzeug

Heute erzähl ich hübsch bebildert etwas über meine Werkzeuge. Im Handy, im E-mailpostfach, im Briefkasten, bei Twitter und Co., bei Gesprächen und im Gehirn staut sich erstmal der ganze Informationsfluss. Mit diesen Infos muss man irgendwas machen, weshalb man zwischendurch immer sein Hirn ausleeren sollte…

Es reichen ein paar Dinge: Notizbuch (für To Do Listen und Ideen), Kalender (für Geburtstage und Termine), Stift (um das Ganze aufzuschreiben. Und du brauchst die Attitüde: So einfach wie möglich und so wenig Systeme wie möglich. Merksatz: Je mehr Systeme, desto komplexer und unübersichtlicher wird das Ganze! Man braucht einfach mehr Zeit, die Systeme miteinander abzugleichen. Auch wenn man es automatisch abgleichen lässt, muss man sich immer daran erinnern, was man wann abgeglichen hat (lassen).

Wenn du zu den Leuten gehörst, die das alles digital nutzen, herzlichen Glückwunsch! Es schont Ressourcen, ist leicht zu handhaben, man kann automatisch synchronisieren und wenn man das ganze Gedöns im Handy oder im Laptop hat, hat man es auch immer automatisch dabei.
Ich kann damit leider nicht umgehen, weil es mir zu lahm ist und ich zu faul bin, mir Programme anzueignen bzw. zu benutzen. Und ja, ich liiiiiebe Papier! Letztlich ist es vermutlich nur eine Gewohnheitssache. Probiers einfach aus was für dich passt!

Mein Lieblingsding ist mein türkisfarbener Filofax Finchley in der Pocket-Größe (= ca. A6).
Ich habe ihn damals für 9 Euro bei einer Aktion erstanden und bin sehr zufrieden damit. Die handliche Größe ist perfekt für unterwegs.
Darin ist mein Kalender (eine Woche auf zwei Seiten und eine Jahresübersicht), ein paar Notizzettel, eine Liste mit Literatur, die ich unbedingt mal lesen will, die wichtigsten Adressen für eine Postkarte zwischendurch sowie Briefmarken und es ist Platz für meine Ausgaben. Dank der Stiftschlaufe ist auch immer ein Kugelschreiber zur Hand. Auf den Notizzetteln notiere ich alles mögliche, von spontanen Einfällen bis zur To-Do-Liste. (vgl. Gewohnheit 1: Sammeln, ZtD)
Wenn ein Monat um ist, schmeisse ich die Zettel weg. Ich archiviere nix, das Zeug kommt in den Müll. Bisher ist die Erfahrung: Ich brauche exakt gar nix wieder. So bleibt das gute Stück immer schön schlank und leicht. Ich habe schon viele Kalenderformate ausprobiert, aber der Filo ist bis jetzt das Bequemste.

Übrigens, wie ich meine Notizen übersichtlich halte, habe ich in diesem Beitrag schon mal erläutert.

Zuhause habe ich noch einen iCal-Monatsaudruck und einen Wochenkalender, die ich je nach Laune pflege. Eigentlich sind das beide eher Unfälle, da ich die Monatsausdrucke für etwas anderes benutzen wollte, aber sich dieses Vorhaben dann zerschlagen hat und ich aus Spaß damit angefangen habe, das Blatt vollzukritzeln. Plötzlich war es so schön bunt und übersichtlich :D. Den Wochenkalender gabs vom Arbeitgeber, allerdings habe ich im Büro keine Verwendung dafür und nutze ihn erstmal daheim. Mal sehen, wie das so weitergeht. Vielleicht werfe ich auch beides weg…

Zu meinen Werkzeugen gehört auch mein Haushaltsordner, der eine Sammelstelle für alles ist, was man schnell zur Hand haben muss oder keinen richtigen Platz hat. Ich habe ihn in diesem Beitrag bereits vorgestellt.

Wer jetzt Zauberstäbe, tolle Apps und das perfekte System erwartet hat – sorry. :D

Und du? Kalender aus Papier oder im Phone?

Morgen versuche ich mal zu erläutern, wie das ganze mit Zen to Done zusammenpasst.

8 Gedanken zu “Gute Selbstorganisation – mein Werkzeug

  1. Haha! Ich hab auch einfach nur nen kleinen Taschenkalender. Da steht so viel drin … manchmal Rezepte oder kleine Notizen, Wunschlisten, to do Listen … einfach alles… Adressen für Päckchen die noch zur Psot wollen.
    Ich bin auch kein Technikmensch. Vorallem, was ist wenn die Technik versagt und der Akku alle ist… Dann steht man aufm Schlauch.

  2. Hallo Frau Dingdong, aka mein leuchtendes Vorbild beim Thema Minimalismus. Ich habe deinen Post aufmerksam gelesen, aber in diesem einen Fall bin ich ganz anders unterwegs als du. Ich verlasse mich auf: das Thunderbird Mailprogramm und den dazu passenden Kalender, mein Gehirn und Zettel&Stift in der Küche.
    Ich trage alle Termine in meinen Kalender ein, synchronisiere aber nix mit meinem Handy oder so. Allerdings mit dem Kalender meines Mannes, wir schicken uns gegenseitig Termineinladungen ;-)
    Auf Zettel schreibe ich jeden Tag mit Stift eine tägliche To Do Liste. Einkaufskrams, Besorgungen. Und mein Gehirn habe ich ja zum Glück immer dabei. Wenn ich einen Blick in deinen Filo werfe, merke ich, das mir das schon viel zu viel, viel zu wuselig und anstrengend ist. Ich mag es lieber klar und deutlich. Danke für die Inspiration, da noch einmal genauer hinzuschauen, was ich brauche und was ich an meiner Organisation mag. Grüße von Fruchtschnitte

    1. haha, ja, der Filo mag wirklich wuselig erscheinen, aber tatsächlich ist da richtig Struktur drin, weil den Notizen gleiche eine Funktion zu ordne. Vermutlich ist das ein Überbleibsel aus meiner Vergangenheit als Chaot :D

  3. Hallo, Frau DingDong, ja, so ähnlich handhabe ich das auch. Ich habe allerdings einen etwas größeren Filo, also eigentlich ein Kalender von conserve in Indien.
    Geburtstage habe ich auf einem Kalender im Klo – etwas peinlich, ich weiß, aber wenigstens schaue ich da ein paar mal pro Tag hin.
    Mein Filo hat auch eine Jahresübersicht, die ich ganz praktisch finde.
    Dann gibt es für mich und meine Tochter noch eine Wochenübersicht, die ich von Hand jeden Sonntag schreibe, und in die die ganzen Termine, auch die meiner Tochter eingetragen werden. Dieser Kalender ist sozusagen „öffentlich“.
    Gruß
    Kirsten

  4. Ich benutze iCal und fahre damit sehr gut, weil ich während des Semesters eh dauernd vor dem Notebook sitze (traurig eigentlich…) und das auch immer an der FH dabei habe. Die Termine der FH werden automatisch aktualisiert und alles drumherum trage ich von Hand ein. Für Listen verwende ich Wunderlist und Wunderkit. Meinen Moleskine-Kalender für 2012 benutze ich leider kaum noch. Nächstes Jahr werde ich mir keinen kaufen.

  5. Hallo, danke für den Artikel! Ich finde es spannend zu erfahren, wie sich andere Leute organisieren und dabei Wege finden, alles gut unter einen Hut zu bringen.

    Ich persönlich nutze einen kleinen Taschenkalender von rororo, in den Termine und Geburtstage stehen und ich habe immer ein Notizbüchlein dabei, in das alle Gedanken, Erlebnisse, Sachen, die ich mir anschauen will usw. reinkommen. Tägliche to-do-Listen für meine Freizeit mache ich nicht, damit schlage ich mich schon auf Arbeit rum.
    Für die Arbeit habe ich einen Wochenkalender, wie den, den Du von Deinem Arbeitgeber bekommen hast. Ich finde den sehr praktisch für die Wochenorganisation (für die drei bis vier großen Aufgaben der Woche und die Termine).
    Allerdings kollidieren manchmal meine beruflichen und privaten Termine, weil ich für beides jeweils einen eigenen Kalender pflege. Anfang des Jahres hatte ich die privaten Termine stets in den beruflichen Kalender eingetragen, dadurch war die Organisation „runder“ und einfacher und ich habe nichts vergessen. Aber lang habe ich das nicht durchgehalten. Leider kann ich mich nicht mit dem Gedanken anfreunden, alles in einen Kalender einzutragen. Wie handhabst Du das, alles in Deinen Filofax?

    Liebe Grüße,
    Claudia

    1. noch führe ich auch zwei Kalender und ich denke, dabei bleibt es auch. Ich muss aber auch nicht viel Berufliches bei meiner privaten Planung bedenken, deshalb geht das noch. Mmh mal sehen, wie lange das noch so bleibt :D

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