Hallo, 2019!

Herzlich Willkommen im neuen Jahr!

Mein Silvesterabend war megaruhig. So richtig rentnermäßig. Ich habe eine Limo getrunken und Sims 4 gespielt, wurde in dem Spiel zur Seniorin, habe um Mitternacht ein paar „Frohes Neues“ gifs herumgeschickt und bin um 2 Uhr morgens ins Bett gestolpert. (Das fasst eigentlich mein komplettes 2018 zusammen LOL)

Nach dem Aufstehen habe ich Mails gecheckt und hatte daraufhin eine Idee. Deshalb habe ich diese Idee sofort an den Menschen, der sie gebrauchen kann, geschickt. Und eigentlich sollte so immer jedes neue Jahr beginnen, oder?

Meine Idee für das neue Jahr heißt „Spielen“. Das Motto fiel mir vor die Füße und es war plötzlich völlig glasklar, dass es „spielen“ sein musste. Ich war ja auf der PLAY! mit einer Kollegin und sie sah diese Fortbildung als Belohnung. Ich dachte „wow, ja spielen als Belohnung warum nicht“ und wenn man halt dann den ganzen Tag Videospiele spielt und das dann auch noch voll Spaß macht und man merkt, dass man das ganze Jahr über kaum Spaß hatte, kommt man ins Grübeln. Die Welt ist ernst geworden, als Erwachsener muss man sich oft mit langweiligen Zeug beschäftigen und naja…der Alltag, die Arbeit und das Internet können auch ganz schön langweilen… Durch die Auseinandersetzung mit den Videospielen an dem Tag, hatte ich Lust, mich in das Thema einzulesen. Und dann war dieses „Gamify your Life“ von Jane McGonigal auch noch so toll und bereichernd für mich, dass ich das Gamification-Prinzip jetzt auf 2019 wie eine dicke Schicht Marmelade aufstreichen will.
Also…was bedeutet Spielen für mich konkret? Es geht mir nicht darum, das ganze Jahr mit Videospiele durchzusuchten und eine Realitätsflucht zu erschaffen. Es geht mir in erster Linie um Spaß haben, ausprobieren, experimentieren, mich leicht und voller Kraft und Freude zu fühlen und auch mal zum guten Verlierer zu werden, wenn es sein muss. Und zwar im Alltag, auf der Arbeit, in Beziehungen. Warum quälen wir uns Menschen ständig so? Und: Muss das sein? Warum nicht einfach Spaß dabei haben, sein Leben zu leben, in voller Freude und mit Begeisterung?

Konkret sieht das für mich so aus:

  • die superbetter App weiter nutzen
  • Resilienz trainieren und mich mit dem Thema weiter beschäftigen
  • ja klar, Videospiele spielen :D
  • aber auch Brettspiele probieren
  • alle meine noch ungelesenen Comics lesen
  • so oft wie möglich was Neues ausprobieren

Diese anderen Sachen wie gesund essen, abnehmen, fit werden usw. stehen auch irgendwo zwischen den Zeilen auf der Liste, aber nicht verkrampft sondern eben gamifiziert. Ich will dieses Jahr mein Zielgewicht erreichen und meine Schwimmtechnik verbessern, aber mein Hauptaugenmerk liegt in erster Linie darauf, dass ich superbesser darin werde, meine eigene, fröhliche, kraftvolle Version meiner Selbst zu sein.

Oh und übrigens…ich habe auch ein paar Challengens und Ideen für den Blog (Stichwort Bloggen 4.0, du erinnerst dich?)!

Also, spielst du mit?



13 Gedanken zu “Hallo, 2019!

  1. Hallöchen,

    ein sehr tolles Jahresmotto hast du dir dieses Jahr herausgesucht. Gamification ist einfach eine tolle Sache und hat seinen besonderen Reiz. Mein Jahresmotto ist Produktivität. Ich möchte einfach dieses Jahr nicht so viel Zeit mit unwichtigen verschwenden, sondern das Jahr gut nutzen.

    Viele Grüße
    Abigail

  2. Hallo!

    Nachdem du letztens das Gamification-Buch empfohlen hast, habe ich auch viel darüber nachgedacht, ob das nicht ein Ansatz sein könnte, mit dem ich mein Leben etwas besser gestalten könnte. Also: ja, ich spiele definitiv mit! Meine Ziele sind: Sportabzeichen machen und entspannter werden (im Sinne von: nicht immer so streng mit mir sein).

    Das Buch muss ich zwar noch lesen, aber die App probiere ich auch schon fleißig aus.

    Danke jedenfalls für den Input. :)

    Alles Liebe und einen guten Start ins neue Jahr!
    Nathalie

  3. Liebe Frau DingDong,

    mir gefällt dein Jahresmotto sehr. Tatsächlich fühle ich mich manchmal etwas verbissen (oder festgebissen?) im Alltag, und da trifft einen so ein Motto doch glatt wie ein Dampfhammer (gut so!).
    Also auf die Plätze, fertig, Spiel – ich freue mich schon auf deine Berichte und darauf, Gamify your life zu lesen.
    Übrigens… wenn das Thema Resilienz für dich interessant ist, kann ich dir das Buch „Die Bambus-Strategie“ von Katharina Maehrlein empfehlen.

    Neujährliche Grüße und happy 2019 für dich!

    1. ja, verbissen trifft es voll gut find ich! also gleich mal die Kiefermuskulatur lockern, alles abschütteln und sich fürs spielen aufwärmen :D

      Deinen Buchtipp habe ich mir notiert, vielen lieben Dank!!

  4. Cooles Motto! Ist bei mir irgendwie jedes Jahr haha!

    Also ich versteh unter Spielen eine gewisse Leichtigkeit. Dinge zu machen, einfach weil sie Spaß machen. Die kleinen, vermeintlich trivialen Dinge sehen und gut finden. Neugierig bleiben. Sachen einfach auszuprobieren, egal was das Ergebnis sein könnte (also eigentlich ohne bestimmtes Ziel). Die Welt und sich selbst nicht so ernst nehmen. „Kindisch“ sein und das mit Freude.

    Für mich ist Spielen ein spielerischer Umgang mit sich selbst und der Welt. Es ist ein mindset. Vielleicht auch eine Frage von Charakter/Persönlichkeit. Meine Persönlichkeit ist verspielt. Ich denk daher nicht großartig drüber nach, das ist einfach normal bei mir. Aber das Spielen ist für mich auch ein Weg, eigentlich langweilige Dinge ok finden zu können. Komm, wir spielen jetzt Steuererklärung xD

    Was ich nicht drunter versteh ist Gamification im Sinne von in Leveln denken. Ich versteh schon den Reiz, aber das ist nicht soo meins. Ich denk mir ja auch beim PC-Spielen immer, ich will mich entspannen. Ich will einfach Spaß an der Sache haben auch wenn ich halt dann auf der leichtesten Stufe spiel. Ich muss niemandem was beweisen und ich muss nicht immer besser besser besser werden. Gamification meint das zwar nicht unbedingt, (Ich hab den TED Talk gesehn) aber es ist oft so dass es nur versteckter Leistungsdruck ist. Dass der Leistungsdruck der Arbeitswelt dann schon in die Freizeit reinkommt.

    Ich freu mich sehr auf dein Mottojahr und wie sich dein Blog dabei entwickeln wird!

    1. ja genau!!! Leichtigkeit ist das was ich will. Man spielt aus Spaß, löst seine Rätsel, besteht seine Abenteuer, schwitzt, is genervt, schafft es trotzdem. So soll mein Leben in diesem Jahr werden.

      Das mit dem Gamification wird glaub ich oft falsch verstanden. Und falsch in dieser amerikanischen-Entrepreneuer-machste-was-biste-was-Attitüde. Bei dieser superbetter App denkt man sich ja selbst aus, wie das Spiel sein soll und wenn man versagt, wayne? kann man ja gar nich, weil es das Leben ist. Es sagt mir in der App auch keiner, ob Level 15 jetzt kurz vor Ziel is oder erst bei Level 20436. Das is mir aber auch egal.
      Letztlich is die App nur eine spaßigere Version eines Habit Trackers.
      Natürlich kann ich auch so meine Schritte zählen, aber wenn mir dann eine App sagt, dass ich mich bei 10.000 Schritten in einen T-Rex verwandel, macht das für mich die Sache gleich bunter und witziger :D (einmal sein eigenes Tamagotchi sein um Selfcare zu üben – das wärs doch!!) Naja und wenn ich mir vorstellen kann, dass ich eben ein T-Rex bin, der durch den Wald schleicht, brauch ich nich mal meine Schritte tracken, weil ich ja 1. raus geh 2. Spaß habe – und das ist in jeglicher Hinsicht schon ein Gewinn

      1. Ok, da wart ich jetzt einfach, was von dir alles noch zum Thema Gamification kommt!

        Spielen ist für mich aber sowieso in erster Linie „Sinnloses um seiner selbst Willen“.
        Wenn ich Pizzateig knete, dann spiel ich mit dem Teig immer, probier aus wie lang ich ihn ziehen kann. Meistens gibts ja glutenfreien Teig, den kann man nicht ziehen, aber wenn ich ihn mitm nassen Esslöffel glatt mach, dann klopf ich immer Muster rein. Dubidubidu
        Oder wenn ich aufn Zug warte, steh ich nicht einfach so da wie die anderen, sondern ich geh auf und ab und pass auf, dass ich auf keine Striche steig, weil sonst kommt die Lava. Ich balanciere auch ständig auf erhöhten Gehsteigkanten. Ich kann nicht anders. Es fällt mir ja alles auch gar nicht auf, dass ichs mach, bis mein Freund plötzlich herzlich drüber lacht.
        Ich spiel ja selber dieses StarTrek Online nicht, aber wie mein Freund das unbeobachtet offen gelassen hat, hab ich mal ausprobiert was man da machen kann. Das Mantschkerl kann Purzelbäume! Also eine Purzelbaumchallenge gemacht und gleich mal sofort gestorben, da war ich noch gar nicht um den Felsen rundherum. Ich hab einen sehr gutmütigen Freund.

        Es ist alles komplett sinnlos. Außer dass es Spaß macht.

        Ich will auch ein T-Rex sein und durch den Wald schleichen!!! Aber ein vegetarischer :D

        Also wie gesagt, bei dem Motto bin ich sowieso dabei! Vielleicht wirds ja sogar 2019 schlimmer als je zuvor mit mir! xD

    1. ich sags ganz ehrlich: Die Usability der App is wirklich nich so toll gelungen. Es gibt auch Probleme beim Einladen von Verbündeten vermutlich dauert das alles…das Ding is halt auch schon von 2011 und wird – glaub ich – nich mehr sooo gut gepflegt. Aber die Website ist gut nutzbar, find ich.

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