Haushaltsführung, minimalistisch

Wenn man lernt, sich selbst zu organisieren, fängt man meistens beim Haushalt an.
Und wenn man sich dann auch noch mit Minimalismus beschäftigt, kommt man irgendwann zu dem Punkt, wo man beides verbinden will.
Als Minimalist guckt man sich alle Bereiche an und fängt an zu optimieren.
Wann ist eine Tätigkeit so minimalistisch wie möglich? Oder anders gefragt: Mit wie wenig Aufwand kann ich das Maximum rausholen?


Im Alltagsleben und vor allem im Haushalt gibt es einen minimalistischen Trick: Routinen.

Wenn etwas zur Routine geworden ist, müssen wir nicht mehr nachdenken, es geht uns leicht von der Hand und „erledigt sich wie von selbst“ mit dem Ziel, dass man dann mehr von seiner wohlverdienten Freizeit hat.
Als bequemer Mensch kommt mir das sehr gelegen, deshalb versuche ich täglich und wöchentlich anfallende Arbeiten zu routinieren. Gelingt mir leider nicht so oft, weil mir immer tausend Dinge im Kopf rumschwirren, die viel spaßiger sind als abspülen, aber mei…irgendwann will man halt auch nicht mehr, dass es so aussieht wie in einer 4er-WG, obwohl man alleine oder zu zweit wohnt :D

Was habe ich gemacht?
-Stift und Papier zur Hand genommen und alle Tätigkeiten notiert, die in meinem Haushalt anfallen. Also von Abspülen über Müll rausbringen bis hin zu Staubsaugen alles aufschreiben.
– diese Tätigkeiten habe ich mit meinem Terminplan und mit meinen Gewohnheiten abgeglichen. Dienstagabend zum Sport? Freitagabend gemütlich lesend auf dem Sofa rumlungern – alles gecheckt!
– nun habe ich die anfallenden Tätigkeiten je nach Aufwand auf 7 Tage aufgeteilt, so dass ich jeden Tag auf max. 30 Minuten putzen/waschen/anderelangweiligeTätigkeitdiegemachtwerdenmussweilsonstallesstinkt

So ist meine Haushaltsführung organisisert und ich muss mich nicht jeden Samstag abkämpfen und alles abspülen und waschen, weil nichts mehr sauber ist.

Allerdings sind Routinen schwer anzutrainieren. Bis irgendwas sitzt, vergehen bestimmt 6 Wochen. Und wenn dann mal wieder was dazwischen kommt (*räusper*) dann bleibt man da auch nicht dran.

Deshalb eine noch minimalistischere Variante davon! Da ich nun weiß, was alles getan werden sollte, damit es eine regelmäßige Sauberkeit in der Wohnung hat, habe ich mir überlegt, wie das zu bewerkstelligen ist und mir ein Minimalprogramm ausgedacht.
Bei mir sieht das so aus:

  • Abspülen
  • Oberflächen sauber wischen und aufräumen
  • Bett machen
  • Klamotten wegräumen
  • herumfliegende Unterlagen ablegen oder wegwerfen
  • Flur aufräumen

Wenn ich diese Dinge jeden Tag tue (tun würde :D), dauern diese Tätigkeiten maximal 15 bis 20 Minuten. Dieses Minimalprogramm ist hervorragend geeignet, wenn ein anderes Familienmitglied den normalen Haushaltsplan sabotiert und schon am Mittwoch feudelt anstatt freitags :D Oder eben wenn man keine Lust auf das „große Programm“ hat. Natürlich passt mein Minimalprogramm nicht zu jedem Haushalt, gibt aber schon mal eine grobe Idee, wie es anders sein könnte.

Wie organisiserst du dich? Mich würde interessieren, welche Haushaltstätigkeiten du ständig zu erledigen hast, wie sich die Arbeit mit anderen Famlienmitglieder aufteilt und wie man diese Tätigkeiten minimalistisch gestalten kann!? Macht das überhaupt Sinn, was ich tue? Gibt es Verbesserungsvorschläge!? ich würde gerne dazu lernen, also nur Mut! :D

4 Gedanken zu “Haushaltsführung, minimalistisch

  1. Jau.

    Minimalprogramm = super. Machen wir auch so.

    allerdings: bei uns gibt es zwei erwachsene UND zwei ZWERGE. und rate mal, werd was unordnung angeht nun den größener chaosfaktor mit einbringt? kleiner tip: nicht die, die den plan aufstellen und ihn lesen können :-)

    scherz beiseite. super programm. kenne ich aus privatleben und job: klappt in beiden zonen gleich gut :-)

    grüße nach hh

    1. haha :D
      ja, die Chaoszwerge…hui..die machen das Leben bunt! :D
      Bei Kindern muss man halt tricksen. Bunte Bildchen und Aufräumen und Entrümpeln zum Spiel erklären. Sagen zumindest die Ratgeber, die ich gelesen habe :D

      (oh und von den Kindergärtnerinnen kann man sich auch sehr viel abschauen)

  2. Ich mag nicht auch noch die Hausarbeit per To do-Liste planen. Ehrlich gesagt möchte ich weg von den Listen. Hier hab ich Glück mit meinen 2 männlichen WG-Mitbewohnern. Wir alle drei räumen direkt hinter uns Küche und Bad auf. Klar ist es nicht immer wie geleckt, aber man kann eigentlich immer Gäste reinlassen, und wir versinken nicht im Müll.

    Also mir helfen die folgenden Methoden:

    „Keine Arbeit um der Arbeit selbst willen“: Also warum bei der Chorfahrt mit dem Frühstücksteller, auf dem nur trockene Krümel sind, 2 Stockwerke höher zum Abwaschen in die Küche stapfen, wenn direkt hinter meinem Stuhl ein Waschbecken, sogar mit warmem Wasser, ist?

    „Immer-1-Trum-“ bzw. „Keine Leerfahrten-Methode“: Wenn man in einen anderen Raum geht, gleich was mitnehmen, was dorthin gehört.

    Und Leo Babautas „1 bowl“: Die Sachen, die man – beim Kochen z. B. – benutzt hat, gleich abwaschen und wegräumen, während man auf etwas anderes (dass das Wasser kocht …) wartet.

    Ui, das eignet sich ja sogar gleich für einen Blogbeitrag in meinem Blog :) Dankeschön für die Inspiration.

    Und mit der Zeit gehen diese Routinen in Fleisch und Blut über :) Sie machen sich auf jeden Fall bezahlt.

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