Hilfe, was soll ich lesen?

Als ich mich neulich wieder mal mit Leuten über Bücher unterhalten habe, dachte ich: ich bastel einen Blogpost daraus und beantworte damit auch gleich die Frage, die mir seit jeher am Häufigsten gestellt wird:

„Was soll ich lesen?“

Lustigerweise habe ich darauf fast nie ne Antwort. Geschmäcker sind verschieden, Lebenssituationen auch. Bücher findet man nur deshalb gut, wenn sie in der jeweiligen Situation zum aktuellen Gemütszustand passen. Finde ich. Es gibt auch Autoren, die passen immer.
Damit mir (und dir) also niemals der Lesestoff ausgeht, zeige ich mal wie ich mich da organisiere.

Meine Sammelstellen:

Haushaltsordner
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Merkliste im Online-Büchereikonto
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Leseliste im Filofax
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Und wie komme ich nun dazu, diverse Papierchen mit meinen Ideen zu füllen?

Im Filofax finden sich alle möglichen Einträge, die mir permanent unterkommen. Titel aus dem Buchladen, die sich interessant anhören; Buchempfehlungen von Freunden, Stichwörter, die mir unterwegs einfallen. Zeug, das mir gezwitschert wird.

Im Haushaltsordner habe ich vor Urzeiten mal einen Ausdruck der Merkliste angelegt, da es online immer etwas nervig war, die Liste durchzusehen. Dazu hefte ich manchmal Schnipsel aus Buchzeitschriften, Verlagsprospekten oder Zeitungen und Zeitschriften ab.
Ich ergänze die Liste auch handschriftlich, wenn ich in einem gelesenen Buch die Literaturangaben durchsehe und ich mehr über ein Thema wissen will. Außerdem befindet sich darin auch eine Liste mit den Titeln meiner noch nicht gelesenen Büchern (*räusper*), die ich so schnell wie möglich abbauen will. Wenn ich etwas davon gelesen habe, markiere ich es.

Die Online-Merkliste wird dann gefüllt, wenn mir ein Thema einfällt und ich im Katalog meiner Bücherei wühle. Alles was mir unterkommt und potentiell passen könnte, kommt per Klick da rein. (Ich nutze die Schlagwort oder Stichwortsuche) Ganz praktisch: von überall abrufbar und immer gleich die Signatur und die Zweigstelle parat. (Achso, Tipps für den Büchereibesuch gibts übrigenshier)

Damit das System funktioniert, sehe ich alle Stellen halbjährlich durch und streiche das ab, was sich erledigt hat (entweder gelesen oder nicht mehr von Interesse).Es kann also auch passieren, dass da ein großer Batzen wegfliegt. Zu lesen gibts ja (leider? gottseidank?) genug!

Zack, das wars!

Und, wie kommst du auf deinen Lesestoff? Liest du nur aktuelle Bestseller, nutzt du Bücherblogs oder vertraust du auf die Empfehlungen deiner Freunde?

3 Gedanken zu “Hilfe, was soll ich lesen?

  1. Dein System gefällt mir ziemlich gut. Leider ist der OnlineService der Essener Stadtbibliothek ausbaufähig (umständliche Bedienung usw.), sodass ich die Seite nur für eine schnelle Suche nach bestimmten Büchern vor’m Ausleihen nutze.

    Bei mir ist das Sammeln von Buchvorschlägen ein riesiges Durcheinander. Manchmal nehme ich mir die Zeit und schreibe das Buch an die entsprechende Stelle im Filofax, meistens lege ich einfach ein Lesezeichen im Browser an (Verlagsseiten, Blogbeitrag oder oder oder). Und in anderen Fällen lege ich eine Notiz auf dem Rechner an, um für’s spätere Bloggen auch die Fundquelle angeben zu können.

    Vor einigen Monaten habe ich auch mal versucht, Goodreads zu nutzen, aber irgendwie war das zu umständlich, weil ich häufig nur die englisch sprachige Version eines Buches gefunden habe. Hast du Erfahrung mit solchen LeseNetzwerken?

  2. Ich habe drei „Orte“, um meine Leswünsche zu „notieren“:

    – online: Ich habe unter Lesezeichen einen Ordner “ Lesewünsche“, da wandert alles und sofort rein, was ich für merkenswert befinde
    – offline (1): Terminplaner – ich habe dort eine handschriftliche Leseliste, die ich insbesondere dann mal durchsehe, wenn ich in der Bibliothek bin und mir vor Ort nicht gerade etwas über den Weg läuft, was zur Stimmung passt
    – offline (2): ebenfalls Terminplaner, links die Wochenansicht, rechts Freitextfeld –> da wird alles notiert, was ich unterwegs sehe, lese etc.

    Ansonsten halte ich es neben den „festen Lesewünschen“ wie Du:
    „in der jeweiligen Situation zum aktuellen Gemütszustand“ passend.

    Viele Grüße.
    Anja

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