Kaufen für die Müllhalde

Dieses Video hat mir Bob im Kommentar zu „Fernsehen und Minimalismus“ hinterlassen und ich möchte es mit euch teilen. Nehmt euch eine Stunde und stellt Eimer und Pfefferminzbonbons bereit…
Es geht um das Verfallsdatum in (elektronischen) Geräten = Geplanter Verschleiß.
Ich dachte bisher immer, dass das einfach Einbildung wäre und habe es einfach mit „schlechte Qualität“ abgetan. Und dann sowas!

Weitere Infos:
Obsoleszenz auf Wikipedia
Nagelneuer Blog zum Thema mit Vorhaben einer E-Petition http://obsoleszenz.wordpress.com/

4 Gedanken zu “Kaufen für die Müllhalde

  1. Wow! Sehr gute Doku!

    Danke für´s Teilen!

    Interessant fand ich auch den essbaren Polsterstoff (sah auch sehr lecker aus ;-) ) , der eigentlich eine gute Mischung aus Umweltbewusstsein, Ressourcen sparen, einer gewissen Langlebigkeit (da Qualität) und einem sich lohnenden Gewinn für die Hersteller (und auch für den Angestellten = Jobsicherung ? ) darstellt.

    Aber nichtsdestotrotz finde ich es sehr schwierig eine dauerhafte Lösung für alle zu finden (Umwelt, Arbeiter und Angestellte usw., Langlebigkeit, Bezahlbarkeit usw.), denn wenn alle Firmen von der Obsoleszenzs Abstand nehmen würden glaube ich das es
    a) sehr schnell weniger Firmen (gut ich brauch´nicht so viele davon, aber die Wirtschaft)
    b) deutlich weniger Arbeitsplätze
    c) kaum mehr Menschen geben würde die sich das nötigste leisten könnten
    usw.

    Klar hätte das den Vorteil das wir weniger Müll produzieren würden und somit letztendlich unseren Planeten schützen würden = sehr erstrebenswert,allerdings glaube ich leider weniger das sich die Reichen und Mächtigen so schnell die Butter vom Brot nehmen lassen würden oder sich gegen die günstige Herstellungsmethode entscheiden würden.

    Mein Traum (und ich weiß das er furchtbar naiv und idealistisch ist) von einer schönen und sauberen Welt ohne Arbeitslosigkeit und Hunger wäre ja das jeder nach seinen Talenten Dinge erstellt oder Dienstleistungen anbietet und man damit untereinander tauschen könnte (na ja so ähnlich haben das wohl schon die Neandertaler betrieben ;-) und da würde ich auch langlebige Technik nicht ausschließen wollen im 21. Jahrhundert – seufz und weiter träum….

    Natürlich ist die Macht der Masse nicht zu unterschätzen, allerdings ihre Trägheit leider ebenso wenig (und bei diesem Prozess sind ja auch ganz viele kleine Schritte/Folgen mitzubedenken).

    Und ja ich bin ganz neidisch auf die 100jährige Glühbirne und hätte so gerne eine Nylonstrumpfhose die mich überleben würde ;-).

    Ich weiß nicht warum, aber zu dieser Doku fällt mir immer wieder eine Szene aus dem Originalfilm per Anhalter durch die Galaxis ein indem just 1 Minute bevor die Erde von Vogonen zerstört wird einer Erdenbewohnerin die rettende Idee zur Lösung aller Probleme auf Erden einfällt – nur leider zu spät.

    Auch stellt sich mir die Frage was wäre die Alternative in z.B. Ghana für die armen Menschen ohne Jobs und Bildung hätten sie nicht unseren giftigen PC Müll usw. ? (ich weiß das klingt dekadent, aber so meine ich das nicht!).
    Für die Umwelt und die Menschen in Afrika und alle anderen 3.Welt Ländern ist das eine Katastrophe- ganz klar.

    In der Doku war zu hören das mehr als 80% unseres Elektromülls allerdings auch für die Menschen dort unbrauchbar ist und wir sie im Endeffekt als billige Müllkippe benutzen und das ist eine Sauerei.

    Natürlich gäbe es sinnvolle Hilfsprojekte (mal abgesehen von Fair Trade ich denke das ALLEIN reicht nicht) nämlich genau solche Projekte die zur Selbsthilfe dienen- aber es gibt einfach viel zu wenig davon.

    Der arme Bürger wird sich den Luxus nicht leisten können über sein Handeln und die Konsequenz für die Umwelt (auch für die Gefahr am eigenen Leib)groß nachzudenken wenn er Brot benötigt und „Butter“ schon übertriebener Luxus wäre.

    Den Ansatz von Professor Michael Braungart finde ich richtig gut, Überfluß und trotzdem kein Müll sondern Nährstoffe und wenn das weitgreifend funktionieren könnte – also in allen Bereichen – wäre es auch möglich Arbeitsplätze zu erhalten und die Umwelt zu schonen trotz Überfluß.

    Ist das wirklich machbar ?
    Das wäre ein Traum!
    Wie würde das aussehen?
    Was wäre bei all´diesen Überlegungen mit den Dritte Welt Ländern, hätten sie auch etwas davon im Sinne von Überleben und Umweltschutz?

    Mich würde das wirklich interessieren und ich hoffe das mir dies jemand genauer erklären könnte!

    Lg, Angi

  2. PS.: Ich selbst möchte keinen Überfluß – wie immer man diesen auch definiert -und mag es für meinen Geschmack nicht zu viel zu besitzen (auch das ist relativ) , aber um es zu verdeutlichen glaube ich nicht daran das unsere Wirtschaft ohne Überfluß funktionieren wird und kann bzw. das es zugelassen wird.

    Wichtiger ist mir eher der Wunsch das ein Gleichgewicht zwischen Umwelt und Mensch bzw. Ressourcen gefunden werden kann und auf kurze oder lange Sicht auch gefunden werden muss – denn alles ist endlich.

    So schön die Vorstellung/Tatsache auch ist weniger zu besitzen, zu konsumieren usw. und sich im Leben eher dem wesentlichen zuzuwenden (Freunde, Zeit und Platz haben, glücklich sein usw.), so fraglich empfinde ich es auch die Dinge nur aus rein intellektueller/logischer Sicht zu betrachten auch wenn die Aussagen mancher Denker (mit einem sehr schönen teuren Wohnzimmer ;-) ) sicherlich richtig sind.

    Aber mir drückt sich dabei manchmal das Gefühl auf, das es zwar gescheite und warmherzige Gutmenschen sind, aber die Fähigkeit verloren gegangen ist sich
    a) die Situation sozusagen an der Front zu betrachten sprich mit wenig Brot in der Hand
    b) die Dinge nicht nur idealistisch/intelektuell zu betrachten (auch wenn es so funktionieren könnte wenn es denn umsetzbar wäre) und eben zu sehen das es zwar einer Veränderung Bedarf diese aber meiner Meinung nach den heutigen Möglichkeiten angepasst werden muss.

    Von diesem Aspekt heraus gesehen denke ich das die Idee von Professor Michael Braungart wohl eher erstmal etwas leichter umzusetzen ist (wenn auch dies ein langer Weg wird), als der zwar schöne aber doch sehr idealistische Gedankenweg von Serge Latouche.

    Ich persönlich finde die Idee des Praktikers/Umweltforschers halt eher machbar als die des Ökonomen und Philosophen (obwohl die Welt natürlich auch Seelen- und Geistesnahrung braucht um die Dinge anders zu betrachten/verändern).

    Na jut, ich hoffe es ist verständlich was ich meine und keiner möge sich angegriffen fühlen!

    Angi, die heute ihren Besitz wieder etwas minimalisiert hat, trotz oder gerade wegen ihres letzten Statements ;-)

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