Kettenreaktion, körperliche: genug gejammert

Erstmal vielen herzlichen Dank für all eure Tipps und Tricks.
Ich verspreche hiermit hoch und heilig, dass ich euch hiermit das letzte Mal damit volljammere! Wird ja selbst mir langweilig.

Also eure Tipps und Tricks waren super. Ich bin vor einem Jahr morgens direkt nach dem Aufstehen mal sofort joggen gewesen, einmal war es die Hölle (Mütter, die ihre Kinder mit ihren riesigen SUVs zur Schule bringen und völlig gestresst die Laufstrecke vollparken), einmal war es absolut fantastisch (Hasen und Tauben fröhlich turnend im Park). Letzte Woche bin ich auch tatsächlich direkt nach der Arbeit zum Kurs gefahren. In Bus und Bahn wäre ich beinnahe eingepennt und bin dann mehr oder weniger im Halbschlaf in einem völlig überfüllten Rückensportkurs herumgestanden. Die Trainerin war dann auch noch so ne Esoterikhexe, die unter Aufwärmen „sich abrubbeln und atmen“ versteht. Wir mussten sogar die Schuhe ausziehen. Buääh. Der Kurs am Dienstagabend ist also nix für mich. Sportdate mit Freundin klappt eigentlich, wenn es nicht immer an meiner verpeilten Nicht-Kommunikation scheitern würde (Sorry T. demnächst wieder Zumba?)

Egal. Ich wollte eigentlich auf etwas anderes hinaus!

Beim Laufen ist es so: Ich komme nach Hause, lege meine Tasche ab, daddel evtl. noch im Internet rum oder trink eine Tasse Tee und dann ziehe ich meine Laufschuhe an und dreh ne Runde.
Wenn ich frei habe, ist es nahezu selbstverständlich, dass ich vormittags einen Sportkurs besuche.

Die Frage, die ich mir also stellen muss, ist die: Warum ist es einfacher loszulaufen oder an einem freien Tag zum Sportcenter zu fahren als nach der Arbeit noch mal ins Sportcenter zu fahren und was zu machen?
Ein Kollege hatte die Theorie, dass bei der Müdigkeits-Entspannung, die nach der Arbeit eintritt, sofort der Schweinehund geweckt wird und man nicht mehr losfährt.
Aber Laufen geht doch auch?! Und was ist der Unterschied zwischen Laufschuhe schnüren und Straßenschuhe anziehen und in den Bus steigen? Im Grunde ist es doch dasselbe Problem: ich muss das Haus erneut verlassen. Und wenn ich aus der Haustür draussen bin, dann kann ich ja auch ins Sportcenter fahren.

Versteht irgendjemand überhaupt worauf ich hinaus will? ich weiß, das ist schon wieder so abstrakter Gedankenschwurbel, aber ich habe das Gefühl, dass man die Nuss mit der Motivation knacken könnte, wenn man das mal durchdacht hat.
Ich werde das weiter testen und mal von Zuhause aus zum Sport losfahren.

15 Gedanken zu “Kettenreaktion, körperliche: genug gejammert

  1. Achja:
    einfach loslaufen: 1. umziehen 2. Schuhe anziehen 3. runter vor die Haustüre gehen 4. loslaufen

    Fitness am WE: 1. Straßenkelidung anziehen 2. Sachen einpacken 3. vor die Haustüre gehen 4. zur Haltestelle gehen 5. mit den Öffis fahren (6. umsteigen) 7. ins Fitnesstudio gehen 8. umziehen 9. vor dem Kursraum warten 10. turnen 11. in die Umkleide gehen 12. auf die Dusche warten 13. anziehen 14. zur Haltestelle gehen 15. mit den Öffis fahren (16. umsteigen) 17. die Treppe raufschnaufen

    Fitness nach der Arbeit: Alle Schritte zur Arbeit und evtl. Wieder heim + die 17 vom WE.

    Es wirkt einfach viel mehr.

    Und nach der Arbeit ist man müde.

    Vielleicht die Mittagspause?
    Es wär halt schon gescheit, wenn du Krafttraining auch machst. Eine Freundin von mir hat immer nur viel Cardio (schwimmen, laufen, walken) gemacht und dadurch ihre Knie ruiniert, weil sie trotz der vielen Bewegung einfach keine schützenden Muskeln um die Knie herum gehabt hat. Laufen ohne Krafttraining ist doof. Bevor du nicht 50 Kniebeugen mit Gewichten korrekt ausführen kannst, sollst du auch nicht joggen – hat mir eine ehemalige Leistungssportlerin gesagt. Ich bin ja keine Expertin.

    Vielleicht motiviert dich das ja zu den Kursen :) beziehungsweise zur Kraftkammer, bei der du nicht von Kursen und Esohexen abhängig bist

  2. Gewohnheiten!? Da ist wohl der Punkt an dem es anzusetzen gilt. Jeder Mensch hat sie, der eine hat sich angewöhnt wenn er frei hat Sport zu machen. Und dann ist sobald er frei hat der Sport – Wecker am klingeln. Der andere gewöhnt sich feste Zeiten an, und wenn er frei hat besitzt er die auch. Eben feste Zeit wenn er im Alltag ist, morgens wenn er frei hat.
    Das waren zwei Beispiele, klar gibt es mehr. Aber dann klinge ich fast so „neurotisch“ wie dein Gedanken Konzept! Wenn du Sport machen willst? Dann trage das einfach in dem Kalender deines Handys ein wann es so sein soll. Wenn dann, der sogenannte Schweinehund kommt denke an Haile Gebrselassie der einst so wundervoll sagte: „Training ist heilig. Egal welche Umstände herrschen.“

  3. Ich mach jetzt hier mal die Abrissbirne:
    Warum fährst Du nicht einfach mit dem Rad zur Arbeit und erledigst auch sonst alles mit dem Rad? Dann könntest Du Dir den quälenden Pflicht-Sport sparen. Denn das ist es doch für die meisten Menschen: Eine lästige Pflicht. Liest man hier ja auch ganz deutlich raus. Einfach generell mehr bewegen, schon auf dem Weg zur Arbeit. ;)

    Viele Grüsse,

    Inga

    1. Ansich ne gute Idee, nur: Ich hab kein Rat und es macht mir auch nicht sooo viel Spaß hier in Hamburg rumzufahren. Ich gehe täglich in der Arbeit 5 km zu Fuß, das reicht als Basisbewegung, aber nicht um fit zu werden.

  4. Schade, ich finde gerade in Hamburg macht das Radfahren viel Spass. :)
    Und wenn Du einfach am Wochenende viel spazierengehst? So neben dem Laufen, meine ich.

    1. *Rad nicht Rat :D
      Spazierengehen und Wandern tue ich sowieso, ich mache fast alles zu Fuß bzw. mit Bus/Bahn.
      Ich lass das mit der Sportroutine und mach irgendwie so wie ich mir denke. Alles andere ist mir zu stressig und damit zu nervig.

    1. Fit = Treppen oder dem Bus hinterherlaufen ohne Blau anzulaufen, Muskeln haben, die mich schützen (z.B. Rückenmuskeln und Armmuskeln usw.) ein Gegenpgewicht zur Büroarbeit haben.
      Ich will kein Bodybuilder werden. Ich will mich nur regelmäßig bewegen

  5. “Gehe nicht über Zuhause, ziehe KEIN Soulfood in dich rein sondern gehe direkt zum Sportkurs”

    Hihi. Das gefällt mir und funktioniert bei mir auch am besten. Wenn da nicht das Problem des abendlichen Taschepackens wäre, weil am frühen Morgen in der Hektik findet man ganz schön schnell mal seine Lieblingsyogahose/Handtuch/Badelatschen/Deo nicht und dann ist plötzlich auch alles irgendwie egal und man geht ohne Sachen los. Damit das nicht passiert habe ich eine „Packliste“ die ich ohne zu denken abarbeiten kann.

    Für mich ist Motivation ein Studio mit Sauna wo man sich auch mal nur entspannen kann, an manchen Tagen brauche ich das dringender als Sport. Außerdem finde ich ein großes großes Kursangebot gut. Da steigt die Wahrscheinlichkeit einen Trainer zu finden der einem wirklich gefällt und die Abwechslung ist groß genug (Mir wird schnell langweilig und ich probiere gern Neues aus). Leider ist das nicht ganz günstig.

    Vielleicht geht Bus fahren mit Laufschuhen besser? :-)

    Herzliche Grüße durch die Stadt!
    Hannah

    PS: Ha! Dieses Mutti-Kinder-Bring-Geschwader kenne ich auch, wehe man gerät da mit dem Fahrrad rein. Komischerweise ist vor der Katholischen Schule das Gedrängel am wildesten.

  6. Hmmm, also ich kann nur von mir reden, dass ich z.B. festgelegte Zeiten für Kurse eher blöd finde und mich je nach Tag dafür nicht so aufraffen kann, wie wenn ich selbst entscheiden kann, wann ich losgehe (was beim Laufen ja der Fall ist).

    Ich gehe z.B. immer um 19 Uhr am Dienstag zu Pilates. Die Zeit finde ich eigentlich nicht optimal für mich. Eine halbe Stunde bis Stunde später wäre super. Da gibts bei uns aber keine Kurse mehr, egal an welchen Tag. Wenn dann nur früher, 18:30 Uhr oder so, was eine noch blödere Zeit ist.

    Ich habe täglich bis 17:45 Uhr Therapien, danach schnell Akten aufräumen, Therapiezimmer aufräumen (ca. 10-15 Minuten), dann heimfahren (ca. 20-25 Minuten, je nachdem ob ich wieder am Bahnübergang stehen muss… ), schnell was essen (immer schon was vorbereitetes, was schnell in die Mikrowelle geschmissen wird… ca. 8- 10 Minuten), schnell umziehen (ca. 5 Minuten) ins Auto, losfahren, in der Nähe des Pilates-Raums einen Parkplatz suchen und hinlaufen (je nach gefundenem Parkplatz und Anzahl der roten Ampeln 5-15 Minuten) und dann gehts auch schon los. Ich habe einen Puffer von ca. 10 Minuten.

    Wenn mich jetzt die Mutter des letzten Therapiekindes irgendwie aufhält (z.B. holt Kind 10 Minuten zu spät ab… will unbedingt genaue Infos, weil Bruder wohl auch mit der Sprachentwicklung Probleme hat und ich bespreche dies mit ihr… etc.) oder noch ein wichtiger Telefonanruf kommt, oder ich mal wieder ewig am Bahnübergang stehe,dann würde ich es trotzdem noch rechtzeitig schaffen können, aber habe dann schon irgendwie keine Lust mehr. Ist mir dann zu stressig.

    Beim Laufen/Walken o.ä. kann ich entscheiden, wann ich los will. Wenn ich also erst ein paar Minuten später daheim bin, dann lass ich mir meine Zeit, kann mir in Ruhe etwas zu essen machen, mich kurz noch etwas hinsetzen und gehe gemütlich raus, wenn ich soweit bin.

    Da bin ich durch die Rahmenbedingungen einfach viel motivierter, obwohl ich Pilates eigentlich viel lieber mache.

  7. Ich hab neulich mal durch das Buch „Fit ohne Geräte“ von Mark Lauren geblättert. Darin werden viele Kraftübungen beschrieben, die man einfach zu Hause machen kann. Liegestütze in allen Variationen, Kniebeugen etc. Zum Teil kommen aber auch Hilfsmittel wie Bücher oder Türen zum Einsatz. (Ich weiß nicht, ob ich das den Türen in meiner Wohnung zumuten will.) Er behauptet, mit 4×30 Minuten pro Woche könne jeder kräftig und muskulös werden.
    Ansonsten finde ich die Idee mit dem Fahrrad auch sehr gut. Außerdem noch jede Treppe mitnehmen, die man kriegen kann. Ich hab täglich ein- bis zweimal 105 Stufen hoch und runter und bilde mir ein, dass das schon eine gewisse Grundkondition bringt.

    1. Ich hab mal Fit in täglich 8 Minuten gemacht, das hat auch schon viel gebracht. Auch so ne Plank-Challenge. Von 0 Sek auf 1:30 innerhalb eines Monats, das war super für Bauch und Rücken. Vielleicht mach ich das auch wieder…mmh..

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