Körperbezogene Kettenreaktion – ein Experiment

Ach, schön langsam bringt mir das mit dem Entschuldigen nix mehr, ich weiß.
Es ist hier einfach der Wurm drin. Im Dezember ist immer so viel zu tun, bei weniger Arbeitstagen und zu vielen urlaubenden Kollegen, das macht mich noch verrückt. Letzte Woche habe ich zwei Mal (!) mein Mittagessen zu Hause vergessen, deshalb musste ich wieder blöde Brötchen essen. Und dann habe ich sogar zwei Mal mein Handy vergessen. Einmal im Büro, einmal zu Hause. In beiden Fällen war ich zu faul,um noch mal zurück zu laufen. Mir ist erstaunlicherweise aufgefallen, dass es schlimmer war, das Ding im Büro vergessen zu haben. Ich kam mir schon vor wie voll der Suchti. Liegt wohl daran, dass das mein kleiner Ersatzcomputer ist, jetzt, wo sich Herr DingDong und ich diesen Rechner teilen müssen.

Naja, jedenfalls war ich ziemlich vergesslich. Und weil das Chaos immer größer wurde, habe ich eben aufgehört zu bloggen. Jetzt habe ich Urlaub und ich starte mal wieder ein Experiment! Ich möchte in dieser Woche ausprobieren, ob man in einer Woche fit werden kann. Und ich meine das so She-Hulk-mäßig, also von Würstchen zu Wonder-Woman. Ich möchte versuchen, eine Kettenreaktion auszulösen, damit ich mir mal eine richtige Sportroutine aufbauen kann. Bisher hangel ich mich immer von einer Woche zur nächsten, mal mit viel Sport, mal mit seeehr wenig.
Das geht so nicht weiter.
Deshalb geh ich vormittags nun ins Fitness-Center und werde mir meine Muskeln mit Bauch-Beine-Rücken-Po-Yoga-Pilates aufpumpen. Mal sehen. Meine Erfolge könnt ihr auf Twitter nachlesen.

Und jetzt, wo das hier so öffentlich steht, komme ich mir ganz nackt und klein vor und möchte mich verkriechen, weil ich mich selbst schockiere: Ich komme aus der Nummer nicht mehr raus. Ups.

6 Gedanken zu “Körperbezogene Kettenreaktion – ein Experiment

  1. Macht doch nix :-)
    Ich lese nun schon seit vielen Wochen immer gerne (stumm) deinen tollen Blog und habe natürlich auch gemerkt, dass du gerade ruhiger geworden bist. Mein volles Verständnis dafür hast du jedenfalls:
    Erstens, weil du mich schon so oft inspiriert und mir den Tag verschönert hast (da hast du auch mal ne Auszeit verdient)!
    Und zweitens, weil es mir gerade genauso geht :-)

    Der Dezember ist wirklich speziell! Bei mir ist – trotz Motivation und vielen hilfreichen Anregungen – auch viel liegengeblieben:
    1. Mein Sportplan: hängt sichtbar an der Wand, erfordert pro Tag nur wenig Zeitaufwand und besteht aus lauter Übungen, die ich wirklich gerne mache und die immer umzusetzen sind. Fein ausgefeilt seit Wochen und seit Anfang Dezember fertig. Davon umgesetzt: 0,0% Diagnose: Winterschlaf (ich)+ Ausfall von Trainingspartnern (faule Hunde ;-)
    2. Mein eigener Blog: Idee + Layout stehen fest, Vieles will geschrieben sein, WordPress wartet nur auf mein OK. Umgesetzt: nullkommanix
    Diagnose: zuviel aufgedrängte andere Tätigkeiten, die „vorher noch ganz schnell erledigt“ sein wollen, Dezember-Blues
    3. – 100. Buchprojekte, Freunde anrufen, Fahrrad fertig basteln, meditieren, Sprachen lernen / auffrischen, Bibliothek, weiter ausmisten, Hausaufgabenhilfe, …… pffff…. alles im Augenblick in der Warteschleife.

    Aber so ist es manchmal. Und sich grämen kostet auch unnötig Energie. Besser akzeptieren wie es ist und sich freuen, dass man jeden Tag wieder komplett neue Möglichkeiten hat :-) So wie du nun im Urlaub!

    Also: ich freu mich, bald wieder von dir zu lesen und bin gespannt auf das She-Hulk-Geheimrezept!

  2. Tja, mit den tollen Plänen ist das immer so ne Sache.
    Ich mache es (versuche es!) so:
    Immer nur ganz kleine Vorsätze, meist überfordert man sich selbst und ist anschließend nur genervt, wenn es nicht klappt.
    Wenn möglich nur Häppchen von einer halben Stunde, also Sport machen, lohnsteuerausgleich machen, Aufträge erledigen usw.
    Wenn es dann erst mal flippt, kann man ja immer noch verlängern.
    Höchstens drei größere Aufgaben, Ideen pro Tag angehen. Der Rest des Tages wird (zumindest bei mir) eh von außen vorgegeben- von der Arbeit, der Familie…
    In Trippelschrittchen kann man schon einiges erledigen, es braucht halt den langen Atem.

  3. Das scheint ja gerade für viele ein Thema zu sein :-). Für mich auch. Ich bin mitten im Winterschlaf gelandet (bis auf das Bloggen, das liebe ich). Sport war nur noch eine ganz sporadische Pflichtübung. Aber ich hab immer mehr gespürt, dass mir diese Trägheit nicht gut tut. Ich hab mir jetzt auch ein Babyschritte-Programm auferlegt (nix Superwoman), mehr was für Faultiere: min. 3×30 Minuten Sport (ich zähle dazu auch zügiges Spazieren gehen) und jeden Tag min. 1x Obst und 1x Gemüse. Ich blogge dann täglich meine erreichten Faultierpunkte :-). Ob das Konzept aufgeht, wird sich zeigen *lach*.

    Wünsche Dir gutes Gelingen! Hau rein!

  4. Mitten im Dezember mit einer Sportoffensive anfangen – Respekt :) Ich zähle gerade nur noch die Tage bis zum Urlaub runter, komme zwar regelmäßig zum Sport, aber der Elan ist wohl erst wieder im Januar wieder da. Nichtsdestotrotz wünsche ich dir viel Erfolg bei deinem Projekt!

  5. Tolle Idee! Ich bin sehr gespannt, wie es läuft.

    Ich selbst habe schnell gemerkt, dass mein Körper auf Winter geschaltet hat, als der Appetit sich auf einmal nicht mehr zügeln ließ! Gar nicht mehr! D:
    Dass ein Paar Kilos auf mich zukommen, war mir ja klar – was auch kein Problem ist, so lange meine (momentan) einzige Hose passt ;)

    Aber ich muss auch unbedingt aktiv bleiben, sonst ist die antrainierte Fitness schneller Raus, als die Luft aus einem Fahrradreifen. Und ich will die freien Tage nicht nur auf dem Sofa verbringen. Klingt zwar sehr verlockend (nicht wahr, Britta? ;D) und wird auch unbedingt gemacht, aber wenn ich das länger durchziehe, geht es mir einfach auch mental nicht gut.
    Meine Sportroutine für Frühling & Sommer funktionierte nach Oktober nicht mehr, darum habe ich es auch angepasst und auf 4x30min reduziert. Dabei gibts leider nur sehr wenig Cardio, aber es lässt sich besser durchhalten..

    Meine einziges Ziel daher: Balance zwischen Appetit & Fitness!
    Aber erstmal einen Keks. Allen noch einen schönen 4. Advent!

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