körperbezogene Kettenreaktion – ein Zwischenbericht

Bestimmt hat sich der eine oder die andere gefragt, was eigentlich aus meinem letzten Experiment geworden ist.
Im Experiment „Körperbezogene Kettenreaktion“, ging es darum, ein für alle Mal zu klären was denn jetzt stimmt.
Die einen sagen: Jeden Tag moderater Sport für mindestens 30 Minuten, die anderen sagen, man solle den Körper bitteschön nicht überfordern und mal einen Tag Pause einhalten.

Mit dem Experiment wollte ich herausfinden, wie mein Körper auf diese Fragestellung reagiert und ob es mir dadurch gelingt, den inneren Schweinehund zu zähmen. So viel kann ich schon mal verraten: Es war doch recht erkenntnisreich.

Im Zeitraum 15.12 bis 22.12. wollte ich jeden Tag Sport machen – in irgendeiner Form. Ich war beim Pilates, beim BBP-Kurs und war Laufen. Hab sogar mein Theraband wieder ausgepackt und zwischendurch auch mal ein paar Sit-ups hingelegt.
Von 7 Tagen haben ich an 6 Tagen Sport gemacht. Die Kurse haben immer eine Stunde gedauert, die Laufrunde 20-30 Minuten. (ja, mehr schaffe ich immer noch nicht :/ )
Wonder-Woman bin ich zwar nicht geworden, aber ich bin tollerweise auch kein absolutes Würstchen mehr. Nach einer Woche hat sich schon einiges getan, ich war ganz erstaunt. Und das ganz ohne Muskelkater! YEAH!
Am Sonntag (Tag 7) war ich etwas kränklich und geschwächt, da hab ich Sport guten Gewissens ausfallen lassen, bin dafür aber gleich am Montag gewesen.

Also die Basis stand. Ich war auch zwischen Weihnachten und Neujahr, das war toll.

Und nun? Nun hab ich den Salat. Seit dem 1.1. war ich kein einziges Mal mehr beim Sport bzw. Laufen. Und das ist auch noch so eine Erkenntnis: Das hängt nicht mit der Motivation zusammen sondern mit organisatiorischem Aufwand, den ich einfach nicht hinbekomme. Bei klassischem Hamburger „Schietwetter“ im Park laufen ist blöd und gefährlich (und ja, ich suche immer noch Tipps für Regenjackenlaufbekleidung) Aber nach der Arbeit einen Sportkurs zu finden, der mit Bus und Bahn gut zu erreichen ist, ohne zu spät zum Kurs zu kommen oder haushoch zu früh da zu sein, ist ein Aufwand, den ich im halbtoten Zustand nach der Arbeit kaum mehr zu leisten imstande bin. Ach, wär auch schön, wenn der Kurs Spaß bringen würde. Allzu spät will ich auch nicht mehr Sport machen, weil ich dann so überdreht bin, dass ich nicht einschlafen kann. Was dann wieder einen Teufelskreis auslöst…

Dieses Rumprobieren macht mich wahnsinnig. Keine Sorge, ich will mich nicht rausreden! Ich habe schon Leute gefragt, wie die das machen. Antwort: „Gehe nicht über Zuhause, ziehe KEIN Soulfood in dich rein sondern gehe direkt zum Sportkurs“.

Nächster Versuch ist also: Die gepackte Sporttasche mit zur Arbeit nehmen und gleich weiterfahren.

Oder wie machst du das???

11 Gedanken zu “körperbezogene Kettenreaktion – ein Zwischenbericht

  1. Also ich hab im Dezember mit kleinen morgendlichen Laufrunden von knapp 30 Minuten angefangen und finde folgendes Vorgehen am praktikabelsten: Nach dem Aufstehen höchstens noch auf Toilette und Rasieren, dann aber sofort in die Laufsachen steigen und losrennen. Danach gibt’s eine kalte (15°C) Dusche und Frühstück. Mit vollem Magen laufe ich sehr ungern, und abends im Dunkeln finde ich nicht so schön. Mit starkem Regen habe ich noch keine Erfahrungen, aber generell würde ich einfach (sic!) in Kauf nehmen, nass zu werden. Bei 30 Minuten Laufzeit hält man das schon aus. Von meinen Erfahrungen mit Regenkleidung auf dem Fahrrad her würde ich vermuten, dass man darin stark schwitzt. Ist natürlich alles individuell unterschiedlich.
    Ansonsten mache ich zu Hause ein paar minimalistische Übungen: Liegestütze, Kniebeugen etc. Eine gute Anleitung ist das Buch zum Rückentraining von Ingo Froboese.

  2. Den Tip deiner Bekannten kann ich absolut unterschreiben. Ich fahre auch direkt von der Arbeit zum Sportplatz (der wartet zum Glück immer auf mich, von daher habe ich das Terminproblem nicht), ansonsten würde ich mich NIE aufraffen können. Ich probiere, nach Möglichkeit im Hellen zu trainieren oder zumindest im Hellen anzufangen (ist im Sommer natürlich wesentlich leichter) und am Wochenende habe ich mir inzwischen eine Laufroutine mit meinem Freund (einmal um die Alster und zurück) eingerichtet. Wir motivieren uns da gegenseitig, und da er unerklärlicherweise ein Frühsportler ist (ich kann das eigentlich eher schlecht, dafür noch bis 22 Uhr), zieht er mich meistens mit. Kann ich nur empfehlen :)

    Hihi, und im Zweifelsfall machen wir demnächst einen Abstecher zu deiner Tür (die scheint ja zumindest in der gleichen Stadt zu sein) und packen dich einfach ein!

  3. Bei mir funktioniert regealmässiger Sport auch nur, wenn ich direkt von der Arbeit hinfahre. Sobald ich einmal zuhause war, komm ich kaum noch dazu…

    Bei mir hilft es auch, dass der Bus zum Sport direkt vor der Arbeit wegfährt und mein zuhause in die andere Richtung liegt. So komme ich weniger in Versuchung und steige schön brav in den Bus zum Sport!

  4. Ja, zwischendurch heimfahren ist absolut blöd, dumm und tödlich! Ich hab mir meine Unisportkurse auch immer so gelegt, dass ich genau zwischen zwei Vorlesungen oder eben nach der Uni hingehn kann. Da waren dann auch schon mal weniger geile Kurse dabei, einfach weil sie zeitlich gut waren. Hingegangen bin ich trotzdem immer!
    Ach und jetzt sitz ich schon seit langer zeit zuhause und acker an meiner Diplomarbeit und das ist schlimm, weil ich dann gar nicht rausgehn mag und Sport machen… Ich muss ganz schnell fertig werden, ganz schnell einen Job kriegen und dann immer nach der Arbeit Sport machen!
    Fixes Sportdate mit Freundinnen hilft auch.

    Du motivierst mich! Vielleicht sollte ich mein Geld zusammenkratzen und wieder Krafttraining machen. Insgeheim will ich Superheldin werden :D

  5. Bei mir gibt es genau zwei wichtige Punkte:

    1. Wie vorher schon erwähnt: Früh am Morgen laufen. Und zwar ohne überhaupt darüber nachzudenken, ob es im Bett nicht schöner wäre. Nicht essen, keine große Bad-Session. Aufstehen, rein in die Laufsachen und sofort loslaufen. Es ist ein tolles Gefühl, schon so früh etwas geschafft zu haben!

    2. Ich mache jede Menge Sport zu Hause. Der Aufwand, irgendwohin zu gehen, war mir schon immer zu groß. Mit Youtube-Videos und Fitness-DVD´s oder einfach Übungen mit dem Theraband kann ich mich zu Hause wunderbar fit halten. Und spare die Zeit für die Fahrt zu irgendwelchen Kursen.

    :-)

    1. Oh ja! DVD-Fitness und youtube-Clips, das ist okay, das mach ich zwischendurch, wenn mir mal fad ist. Die Sportclubmitgliedschaft ist noch ein Überbleibsel von Früher und ganz getreu meinem letzten Jahresmotto „alles was ich habe“, möchte ich diese Mitgliedschaft nutzen.

  6. Im Sommer gehe ich eigentlich ständig spazieren und radel noch irgendwo rum. Ich habe nur zweimal die Woche Sport. Donnerstag Tanzen und Sonntag Reiten. Ich würde eigentlich gern Dienstags noch schwimmen gehen, aber bis jetzt ist es mir noch nicht gelungen mich alleine aufzuraffen. Der Winter ist wirklich nicht meins. Ich lebe irgendwie im Sonnenrythmus. Vielleicht sollte ich wenigstens zu Hause mal leichte Übungen einbauen.

  7. Ich finde es auch immer interessant, wie viele verschiedene Theoroien es gibt, abzunehmen. Schlussendlich glaube ich, gibt es gar keine „richtige Methode“. Immerhin ist jeder Körper anders und alles hat irgendwo seine Vor-, und Nachteile ;)

  8. Ich mag es mich aus zu powern! Aber das entweder draußen auf dem Rad oder dem Spintrainer in der Wohnung. Weil dann auch eine Phase der Glückshormone folgt. Aber ein seichtes Training ohne Serotenin oder Dopamin, Da kann ich nichts mit anfangen. Ich denke aber auch, die Frage heißt was tut mir gut? Pläne für ein Ziel das nicht mein eigenes ist? Ganz sicher nicht! Also schau dir an was dir gut tut. Dann ist alles so einfach. Wer will 5 Kilo ohne eigenes denken verlieren? Und wozu? Sexie ist jeder wie er ist, wenn er einen passenden Partner hat. Und dann ist doch alles gut, und es gibt genug Genüsse!

  9. Phew. Sport – zum Auspowern… ja! GlücksHormone naschen und so.
    Sport – zum Abnehmen… nein.
    Ich mag fit sein, mit meinen Kerlen alle möglichen Bäume hoch und runter klettern und sowas. Sport soll Spaß machen. Ich glaube, dann macht man ihn auch. Muss den SchweineHund nicht überwinden. Und wenn doch einmal der Hund überwunden werden muss, dann gelingt’s was leichter, wenn man eben gerne läuft, tanzt, schwimmt oder was auch immer machen mag.

    Ich geh laufen. Aber völlig ohne Plan. Denn ich muss es machen, wenn ich mal 45min-anderthalb Stunden Zeit habe. Das ist als Mama ganz unterschiedlich; mal vor sechs, mal irgendwann vormittags, mittags, nachmittags, spät abends… Bei mir kommt mir weniger der SchweineHund und eher der organisatorische Aufwand dazwischen. Ist der zu hoch, hat das Laufen selten dieses erfrischende ErschöpfungsPotential. Dann fühl ich mich nur angestrengt und es macht auch keinen Spaß mehr.

    Aber ich bin ja SuperHeldin. ;) Also klappt’s in der Regel ganz gut.

  10. Hm, ich schwimme gerne und viel. War aber anfangs eine Überwind-, nee, Herausforderung: Um 6.00 aufstehen. Auf den Weg machen.
    Vor allem im Winter.
    Inzwischen hat sich das eingespielt (ich weiß grad nicht, wie man diesen Effekt nennt).
    Mir fehlt richtig etwas, wenn die mal geschlossen haben :-D
    „buhuuhuu“, so stehe ich dann vor der verschlossenen Türe.

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