List-o-Manie: 12 Dinge über mich – minimalist edition

In diversen Blogs gibt es immer mal wieder so ein „Blog-Stöckchen“ mit der Aufforderung, man solle 10 Dinge oder mehr über sich aufschreiben. Dann erfährt man immer so allerhand Sachen von den Bloggern. Ich dachte, ich mach da mal einen kleine Randnotiz rein, indem ich das Stöckchen an einen Faden binde und über Minimalismus schreibe.
Was bedeutet mir Minimalismus? Wie ist es JETZT gerade, wo stehe ich?

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Das ist dabei herausgekommen:

  1. Ich halte es nicht für sinnvoll, seine Dinge zu zählen, kann aber verstehen warum es einige machen: Es ist einfach WENIGE Dinge zu zählen. Dann macht es ja auch Sinn. Ich glaube nicht, dass das unbedingt was mit angeben zu tun hat.
  2. Ich habe definitiv mehr als 100 Dinge.
  3. Obwohl ich Extrem-Minimalisten und Tech-Nomanden bewundere, will ich gar keiner werden. Ich wüsste momentan nicht, wie das mit meinen Hobbys zu vereinbaren wäre. Hm.
  4. Ich finde leere, weiße Räume wunderschön. Ich finde sie weder kahl noch ungemütlich, im Gegenteil. Ich spüre die Fülle.
  5. …überhaupt ist „weiß“ großartig. Alles, was „weiß“ ist, enthält keine Information. Da fühlt sich mein Kopf so an, als wäre er mit Schaumstoff ausgekleidet.
  6. Alle Dinge, die ich bisher wegegeben habe, habe ich verschenkt oder weggeworfen. Ich habe an keines der Dinge Geld verdient.
  7. Weil ich Collagen mache, sammle ich Müll. Weil mich Müll interessiert. Schön Paradox, nicht wahr? Ich hätte jetzt aber keine Schwierigkeiten alles verbrennen zu lassen, wenn es denn darauf ankommen würde.
  8. Apropos Brennen: Ich weiß was ich mitnehmen würde, wenn meine Bude brennt und ich noch 15 Min. Zeit hätte, ein paar Dinge zu retten.
  9. Seit ich mein Leben vereinfacht habe, bin ich definitiv auch klarer im Kopf geworden. Manchmal gefällt es mir aber auch „unklar“ zu sein, denn dann passieren immer interessante Dinge. Meistens Collagen.
  10. Durch die Klarheit und Vereinfachung UND mein visuelles Gedächtnis kenne ich ALLE Dinge, die ich besitze. Das finde ich super.
  11. —Bonus!—

  12. Seit ich klarer denken kann, fühle ich mich manchmal so wie Spock. Nach diesem sachlich-analytischen Denkstil habe ich mich mein halbes Leben gesehnt. Jetzt kann ich mich zwischen Chaos und Ordnung entscheiden. (Kann das irgendwer nachvollziehen?! :D)
  13. Manchmal fragen Leute, warum ich kein „Shoppingdiät“-Experiment machen will. Das ist ganz einfach: Es wäre absolut uninteressant! Shopping gehörte nie zu meinen Lieblingsfreizeitbeschäftigungen, weshalb es da auch gar nix zu entwöhnen gibt. Wenn ich etwas brauche oder WILL dann kaufe ich es, das kommt vielleicht einmal im Quartal vor. Eher seltener.

Du bist dran! Verrate mir auch ein paar (minimalistische) Dinge über dich! (…gerne auch in deinem Blog)

5 Gedanken zu “List-o-Manie: 12 Dinge über mich – minimalist edition

  1. Oh toll, dann mag ich auch mal! Hab ja keinen Blog, wo ich das schreiben könnte.

    1. Ich mag kein Weiß. Finde das für die Augen anstrengend.

    2. Ich finde daher weiße leere Räume nicht angenehm, sondern erdrückend. Das andere Extrem mag ich aber natürlich auch nicht. Statt dessen bevorzuge ich helle, „natürliche“ Räume mit einzelnen Farbklecksen. Helles Holz, weiße Wände, grüne Pflanzen, bunte Gebrauchsgegenstände. Aber natürlich trotzdem minimalistisch.

    3. Ich brauche äußere Ordnung, um zu innerer zu kommen. Das ist in der Tat kein Prokrastinieren, sondern notwendige Voraussetzung, um Lernen/Schreiben zu können. Meistens.

    4. Ich finde es enttäuschend, dass es nichts mehr gibt, das ich ausmisten könnte. Alles ist sinnvoll, alles hat seine Aufgabe, alles wird benützt. Trotzdem habe ich öfters das Gefühl, dass mir das Zeug trotzdem noch zu viel ist.

    5. Ich stehe manchmal vor dem Konflikt Minimalismus vs. Sparsamkeit.

    6. Wenn mir das Leben rundherum zu viel wird, bekomme ich große Lust, wenigstens mein Zeug zu reduzieren. Weil es einfacher ist. Deswegen finde ich Punkt 4. eigentlich gut, weil es mich zwingt, den immateriellen Problemen in die Augen zu blicken.

    7. Ich stehe zu unvollendeten Dingen. Ich muss hier nicht 10 Punkte auflisten, wenn mir nicht mehr einfällt :)

  2. Ich kann Punkt 11 wunderbar nachvollziehen. Imm wenn es in meinem Kopf zu unklar wird, fange ich an mich von Dingen zu trennen und merke, dass es gleich viel klarer wird. Auch sich von zu viel Emotionalität (vor allem in heutigen Berufsalltag) zu trennen, tut gut. Da kann so ein Vulkanier nur ein Vorbild sein.

  3. Meine Augen wandern gern im Raum herum und bleiben an Details hängen. Sind sie nicht schön oder nützlich oder beides, müssen sie weg.

    Mag gerne Strukturen beobachten und darin Dinge erkennen.

    Kommt Punkt 3 von Tordis nahe: äußere Ordnung und ein Auge für das Wesentliche entwirrt das innere Gewusel.

  4. Schwupps, schon hat mein Blog zurück gepingt. Aber ich wollte mich nochmal ganz herzlich für diesen Link mit den wunderschönen weißen Räumen bedanken. Ich liebe das. :-)

    @Mark, wie trennt man sich denn von Emotionalität? Ich habe drüber nachgedacht, aber Spocki ist nunmal nicht echt. Geht denn sowas überhaupt?

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