Mentales Gerümpel, Teil 1

Momentan geht mir viel, seeeeehr viel im Kopf rum.
Eigentlich geht mir immer viel im Kopf rum, weswegen ich wahrscheinlich auch blogge :D Aber ich habe gemerkt, dass ich mal mein Hirn ausmisten muss. In den letzten Wochen war ganz schön viel los.
Resultat? Schlafstörungen, ne Erkältung, viel geheult, viel diskutiert und gestritten, Kopfschmerzen, Verspannungen usw.

Und seit letzten Freitag ist das nicht mehr so. Die Zeit ist also reif, mal über Gerümpel und Überflüssiges im Kopf nachzudenken: Mentales Gerümpel – was ist das eigentlich?

Weil es zu dem Thema viel zu sagen gibt, teile ich das Thema auf. Teil 2 erscheint am Freitag.

Als ich neulich Nachts nicht schlafen konnte, habe ich erstmal überlegt, was eigentlich mentales Gerümpel ist.

Hier meine spontane, unvollständige Liste von mentalem Krempel:

  • Sorgen und Ängste
  • Wut, Groll, Verbitterung
  • Scham und Schuldgefühle
  • Erwartungen und Enttäuschung
  • Unzufriedenheit
  • Ärger
  • Erinnerungen, die wir nicht loslassen können
  • (falsche) Träume, Vorstellungen und Glaubenssätze, die uns behindern
  • zu viele Infos
  • Markennamen und Werbeslogans
  • Vorurteile
  • Stress
  • Unsicherheit und Selbstwertprobleme

edit 18:01:

  • noch nicht abgeschlossene Vorhaben
  • Unerledigtes

Das sind nur Begriffe, die erstmal ne große Orientierung geben sollten. Im Endeffekt dreht es sich bei diesem Thema doch eigentlich um die Frage: „Was beeinträchtigt meine Lebensfreude?“ Denn alles, was mein Herz schwer macht, ist für mich überflüssig. Mein Leben ist endlich und habe keine Lust, dass ich es in einer Kapsel aus negativen Gefühlen verbringe. Ich will lachen, lieben und entdecken. Ohne Zeug das in meinem Zimmer rumsteht, ohne Zeug, das meine Seele zusammenschrumpfen lässt.

Puh, das ist ein schwieriges Feld…

Was gehört für dich noch in die Kategorie „mentales Gerümpel“? Was fehlt in der Liste? Was gehört deiner Meinung nach nicht rein? Und warum?

Am Freitag erzähl ich, was ich dafür tue um mein Herz wieder leicht zu machen.

11 Gedanken zu “Mentales Gerümpel, Teil 1

  1. Ich schleppe Gott sei Dank kein mentales Gerümpel mit mir rum. Bei mir ist das ganze Jahr über die 5. Jahreszeit!
    Naja OK, hin und wieder ziehe ich mir auch zu viele Infos rein, dass lässt mich dann schlecht einschlafen. Aber sonst, beeinträchtigt nichts meine Lebensfreude. Bin ich jetzt krank? :)

  2. Hallo Frau Ding Dong!
    Mentales Gerümpel sind für mich „Energieräuber“!
    Menschen, die mir durch ihr Verhalten jede Menge Energie ‚abziehen‘ und nie dazu beitragen, dass auch mein Akku beizeiten aufgefüllt wird.

    Da ’sortiere‘ ich mittlerweile konsequent aus!

    Liebe Grüße
    Marry

  3. Bei mir ist es aktuell unter anderem mein ca. doppelt so alter Nachbar im Haus.

    Der hatte mich beim 1. Aufeinandertreffen im Haus sofort zu sich eingeladen und ich sagte aus Überrumpelung zu mit der Angabe „die Tage mal“. Da ich mir Zeit ließ kamen innerhalb weniger Tage 3 Zettelnachrichten von ihm und jedes, aber wirklich jedes Mal wenn ich ihn traf, fragte er mich, wann ich denn nun mal zu ihm herunterkomme. Ich sei doch schließlich den ganzen Tag zu Hause. Einmal fing er mich sogar extra im Treppenhaus ab (muss wohl durch den Türspion geschaut haben).

    Habe es heute nach Monaten geschafft ihm eine Nachricht einzuwerfen, dass ich kein gutes Gefühl habe ihn zu besuchen, mal abgesehen davon, dass ich ihm bereits erzählt hatte, dass meine Mutter und Freundin mir abrieten. Aber ich hätte ja wohl in meinem Alter eine eigenes Entscheidungsrecht.

    Endlich habe ich da also soeben Klarheit geschaffen, denn selbst mein Vermieter, der mich nicht wirklich abkann, erfuhr davon, dass mich dieser Kerl ständig zu sich einladen wollte und meinte zu meiner Nachbarin, dass ich das nun wirklich nicht verdient hätte. Er weiß wohl mehr über seinen Mieter.

    Hoffentlich hat diese mentale Aufräumschritt keine Folgen.

  4. Deine Liste über mentales Gerümpel kann ich so auch für mich bestätigen. Wobei ich das bei manchen Gefühlen nicht unbedingt „Gerümpel“ nennen würde, das klingt so wertlos. Viele Gefühle sind meiner Meinung nach sehr interessant, weil sie uns mit den Dingen in unserem Inneren in Verbindung bringen. Und vieles lässt sich erst ausmisten, wenn man den Dingen wirklich auf den Grund gegangen ist, sich die Frage stellt: Was will mir dieses Gefühl EIGENTLICH sagen? Wo kommt es her, in welche Zeit gehört es?
    Schwierig manchmal – aber dann geht man oft gestärkt daraus hervor :-)
    Gerade Wut oder Angst, aber auch Enttäuschungen und Erwartungen finde ich spannend und sehe diese Dinge mittlerweile als willkommenes Übungsfeld und Einladung zum Reflektieren an.

    Mentales Gerümpel ist für mich noch alles, was wirklich überflüssig ist und täglich auf uns hereinprasselt: Gelaber im Radio, unnötiger Smalltalk, der hängenbleibt irgendwie, zu viele Sinneseindrücke auf einmal,… da versuche ich mich auch etwas abzugrenzen und mir nicht mehr zu viel zuzumuten.

    Außerdem: Gedanken machen über die Zukunft, völlig überflüssig meist. Was nachher, morgen oder in einem Jahr ist, darüber kann ich nachdenken, wenn es soweit ist! Zumindest meistens reicht das aus. Und bringt gar nichts, wenn ich das nachts hin- und herwälze (schon oft genug getan, seufz…)

    Freue mich auf deinen Beitrag am Freitag und bin gespannt!

    Liebe Grüße
    Clarissa

    1. Hm, in der Tat klingt „Gerümpel“ für Gefühle wertlos, mir ist aber nix besseres eingefallen. Alle Gefühle haben ihre Daseinsberechtigung, aber wenn sie sich dann zu Blockaden entwickeln, finde ich es nervig. Da halte ich es dann auch so wie du schreibst: eine Einladung zum Reflektieren.

  5. Ich warte mal ab.

    Übrigens finde ich „Mentales Gerümpel“ als deutsche Übersetzung für „Mental Clutter“ sehr gut von dir gewählt. :)

    Ich muss dieses mentale Gerümpel unbedingt auch mal angehen in diverse Richtungen. Das ist doch mehr als man denkt, nicht wahr?

    1. ja, das Thema „Mentales Gerümpel“ ist ziemlich vielschichtig und – für mich – auch total überwältigend. Das ist ein Fass ohne Boden, weil man eben zuerst denkt „ich!? ich hab doch keinen emotionalen Ballast“ – und wenn man mal genauer hinguckt…oh oh…da schleppt man schon ordentlich was mit…

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