Minimalist-TAG

Im Dezember geisterte das Video von Cathy durch die Blogosphäre und war sehr interessant. Und als ich neulich wieder drüber gestolpert bin, dachte ich mir, ich beantworte die Fragen aus Spaß auch mal. Ich mag es zwar nicht, so „Stöckchen“ zu werfen, aber wer die Fragen auch beantworten möchte (als Kommentar oder im eigenen Blog) kann das natürlich gerne tun.

So, geht los:


1. What drew you to minimalism?

Ich bin da irgendwie über die Organisationsschiene reingerutscht. Ich suchte damals nach einer Möglichkeit, Haushalt, Hobby, Ausbildungsplatz im Betrieb und in der Berufsschule unter einen Hut zu kriegen. Vom Buch „Feng Shui gegen das Gerümpel des Alltags“ und „Nie wieder Chaos“ bin ich dann irgendwie auf zenhabits gestoßen und hab mich erstmal festgelesen. Wow, ich merke gerade wie lang ich schon dabei bin. Die meisten Minimalismus-Blogs von damals lese ich gar nicht mehr, weil die sich irgendwie im Kreis drehen – oder die Leute aufgehört haben zu bloggen. Sie haben alles mögliche minimalisiert und dann fiel ihnen nix mehr ein oder sie haben einfach komplett radikal das Thema geändert. Naja, jedenfalls hab ich dann angefangen mich besser zu organisieren und zu entrümpeln.

2. How did you start the de-cluttering process?
Ich hab einfach angefangen. Ohne mir großartig Theorie anzulesen. Das kam erst später, als ich nicht genau wusste, wo ich bestimmte Sachen am Besten entsorgen oder loswerden kann. Entrümpeln ist eine sehr intuitive Sache. Man weiß einfach, was man nicht mehr haben will. Bei persönlichen Gegenständen wie Fotoalben, Briefe usw. ist es natürlich schwieriger, aber bei diesen Sachen lasse ich mir Zeit oder bewahre sie einfach auf.


3. Have you ever counted all your things? If so, how many things do you own?

Das Einzige was ich mal gezählt habe, waren meine Klamotten. Im Sinne einer Inventur, um endlich mal zu wissen, was ich so alles habe und wovon ich erst mal nix mehr kaufen muss. Das werde ich auch nach jeder Ausmistaktion auch weiterhin tun. Diese Marotte Dinge zu zählen rührt daher, dass es natürlich ganz einfach ist, wenn ich nur einen Koffer voll Zeug habe. Hab ich aber nicht. Ich hab noch tausende von Sachen, deshalb würde ich mich auch nicht als Minimalistin bezeichnen. Der Unterschied ist aber zu den meisten anderen Menschen, dass ich ganz genau weiß was ich alles habe und was ich brauche.
Abgesehen davon finde ich es einfach unnötig seine Dinge zu zählen. Das ist für mich eine völlig unnötige Information.

4. What are your tips for dealing with the desire for more?
Gute Frage! Schwierige Frage! Auch wenn ihr nicht mitmachen solltet, beantwortet euch die Frage selbst mal. Das ist wohl die wichtigste Frage, die man sich beim Thema Minimalismus und Konsum stellen sollte!
Ich habe mich damit schon mal hier im Blog beschäftigt. Ich glaube, wenn da irgendwo ein Kaufwunsch herumschwirrt, hat das immer etwas mit einem anderen Bedürfnis zu tun. Was will man verbessern? Wie will man sich fühlen? Kaufe ich die schönen Buntstifte nur, weil ich mir heimlich einbilde damit kreativer zu sein? Was regt meine Kreativität stattdessen an? Warum will ich unbedingt das rote Kleid? Will ich mich weiblicher fühlen? Jemanden beeindrucken?
Du verstehst was ich meine. Der Knackpunkt ist, zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Fragen zu stellen. Und das ist schwierig, wenn man gerade im Laden steht und schöne Dinge anguckt.

5. How do you deal with non-minimalists in your life?
Akzeptieren. Drüber reden, warum es mir wichtig ist, nicht noch mehr Zeug anzuhäufen. Erzählen, wie ich mich fühlen möchte und warum mir eine minimalistische Lebensweise gut tut. Hilfe anbieten. Reden, wenn der andere fragt. Abwarten und Tee trinken.
Thema Geschenke ist ein bisschen schwieriger, weil ich es so müde geworden bin, Sachen zu verschenken. Ich habe Probleme damit, anderen noch mehr Zeugs zu schenken. Ich hoffe, die Wahrnehmung „Gutscheine sind lahm“ ändert sich bald.
Wenn ich etwas geschenkt bekomme, fühle ich mich in erster Linie gestresst. Die meisten Leute schenken mir nichts mehr, was völlig ok ist oder treffen total ins Schwarze. Puh! Das war viel Arbeit und ging nicht von heute auf morgen, aber es funktioniert jetzt.

6. Do you have any guilty pleasures where minimalism doesn’t apply?
Jepp. Superheldencomics. Ja, jetzt wisst ihr es. Total komisch, aber dieses Heldengetue gefällt mir total gut und ich hab meine bisherigen Hefte schon ein paar Mal gelesen und tausche sie regelmäßig mit einem Kollegen. Ich mag es, mich auf das neue Heft zu freuen und extra zum Comicladen zu gehen, weil da nette Leute sind und ich mag die Zeichnungen und die Farben sind auch super, das Heft riecht gut und überhaupt!!! Ich weiß auch nicht, aber diese Geschichten inspirieren mich, weil die immer so megahyperkrassderbe Probleme haben und trotzdem immer eine Lösung finden :D

Das war’s schon. Wenn du magst, leg los!

Ein Gedanke zu “Minimalist-TAG

  1. Ach, über „Feng Shui gegen das Gerümpel im Alltag“ bin ich gerade auch im Buchladen gestolpert. Hab reingelesen und fand es sehr ansprechend. Es bestätigt mich, dass du es jetzt hier nennst, dann werde ich es mir wohl mal ausleihen.
    LG Zora

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