Mit einem hilfreichen Jahresmotto gegen Konsumismus

Warum kaufen wir eigentlich so viel? Weil wir uns glücklich fühlen möchten, ein bisschen unsere Identität ausstaffieren möchten, um uns ein Statusupgrade zu ermöglichen. Was passiert, wenn ich aufhöre zu shoppen? Wenn ich aufhöre Dinge anzuhäufen, was passiert dann mit mir?

Als ich bei anderen Bloggern etwas über deren Jahresmottos gelesen habe, z.B. hier, hier, hier oder hier, kam ich kurz ins Grübeln. Ein Jahresmotto, eine Idee, ein Leit-Wort für eine bestimmte Zeitspanne ist ziemlich hilfreich. Es sind keine festen Vorsätze mit dem Ziel der Selbstoptimierung. Ich empfinde mein Jahresmotto eher wie einen warmen Mantel im Winter oder ein kühles Glas Wasser an einem heißen Sommertag. Obwohl es nichts Festes und nichts Starres ist, füllt es die Lücke, die durch das Nicht-Shoppen entsteht. Es engt mich nicht ein, ich kann abwartend und staunend in der Welt umher blicken. Es übt keinen Druck auf mich aus. Ich MUSS NICHTS schaffen. Ich kann, wenn ich will. Und das ist ein gewaltiger Unterschied. Alles, was zu dem jeweiligen Jahresmotto passt, ist gut. Und wenn es nicht dazu passt, ist es auch egal. Eine ziemliche Faulpelz-Variante, ich weiß. :D

Ein (Jahres- oder Monats-) Motto wählt man so:

1. Stell dir diese Frage: „Wie möchtest du dich fühlen?“

2. Sei offen, für die Art und Weise, in der sich das Gefühl manifestiert.

Beim Lesen  und Nachdenken über die vielen Mottos ist mir erst aufgefallen: Da ist gar kein Platz für sinnloses Shoppen. Der Fokus ist woanders. Wenn man sich die Zeit mit einkaufen vertrödelt, steckt ja vermutlich eh etwas anderes dahinter. Also kann man es auch gleich sein lassen und lieber einen Spaziergang in seiner Seele machen.

 

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