Motivation, minimalistisch.

Nur ein Gedanke.

Ich habe noch nie ein Buch über Motivationstechniken gelesen und dieses Tschakka-Zeugs ist mir nicht geheuer. Aber als ich neulich mal in meinem Gehirn spazieren ging, fand ich einen interessanten Gedanken zum Thema Motivation.

Wodurch wird man motiviert? Wie motiviert man sich längerfristig für Projekte?

Ich glaube, es ist in Wirklichkeit ganz einfach.

1. Herausfinden, warum man etwas machen will oder warum man etwas eigentlich tut. Und das ist der Trick: Solange „Warum?“ fragen, bis man in sich dieses glühende Gefühl findet, das dann so stark wird, dass die Augen anfangen zu strahlen.

2. Die Antworten, die man gefunden hat, auf sich wirken lassen.

3. Sich dann um das WIE kümmern.

Wie ich darauf komme? Weil die Motivation zum Laufen trotz aller Fehlschläge immer noch da ist und niemals wieder versiegen wird.
„Ich will anfangen zu laufen!“
– Warum willst du das denn?
„Weil ich gesund und fit werden und bleiben will“
– Warum willst du das?
„Weil ich dann gut und lange lebe..?!“
– Warum willst du das?
„Weil ich dann die Kraft habe, Freude und Glück in der Welt zu verbreiten. Weil ich den Planeten retten kann!“

#glow

Mir ist klar, dass das vielleicht ein bisschen naiv ist, aber ich kann’s nicht abstellen. Und was soll’s?! Es wirkt.

9 Gedanken zu “Motivation, minimalistisch.

  1. Dazu willst du laufen? Ist die Frage die mir in die Gedanken springt. Ich laufe weil sich mein Geist beruhigt, wie ein klarer Bergsee. Das Gefühl mit allem eins zu sein. Keine Trennung zwischen Schritt, Laufstrecke, und mir. Alles ruht keine Unruhe. Keine Motivation nur noch Gegenwärtig, nur das jetzt.
    Würde ich nur einen anderen Grund brauchen, würde ich nicht einmal die Schuhe zu binden. Ich denke das Menschen fit sind wenn sie ihr Ding finden, ihr „flow“ wie manche sagen. Ihr „Jetzt“, wie Tolle es sagen würden. Das geht nicht? Es muss dies oder das sein? Sieh dir Thich Nath Hanh an er ist über 70 und wirkt wie 40. Aber nicht weil er motiviert ist oder glaubt, sondern weil er ist wer er ist. Und das immer gegenwärtig.
    Deswegen sehe ich mich auch als Soulrunner, ich laufe um eins zu sein. So fahre ich auch Rad. Einfach nur sein. Müsste ich dein Kopfkino durchstehen würde ich auf der Couch bleiben.

    1. Dieses Gefühl, dass du beim Laufen beschreibst, kommt ja erst BEIM laufen oder DANACH. Wenn ich noch nie gelaufen bin, kenne ich dieses Gefühl nicht. Wenn jeder von diesen Gefühlen wüsste, die das Laufen oder Sport generell auslösen kann, würde ja jeder sporteln und rank und schlank sein. Sind die anderen aber nicht.
      Ich rede von der Motivation, und die kommt vorher.

  2. Dein Gedanke zur Motivation find ich sehr gut. Dadurch kommt man dem näher was man wirklich will und dann auf einmal erinnert man sich an den „flow“ wie von prot beschrieben und dann vergisst man die vorhergehenden Gedanken und geht auf in diesem glühenden Gefühl. Danke! J

  3. Prot hat im Grunde absolut recht, wenn er von einem äußerst gesunden Geist ausgeht. Aber das Glück haben die wenigsten von uns.
    Die meisten haben doch irgendwo irgendwann mal einen kleinen Knacks bekommen, der dafür sorgt, daß irgendwo Dinge aktiv sind, die unser JETZT beeinflussen. Tolle würde vielleicht empfehlen, sich dann von der Identifikation mit dem Schmerzkörper zu lösen.

    Ich würde dazu gerne Rei Kō Michael Sabass Sensei (Die Zen-Übung und warum wir uns das antun)zitieren:

    „Ich stelle mir das wie einen großen Baum vor, eine Eiche vielleicht, aus deren dickem Stamm sich ein im- mer breiter werdendes Geäst empor reckt. Unser All- tagsbewusstsein befindet sich am äußeren Rand der Baumkrone, es nimmt die Welt in all‘ ihrer Differen- ziertheit und Verschiedenheit wahr, und es weiß nicht, dass alle Äste nach unten hin sich miteinander verbin- den und letztlich nichts von anderem getrennt ist. Alle Dinge und Wesen scheinen unabhängig voneinander zu existieren. Die Astspitzen sind auch meine Gedanken und Gefühle, meine Wünsche nach irgendeiner Sache, nach Zuneigung von diesem oder jener, meine Abnei- gung gegen Hungrig-Sein, gegen Schmerzen, Verlet- zungen usw.

    Wenn meine Wahrnehmung etwas tiefer reicht, dann erkenne ich, wie verschiedene Dinge oder Gefühle oder Wünsche miteinander zusammenhängen, eine gemein- same Ursache (an der Astgabelung) haben. Dann erken- ne ich z.B., dass mein Wunsch nach einem neuen Auto und nach einer neuen Jacke und nach drei Tagen Urlaub an einer Strandpromenade aus dem gleichen Ast kom- men – meinem Wunsch, bemerkt zu werden, wahrge- nommen zu werden.“

    Ich glaube, wenn Frau DingDong das macht, was sie geschildert hat, ist sie, mehr oder weniger bewusst, genau auf der Suche nach diesen Astgabelungen.
    Und das ist, wie ich finde, ein äußerst gesunder Umgang mit sich selbst.

  4. So ist es.
    Konkrete Ziele und wozu will ich dies oder jenes tun.
    Dazu die Einsicht „Gewohnheiten statt Vorsätze“.
    Das zusammen wirkt Wunder.

    „Tschakka“? War mal auf einem Vortrag, wo uns „Tschakka“ gepredigt wurde (mit anschließendem Buch-Verkauf) ;-) bin da auch eher skeptisch.

  5. Das mit dem genannten „Knacks“, von Jan finde ich interessant. Den dieser „Knacks“ den gibt es auch bei mir. Sonst wären eine Suchtgeschichte nicht Teil meines Seins. Als ich merkte das mich Sport frei macht ins Jetzt bringt und es an nichts mehr fehlt. War die Sucht kein Weg mehr!
    Frau DingDong
    Deine Sicht mit rank und schlank in allen Ehren. Aber ist das ein einheitliches Ziel der Menschen??? Ich denke nicht. Ich gehe auch nicht davon aus das dick sein ein Ziel ist. Aber unsere paradoxe Gesellschaft stellt schlank sein auf so einen Sockel, das Millionen von Raucher ihre Zigaretten behalten weil sie nicht zunehmen wollen!? Ich denke Figur Ziele sind subjektiv und ganz genau genommen nach Erkenntnissen der WHO. Ist der Zusammenhang schlank langes Leben nicht herzustellen. Dort wird festgestellt das ein Mensch mit bis 30% Übergewicht die höchste Lebenserwartung zeigt. Und nun kommen sicher die Studien die sagen dicke sind krank! Wirklich? In unserer Gesellschaft wird nur bei dicken nach gesehen welche Krankheiten da vermehrt auftreten. Bei sogenannten „dünnen“ nicht. Was sagt eine so geführte Auswertung? Dicke sind krank. Es gibt von einem Soziologen ein Buch der dies mal aufzeitgt, das wir nur da genauer hinsehen. Nicht bei all den „gesunden Schlanken“ die ebenfalls mit Herzinfarkt, Schlaganfall e.t.c umfallen. Da führt keiner Statistik außer die WHO. Deswegen finde ich Motivation trotzdem gut. Halte es aber mit Jedimeister Yoda „Tu es, oder tu es nicht. Es gibt kein Versuchen.“ Ein Spruch dem wir auch in jedem Coaching Buch und Seminar begegnen.

  6. noch eine verbindung, die mir auffällt und vielleicht zusätzlich motiviert: laufen ist minimal. und das laufen kann man gegenüber dem heute üblichen joggen noch minimaler machen. barfuss oder mit ganz flachen flexiblen mimimalschuhen. alleine durch das fühlen und die rückmeldungen von den fusssohlen verändert sich vieles. ich bin eigentlich unsportlich (gewesen) aber beim (minimalen barfuss)laufen fühle ich mich wie ein Tier und laufe einfach und bin glücklich, ohne großes denken (das ich sonst etwas zu viel betreibe)
    hoffe das motiviert (nachträglich)
    LG daniel
    PS:hierzu gibt es ein plakatives und amerikanisch übertriebens und dennoch lesenswertes Grundlagenwerk: „born to run“. Aber damit wird es dann sicher schon zuviel der Motivation sein.
    PSS: meine Antwort auf die mehrschichtigen Warums beim Laufen: „mich lebendig fühlen“

  7. Hallöchen,

    einen tollen Blog hast du da, den ich seit paar Tagen lese. Der Beitrag hat mich dazu beflügelt dir eine Nachricht zu hinterlassen. Das warum ist ja richtig motivierend! Ich werde es die nächste Zeit mal probieren! Ich hoffe das pusht genauso, wie dein Text dazu!

    LG

    Artemis

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