National Day of Unplugging 2014

Heute Abend bis morgen Abend (also 24 h und somit eigentlich der Samstag) ist der National Day of Unplugging.

Warum? Weil wir ständig vor irgendwelchen Bildschirm sitzen und wenn wir nicht im Internet rumgurken (oder bloggen *hust*), fotografieren wir unser Essen oder drehen Videos von unseren Shopping-Hauls. Klar, bringt auch Spaß und ist ansich nichts Schlimmes.
Aber: Bloß nix verpassen. Mit allen alles ständig teilen. Über das mittelmäßige Leben wird ein Filter gelegt und schon denken alle, hui, es ist so perfekt. Nebenbei angeln wir ständig im Informationsfluss und haben keine Zeit mehr, selbst zu denken. Wann hast du das letzte Mal bewusst Langeweile ertragen?

Und die Reboot Society hat sich gedacht: Das geht auch mal anders.

Wir können also morgen einen Sabbath-Tag ausprobieren. Computer aus. Ipad aus. Smartphone aus. Stecker ziehen und keine Knöpfe drücken.

Minimalistischer gehts nicht, oder?

Und was ist mit dir? Machst du mit? Schaltest du ab? Wofür nutzt die Zeit?

10 Gedanken zu “National Day of Unplugging 2014

  1. Oh nein! Zu spät. Laptop ist schon an um diesen Beitrag zu lesen. War wohl nix mit meinem Unplugged Day. Macht aber nix, ich hol den einfach irgendwann mal nach ;)

  2. Ein „unplugging“ Day?
    Das denke ich braucht man sicher wenn man dem Mainstream folgt. Aber ich, brauche mich da sicher nicht anschließen!!! Ich verwende meinen Rechner nur am Wochenende! Ich bin in keinem sozialen Netzwerk (Facebook, Twitter, Instagram, Google+, oder wie sie auch heißen.)
    Mein Rechner ein Desktop, ich brauche kein Tablet! Dient mir Information zu beschaffen. Im schlimmsten Fall 5 Stunden in der Woche. Ansonsten brauche ich das nicht, weil man sich im Netz schon auskennen muss um nicht falsche Nachrichten zu lesen. Ein getönt im EU oder USA Fieber. Und da diese Seiten immer weniger werden, auch wenn sie oft ein Presse Echo sind. Lese ich wieder die gute alte Zeitung.
    Für mich sind heute viele Menschen, ein „Zombie des Internets“ ohne da echte Informationen zu finden. Sondern sie klatschen den Mainstream.
    Schlimm finde ich das viele die reduziert Leben dem Netz noch mehr anhängen!
    Langeweile hast du angesprochen? Die habe ich nie und erlebe sie nie. Aber ich gehöre zu den Menschen die bewusst „Nichtstun!!!“ Und das jeden Tag 1 bis zwei Stunden. Und ich finde das ist sehr belebend.

    1. Ich bin unter der Woche kaum online, dafür am Wochenende. Für mich war ein kompletter Unplug-Tag also schon eine Herausforderung.

      Sich nur auf die Zeitung zu verlassen, finde ich sehr gefährlich. Da die meisten Tageszeitungen zu Medienkonzernen gehören. Das sind zwar unterschiedliche Blättchen, aber es steht trotzdem überall das gleiche drin. Die Nachrichten kommen ja von den Agenturen, die wiederrum von PR-Firmen gefüttert werden. Und das alles wiederum gehört auch zu den Medienkonzernen. Wie das ganze funktioniert, hat man ja an der Berichterstattung zum „Veggie-Day“ gesehen.

      Tja, und was Minimalismus und Internet angeht: Kein Blog, keine Kommentarfunktion :) Und das wär ja dann auch doof, ne?

  3. Oh, leider verpasst bzw. ganz offensichtlich schon konterkariert ;) Die Idee finde ich aber gut und wichtig, werde ich bestimmt mal für mich selbst nachholen. Wobei man das ja leider wirklich nur am Wochenende oder im Urlaub machen kann, mein Arbeitgeber würde mich zumindest schräg angucken, wenn ich ihm erklären würde, dass ich aufgrund meines Unplugging-Days nichts am Rechner machen kann :D

  4. Hey.
    Also wieso muss es erst einen Tag dafür geben (es gibt ja für alles irgendein Tag), damit man es macht? oder eben nicht?
    Prinzipiell ein guter Grundgedanke, aber nutzt es was?
    Keine Ahnung…..

    Mein Anliegen ist es, mich vom PC immer unabhängiger zu machen. Vor ein paar Monaten habe ich mich selbst aus Facebook verbannt und auch meine Foren reduziert. Ein Smartphone besitze ich nicht und Twitter e.c. habe ich nie genutzt.
    Der nächste Schritt wird sein, vor der Schule KEINE E-Mails mehr zu checken (so wie jetzt gerade *hust*).

    Schlussendlich muss es jeder selbst entscheiden. Ich für mich habe entdeckt, dass mir die Flimmerkisten auf Dauer nicht gut tun.

    1. Ich würde auch nicht sagen, dass ich zu dieser am-Bildschirm-Kleb-Fraktion gehöre, aber für Leute, die ohne Handy/Tablet/Internet GAR NICHT mehr können, ist so ein offizieller Tag doch mal eine gute Erinnerung für Offline-Aha-Erlebnisse :)

  5. Seit ich bei Facebook abgemeldet bin und meine Blogs eingestampft habe, bin viel weniger im Netz unterwegs. Es ist wirklich schlimm wie sehr soziale Netzwerke die Zeit fressen. Ich habe eh nur ein normales Handy ohne Internet und selbst das bleibt öfter zu Hause liegen. Seit dem lese ich auch viel seltener Blogs. Ich muss sagen das Leben der anderen interessiert mich recht wenig es sei denn es sind reale Freunde.
    Ich hoffe das bleibt auch alles so.

  6. Schade, den habe ich verpasst, aber ich hab eh schon selbst gelegentlich einen Switch-off-Sunday eingebaut – und gemerkt, dass mir nichts fehlt, solange ich nur mit lieben Menschen umgeben bin.

    Gelegentlich übe ich das unpluggen auch, wenn ich mit mir allein bin. Das geht am besten mit meiner Ukulele :) Ich bin so froh, da ein Hobby ohne Bildschirm zu haben.

    (Unter meinem Link gibt’s mehr Ideen, was man an einem Switch-off-Tag tun kann.)

  7. Was die Zeitungslektüre angeht: Da lohnt es sich, in Qualität zu investieren. Die SZ kostet über 50 Euro im Monat, aber dafür besteht sie nicht weitgehend aus Agenturmeldungen (wie kleinere Zeitungen), sondern bringt immer wieder gute, ausführliche Reportagen, Kommentare etc. Wenn man nun zu jedem Thema noch die Meinungsvielfalt im Internet berücksichtigt, steht man vor dem Problem, das Du im „Auswahl-Beitrag“ gut beschrieben hast. Es ist einfach unheimlich aufwendig, z.B. zum Thema Ukraine zig Meinungen im Internet zu lesen und zu bewerten. Da kann die Beschränkung auf eine hochwertige Zeitung schon helfen (so lange es noch welche gibt).

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