Ohne Shampoo leben – ein Update

Da immer noch wahnsinnig viele Leutchen hier auf meinen Blog kommen, dachte ich, es sei mal wieder Zeit für ein kleines Update.
Kurz zur Info für die Neulinge: Im Mai habe ich damit aufgehört, Pflegeprodukte und Shampoo zu benutzen.
Wie es mir nach diesem Experiment ergangen ist, könnt ihr hier nochmal nachlesen.
Letztlich hat sich (außer ein paar Kleinigkeiten) nicht wirklich was daran verändert. Meine Frisörin weiß immer noch nichts davon und wollte mir auch kein Shampoo gegen fettiges Haar aufdrängen (…weil sie auch nicht fettig sind, Anm. d. Red.). Meine Haare glänzen und sitzen fantastisch und nun der Hammer: Ich wurde meinen Spliss los!! Ich vermute mal, das liegt daran, dass die Haarspitzen durch das Shampoo nicht mehr ausgetrocknet werden. Die Haarspitzen heilten sich quasi von selbst und nun wachsen sie schön vor sich hin.

Meine Haarwaschroutine ist ein kleines bisschen anders geworden. Zuerst machte ich ja nur eine Natron-Spülung, dann bin ich im Sommer dazu übergegangen das Zeug als Paste aufzutragen, was ich aber vor ein paar Wochen wieder aufgegeben habe, da sich meine Haare hinterher doch ein bisschen fettiger anfühlten. Hab wohl zu viel genommen, oder das zu oft gemacht.
Ich habe diese Paste auch nur noch einmal die Woche benutzt und ansonsten nur mit Wasser gewaschen, der Effekt war derselbe. Einmal habe ich zwischendurch auch nochmal getestet, wie es ist, wieder normales Shampoo zu nutzen: Kein Unterschied.

Nun mache ich es so und komme damit gut klar:
1 EL Natron + warmes Wasser als Spülung (2-3 x pro Woche)
1 x pro Woche eine Spülung mit Tafelessig (stinkt nicht so wie Apfelessig :D)

Es ist nicht so, dass man eine Fett-Explosion im Haar hat, sobald man aufhört Shampoo zu nutzen. Wenn überhaupt, wird nur der Ansatz fettig und das darf er ruhig sein, weil das die natürliche Funktion unseres Körpers ist. Auch wenn es jetzt wahnsinnig ungeplegt klingt, ja, Schuppen können auch passieren. Vor allem wenn man Kopfbedeckungen trägt. Wenn man regelmäßig seine Haare wie oben durchspült, hat man aber keine Probleme. Dann verschwinden auch die Schuppen wieder.

Ich bin zwar kein Kosmetik-Genie, aber ich rate jedem mit trockenen, strapazierten, dünnem, dicken und ja, auch fettigen Haaren das mal auszuprobieren. Es dauert zwar schon, bis sich das alles umgestellt hat, aber wer durchhält wird belohnt.

Und ja, ich habe noch Freunde. Und Kollegen. Und einen Partner. :D

7 Gedanken zu “Ohne Shampoo leben – ein Update

  1. ich finde das schön, dass du solche experimente machst – und sie auch noch funktionieren! ich experimentiere ja auch so gern mit solchen dingen

    bei mir hat natron nicht gut funktioniert, dafür komischerweise wasser allein.

    exkurs: ich hab neurodermitis, aber keine probleme mehr, seit ich mich seit drei jahren nur mehr mit wasser dusche (außer die achseln, die bekommen schon seife, weil ich meistens kein deo benutze. auch hier hab ich bemerkt: die achseln gewöhnen sich ans nicht-deo und stinken immer weniger. ich rasier sie immer schön glatt, wasch sie jeden tag am waschbecken mal mit wasser mal mit seife – und fertig. deo hab ich eins ohne alk und ohne alu von alverde)
    schwafel-schwafel… ich wollte eigentlich sagen:

    ich wasche meine haare fast nur mehr mit wasser. das klappt bei mir (feine glatte haare bis zur taille; gebiet mit eher weichem wasser) indem ich zuerst mit sehr warmen wasser schampoonierbewegungen mach, also kopfhaut massiere. dann kommt eine kalte essigspülung (so wie deine), dann nochmal sehr warmes wasser, massieren. (das geht auch unter der dusche, ich beug mich da vor, sonst sterb ich ja bei der kalten spülung)
    ich muss das derzeit noch täglich machen weil ich trotz neuro schnell fettende haut habe :( aber es wird schon immer besser.
    ich mach das seit juli, hab da allerdings noch alle 5-7tage mit verdünntem schampoo gewaschen und sonst jeden tag mit wasser. ich hab mich ein bisschen rangetastet an die sache, ich hab schon jahre davor mein naturkosmetikschampoo sehr verdünnt, also hat meine kopfhaut nicht wild gezickt. leute die vorher jeden tag mit ordentlich viel fructis o.ä. gewaschen haben müssen sich auf 6 wochen umstellungszeit gefasst machen. die sich auszahlt!!!
    vielleicht muss man nicht jeden tag waschen, das hängt von kopfhaut/haaren ab.
    wichtig: wildschweinborstenbürste und jeden tag bürsten! auch über die kopfhaut kratzen, die braucht das zur reinigung. vor allem am abend den staub vom tag rausbürsten. sollten die haare fettig wirken – in der früh ist das wieder weg!
    meine sehr feinen haare haben mehr substanz (griff) bekommen, auch ein bisschen mehr volumen. und weniger spliss.

    oh und ich hab auch noch freunde, uni-kollegen und meinen freund :)

    1. oh vielen Dank für deinen ausführlichen Bericht und vor allem auch interessant, dass deine Haare nun auch besser geworden sind (wegen Spliss und so)!
      Der Hinweis zum Langhaarnetzwerk ist auch super, ich werde mich da mal bei den Rezepten durchklicken.

  2. Salut.

    „(…weil sie auch nicht fettig sind, Anm. d. Red.)“ ;-) hast ne nette Redaktion.

    Wie ist eigentlich der pH-Wert Deiner Natronpaste? müsste doch extrem basisch sein? lässt der sich vielleicht hautfreundlicher „anpassen“, indem man was beimengt?

    Ich benutze seit Jahr und Tag SIMPLE ;-) das kostet zwar was, aber ist wirklich ergiebig. Aber so ein Experiment wollte ich auch mal wagen. Muss nochmal meine Oma fragen, wie’s früher war – ich vermute mal die Antwort lautet „Kernseife“ (flüssig/breiig).

    Grüßle

    1. hmmm..hab ich noch nicht gemessen, ist aber auf jeden Fall sehr basisch. Mittlerweile bin ich ja wieder dazu übergegangen eine Spülung zu machen, weil mir das doch ein bisschen zu viel war…
      Beimengen…mmh..puh..da bin ich ehrlichgesagt überfragt, ich würde halt dann einfacher erst mal weniger nehmen, zumindest hab ich es so gemacht…

      Also ich habe meine Oma auch gefragt und die Antwort war Kernseife :D Viel Aufgeschäumt und gut durchgespült. Aber ich schau noch mal in meinen Schönheitsfibeln aus den 30er-50er Jahren nach!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*