Produktfrei leben – mal ein wieder ein Update

Es wurde sich von verschiedenen Seiten immer mal wieder ein Update zu meinem damaligen „Produktfrei Leben“-Versuch gewünscht und dem komme ich gerne nach! Das letzte Update is ja auch schon länger her…
Für alle neuen Blogleser eine kurze Zusammenfassung: Ich habe 2011 versucht, einen Monat lang auf Shampoo, Duschgel, Make-up, Cremes, Salben, Wässerchen usw. zu verzichten um zu gucken, was passiert. Spoiler: Ich lebe noch.

Aber: was hat sich in der Zwischenzeit getan?

Eine Menge!
Und zwar im wahrsten Sinne. Es hat sich wieder jede Menge Zeug angehäuft.

Ich benutze nach wie vor regelmäßig: Nagellack, Seife, Gesichtsöl oder -creme, Handcreme, Parfüm, Lippenpflege und/oder Lippenstift.
Ich benutze ab und zu: Shampoo (da reicht mir Seife oder aber auch mal so Reisegrößen, ich wasche mir mittlerweile einmal pro Woche die Haare mit echtem Naturkosmetik-Shampoo), Lidschatten, Rouge, Tagescreme, Gesichtsmasken
Ich benutze nie: Wimperntusche (da fühlen sich meine Augen zentnerschwer und hässlich an), Spülung aus Essig (hat sich nich mehr so ergeben)

Die große Überraschung: Ich hab mir getönte Tagescreme gekauft und benutze sie ab und zu. Weil ich innerhalb von wenigen Wochen mind. 4 Mal von verschiedenen Menschen auf meine roten Stellen im Gesicht angesprochen wurde. Die ich schon immer hatte und habe. Komisch, oder? Da merke ich selber, wie ich mir meine Unsicherheiten wegtönen will. Ob ich mir diese Tagescreme nachkaufen werde? Ich glaube nicht. Blöd nur, dass mir das alles erst hinterher aufgefallen ist. Meine roten Wangen kommen laut Gesichtsdiagnostik von einer überforderten Bauchspeicheldrüse. Also sollte ich lieber da mal aufpassen, anstatt mein Geld für Gesichtstönung rauszuwerfen…
Auch ne Überraschung: Ich mag es wieder, mir ab und zu ein bisschen schillernden Lidschatten aufs Auge zu pinseln. Nicht viel, aber ein bisschen Glanz hab ich gern. Das ist wirklich was für mein Herz. Mich glänzend machen, mich anschauen, mich schön fühlen. Das hatte ich früher beim Schminken nie. Ob das diese Selbstliebe ist, von der alle ständig reden?
Keine Überraschung, aber trotzdem erwähnenswert: Bunter Nagellack ist echt mein Ding. Wirklich. Das hab ich während der damaligen Challenge ja auch am meisten vermisst und ich bin mittlerweile total zum Maniküre-Mensch mutiert :D Es glitzert, glänzt und schillert und macht mich einfach froh. Ganz großartig ist es jetzt übrigens mit Nailart Stamping. Mein neues Lieblingshobby :D Und wie es mit Hobbies halt so is – es sammelt sich jede Menge Zeug an. Allerdings habe ich alles in einer Kiste und darauf soll sich das auch beschränken. Und ja, gesund isses nicht, aber das is mir egal.

Mein selbstgemachtes Deo ist immer noch das Beste, was ich je hatte. Zwischendurch, in einem Anfall von Unsicherheit, habe ich mir wieder normales Deo gekauft und wurde sofort enttäuscht. Mich nervt auch, wieder so wahnsinnig viel Zeugs herumstehen zu haben, deshalb ist jetzt aufbrauchen und aussortieren angesagt. Vielleicht merke ich mir mal, dass ich das meiste einfach eh nich brauche.
Mittlerweile kaufe ich auch in speziellen Fällen eher diese Reisegrößen, z.B. für Sonnenmilch. Da reichen 50 ml für einen Hamburg Sommer :D Ansonsten ziehe ich handgemachte Pflanzenölseifen den gekauften 30 Cent Stücken vor. Die riechen besser, ich unterstütze kleine Läden und fürs Haare waschen sind sie ideal.
Und ja, ich bleib bei meiner Meinung: Haare sind in erster Linie ein Ergebnis von Hormonen und Ernährung und falscher „Pflege“ – nämlich gnadenloser Überfordung durch ein zu viel und zu oft. Wenn du da Probleme hast, sprich mit deinem Friseur darüber und versuch mal das eine oder andere Produkt auszutauschen oder wegzulassen. Und mit der Haut ist es genauso. Guck dir mal genau ins Gesicht, mach vielleicht nach diversen Nahrungsmitteln Fotos. Dieser Kreislauf aus zu fett, zu zuckrig, zu viel Kaffee und zu wenig Schlaf hinterlässt seine Spuren. Das sind Binsenweisheiten, ich weiß. Aber genau deshalb sollte man das nicht ignorieren.

Das wars mit meinem Fazit.

Wie machst du dich schön? Viel Make-up oder gar keins? Eyebrows on fleek? Was ist dein Schönheitsgeheimnis? Was würdest du gerne weglassen? Was musst du definitiv mal aufbrauchen oder ausmisten?

Wochenrückblick KW 23 / 2018

Heute is Regenwetter, da kann man sich ruhigen Gewissens endlich mal ins Internet verabschieden. Zum Beispiel mit diesen Links:

A quick guide to a great summer – ich glaub, ich schreib auch mal eine „Summer Bucket List“ für ein bisschen mehr Urlaubsfeeling im Alltag.

„Wriggle“ hat mich die ganze Woche begleitet. Grüße an die seiltanzende Amazone. Der Absprung ist j et zt. ;)

Gehst du eigentlich noch ans Telefon? Ich gehör zu den Leuten, die Messenger Apps großartig finden und absolut nix dagegen haben, dass Telefonieren verschwindet. In Bussen und S-Bahnen ist es dadurch viel ruhiger geworden.

Zaha Hadids hat auch mal ein privates Haus gemacht. Das lässt sich sehen.

Habt ihr gehört? Der Verbrauch von Plastiktüten geht deutlich zurück, seit sie was kosten. Geht doch.

Eine KI kann auch malen. Und zwar schön.

Noch bis 17.6. gibts in Hamburg ein Virtual Reality Festival. Viele der gezeigten Sachen kann man aber auch online gucken.

Das wars. Schönen Sonntag! :)

To Do – im Juni

Okay, da sind wir also schon im Juni. Das fühlt sich irgendwie viel zu schnell an und ich frag mich – wo bitte is das letzte halbe Jahr hin? Denn eigentlich ist gar nicht so viel passiert…?! Irgendwie stresst es mich gerade voll, dass wir schon Juni haben.
Aber okay, kurz durchatmen und cool bleiben. Dann werde ich den Juni also zu meinem Selfcare-Monat ausloben. Die Bremse treten, weil der Monat eh schon wieder voll mit Terminen ist. Ich würd sagen, 80 % meines Freundes- und Bekanntenkreises hat im Juni Geburtstag. Dazu kommt, dass jetzt meine Kollegen anfangen, sich reihenweise in den Urlaub verabschieden, das heißt, die Arbeit wird auch mehr.
Wenn ich mir meinen Kalender mit den ganzen Terminen anschaue wird mir schon schwindelig, dabei brauch ich doch dringend mein Leben als bloggender Einsiedler!
Gleichzeitig ist da der Drang nach etwas Neuem. Vielleicht muss ich einfach mal wieder alles anders machen? Jedenfalls soll es sich nicht in Konsumgütern niederschlagen sondern in Erfahrungen. #minimalismus und so

Ich nehme Tipps zur Ausbalancierung dieser paradoxen Neigungen gerne entgegen :D

Übrigens habe ich meinen Kleiderschrank ausgemistet und es war einfacher als gedacht. Ich besitze nun wohl mehr Kleiderbügel als aufzuhängende Kleidung, aber das war es wert. Von einer Capsule Wardrobe bin ich zwar immer noch weit entfernt, aber ich weiß auch mit meinem 219 Teilen auch so, was ich habe. Nachkaufen muss ich nichts, umändern auch nicht. Wenn ich weiter abnehmen sollte, muss ich früher oder später eh was machen, aber bis es soweit ist, werde ich meine Garderobe soweit strecken wie es nur irgendwie geht.

Hm…nun….was sagt die Herzenswunschliste für den Juni?
Alleinsein und ein bisschen weg von der Routine.

  1. Ausflüge machen, z.B. am Tag der Stadtnatur oder zum Tag der Architektur
  2. Kunst anschauen in Kirchen im Rahmen von Hinsehen.Reinhören
  3. schwimmen und auch dabei auch mal Freibäder auschecken
  4. überlegen, was mit meinen Jahreszielen und Motto ist #midyearreview
  5. noch so viele Erdbeeren wie möglich mampfen

Was hast du geplant für Juni?

Wochenrückblick KW 22/2018

Endlich mal ein bisschen Regenwetter, dann kann man ohne schlechtes Gewisen vorm Blog versacken. Ha. Scherz. Ich bin ein Stubenhocker und möchte das Motto „Freiheit“ dazu nutzen, mir nicht mehr vorschreiben zu lassen, dass „man“ bei gutem Wetter rauszugehen hat. Ich fänds besser, wenn man bei gutem Wetter nicht arbeiten müsste, aber da ist man auch drin. DARÜBER sollte „man“ sich mal unterhalten.

Okay, lange Rede kurzer Sinn – die Fundstücke der Woche:
7 futuristic things to do with your body when you die – ich wäre für Nummer 1 oder Nummer 5

Der neue Präsident von Costa Rica ist jung und ambitioniert. Sein Ziel: Costa Rica soll erste Land der Welt werden, das ohne fossile Brennstoffe auskommt. Wir beobachten das, okay?

Oh, Kenia hat das strengste Plastikverbot der Welt und nach 8 Monaten kann man sagen: Sieht gut aus.

Gesichtserkennung is doof, das wollen wir nicht. Aber man kann damit auch 2930 vermisste Kinder innerhalb von 4 Tagen wiederfinden. Das hat zumindest in Neu Dehli geklappt.

Stop Overdosing on Celebrity Gossip, The News, and Low Quality Information

Besser zuhören können kann man lernen. Schadet bestimmt nicht.

AMA

So, aber jetzt raus, ok? ;D

Gelesen im Mai

Das hab ich im Mai gelesen (es war nicht viel)

„Rendezvous mit einem Oktopus“ von Sy Montgomery
Sy Montgomery freundet sich im Aquarium mit Tintenfischen an und blickt in deren Seele. Nebenbei lernt sie ganz außergewöhnliche, liebenswerte Menschen kennen.
Fazit: Das Buch ist ein Goldschatz. Man lernt nicht nur viel und ganz einfach was über Tintenfische, sondern freundet sich mit all den Aquariumsmitarbeitern und Tauchlehrern an, die die Autorin trifft. Wenn doch alle Sachbücher nur so aus dem Herzen geschrieben werden würden. Ganz ganz toll und daher klare Leseempfehlung.

„Hochsensibel durch den Tag“ von Sabine Dinkel
bunt, grell, hektisch, laut – ein Alptraum für hochsensible Personen. Wer hochsensibel ist, dem wird es schnell zu viel und man braucht Maßnahmen, um sich beruflich wie privat zu „ent-reizen“. Dieser Ratgeber hilft mit einfachen Tipps von morgens bis abends und für die Notfallhilfe zwischendurch.
Fazit: Die Bibel für Hochsensible Personen. Wirklich tolle, brauchbare und leicht umsetzbare Tipps. Klar kennt man bestimmt schon einiges, aber man bekommt trotzdem gute Ideen und vor allem ist es auch für andere eine tolle Gebrauchsanleitung.

„Die Ermordung des Commendatore II – Eine Metapher wandelt sich“ von Haruki Murakami
Der Maler malt. Es verschwinden die Glöcken, ein Messer, ein Kind. Realistische Träume, Ideen und Gestalten tauchen auf. Die Grube bleibt leer. Und alles ist merkwürdig und ein bisschen gruselig, aber niemanden verwundert es.
Fazit: noch seltsamer als der erste Band, aber ich find ihn sogar besser. Die Figuren kennt man, die geisterhafte Welt in der sich alles bewegt, auch. Ein purer Murakami-Lesegenuß aus dem man nicht mehr rauskommen mag.

„Die Mindhack-Methode“ von Ronja Schultz
Das Buch ist quasi ein „How to“ zur Selbstoptimierung aller Art. Organisation, Zeitmanagement, Glücklich werden, Ernährung, Schlaf…alles was zwar klappt, aber eben noch besser sein könnte.
Fazit: tolle Tipps, allerdings war für mich absolut nix Neues dabei und ich glaube, ich bin auch nicht die Zielgruppe. Eher für 14-25-jährige geeignet. Dafür aber auch ein super Geschenk.

Was hast du gelesen?

Gesehen im Mai

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Ja ich weiß, ein bisschen spät, aber die Hitze!!! Das hab ich geguckt:

Deadpool 2
Deadpool haut fiesen Jungs aufs Maul, die rächen sich, dann wird Deadpool sauer und will sich auch rächen..naja..und dann ist da noch die Sache mit dem dicken Jungen und den Feuerhänden und Cable, der aus der Zukunft kommt und dann endet alles – wie wir es von Deadpool gewohnt sind – im Chaos.
Fazit: sehenswert und saukomisch. Es ist super, wenn sich Filmemacher und Darsteller grün sind und einfach Bock auf nen Haufen Scheiß haben und es dann genauso durchziehen. Ganz grandios!

Jumanji – Willkommen im Dschungel
Jumanji kann nich nur ein Brettspiel sein, sondern auch ein Videospiel. Und just eines Tages müssen die Zicke, das Mauerblümchen, der Nerd und der Sportler nachsitzen, weil sie Mist gemacht haben. Aber anstatt das Archiv der Schule aufzuräumen, spielen sie lieber auf der alten Konsole. Aber das, was dabei rauskommt, haben sie dann doch nicht erwartet…
Fazit: witziger Abenteuerfilm mit coolen Darstellern, denen man ansieht, dass sie beim Dreh Spaß hatten. Ein guter Familienfilm für Freitagabend.

Dick Tracy, Folgen 3 Staffeln
Dick Tracy ist eigentlich Batman.
Fazit:schöner Schmuh. Ganz besonders toll fand ich die permanente Nichtbeachtung von arbeitssicherheitsrelevanten Schutzmaßnahmen. Tolle Stunts, sehr sehenswert.

Rea(l)ove, Staffel 1
Man nehme: Einen Haufen verhaltensgestörter japanische Männer und Frauen, eine Portion fiese, sexistische Moderatoren, dazu jede Menge schlimme Geheimnisse, die nie jemand erfahren soll und packt das alles auf eine Insel. Fertig ist die Datingshow.
Der Moderator zieht ab und an einen Umschlag und das Geheimnis wird für alle gelüftet. Kann nach der Enthüllung überhaupt noch Interesse zwischen zwei Menschen entstehen? Oder verbinden Geheimnisse dann doch?
Fazit:sehr stranges Konzept einer Datingshow, aber süchtig wird man trotzdem (vor allem wenn man Geheimnisse liebt). Interessant fand ich aber die japanische Kultur und Etikette, die selbst beim allerschlimmsten Quatsch durchkommt.

Love Bus – Asian Journey
Und noch ne Datingshow! Diesmal fahren 4 Männer und 3 Frauen – alle Singles – mit nem kleinen rosafarbenen Bus durch Südostasien um sich kennen zu lernen. Klappt das? Wenn sich jemand für den anderen entschieden hat löst er ne Fahrkarte, gesteht dem oder der anderen seine/ihre Liebe und mit viel Glück, fliegen beide gemeinsam zurück nach Japan.
Fazit:einige Darsteller haben so ihre Kämpfe mit sich auszutragen, aber wenn sie sich überwinden, klappts. Niedlich anzuschauen. Und: Man lernt viel über Asien.

Teleios- Endlose Angst
Genetisch gezüchtete Supermenschen müssen ins All fliegen, um die Fracht des Raumschiffes „Teleios“ zu bergen und übrig gebliebene Crewmitglieder zu finden. Aber alle Daten lassen darauf schließen, dass die Crew durchdrehte und sich gegenseitig ermordet hat. Im Laufe der Mission wird der Rettungscrew klar, dass die mysteriöse Ladung etwas mit dem Unglück zu tun haben muss.
Fazit:ziemlich vorhersehbar und dabei wahnsinnig zäh. Kann man sich sparen. Keine Ahnung warum das mit Event Horizon verglichen wird. Da ist auch nix mit endloser Angst sondern eher mit endloser Langeweile.

Avengers – Infinty War I
Thanos mordet sich quer durch die Galaxis um die Infinity Steine zu sammeln, damit er das ganze Universum beherrschen kann. Können die Avengers ihn stoppen?
Fazit: episch. Drama. Ich war echt geschockt. Wenn ihr die anderen Marvel Filme nicht mögt, müsst ihr den auch nich gucken.

The Commuter
Jeden Tag die gleiche Routine. Michael McCauley ist als Ex-Cop und Versicherungsmakler jeden Tag im gleichen Zug zur gleichen Uhrzeit und pendelt in die Großstadt und wieder zurück. Tag für Tag. Dann wird er von einer hübschen Frau angesprochen. Sie fordert ihn auf, an einem Gedankenexperiment teilzunehmen. Leider lässt sich McCauley darauf ein und die Fahrt wird ausnahmsweise mal keine Routine…
Fazit: Bei nem Film mit Liam Neeson weiß man was man kriegt, nämlich jede Menge Action und Spannung. Wer „Non-Stop“ gut fand, wird mit diesem Film auch nix falsch machen.

Was hast du dir angesehen?

3 Wochen vegan essen – ein Erfahrungsbericht

Okay, also das Interesse an meinen vegan-Wochen (es war durch das Fasten kein ganzer Monat) ist da, deshalb gibts hier nun viel zu lesen.

Aaaaalsooooo!
Vom 29. März bis 6. April 2018 habe ich gefastet. Das war klassisches Buchinger-Fasten mit Wasser, Tee, klare Gemüsebrühe und sehr stark verdünnten Obst- und Gemüsesäften. Davor und danach habe ich mit der Einnahme von Bifi-Bakterien experimentiert, um meine Darmflora ein bisschen zu unterstützen und um abzunehmen. Ich habe vor ein paar Wochen das Buch „Schlank mit Darm“ gelesen und habe daraufhin angefangen, mit diesen Darmbakterien zu experimentieren. Mir ging es durch die Einnahme wirklich besser. Warum ich das erwähne? Weil das meines Erachtens auch die vegane Kostauswahl und generell die Umstellung beeinflusste. Glaube ich zumindest.
Durch die Einnahme der Bakterien hatte ich weniger Hunger, absolut NULL Heisshunger auf Süßes oder Fettiges, nein – mein Körper hat mich ganz natürlich zu Obst und Gemüse gesteuert (denn das wollen die Bifido Bakterien am liebsten essen). Oft hatte ich das Gefühl in mir herrschen parasitäre Alienklone, die mich zu einem Gesundling umerziehen wollen. Ich war jeden Tag über mich selbst erstaunt, keine Lust auf Süßes zu haben.

Das Wochenende nach dem Fasten hat vegan nicht so gut geklappt. Ich war auf der Heimreise und im Zug selbst gabs natürlich NICHTS veganes zu essen, bei einem einstündigen Aufenthalt in Nürnberg wurde ich am Bahnhof aber fündig. Fast überall findet man mittlerweile vegane Optionen, wenn man die Augen aufhält und genügend Zeit für die Suche einplant. Dann war Sonntag, ich wälzte mich planlos durch die ganzen Kochbücher und überlegte, was ich wann kochen und essen sollte. Die meisten Rezepte fand ich wenig alltagstauglich. Klar, als Selbstständiger oder Student kann man abends gerne mal ne Stunde in der Küche zu bringen und aus 500 einzelnen Zutaten ein leckeres Gericht kochen, aber wenn ich abends heimkomme hängt mir der Magen in den Knien, ich bin müde, muss mein Hirn ausleeren und ich will dann verdammt noch mal was essen, was in max. 30 Minuten auf dem Tisch steht. Ich will auch nur mit Zutaten kochen, die es überall gibt und nicht für ein Gericht ein Glas Zeugs kaufen, wovon ich nur nen Teelöffel nehmen muss. Klar gibts diese Rezepte, aber mich hat das alles überfordert, da ich ja auch immer unter 1500 kcal pro Tag bleiben wollte. Und die Wochen davor habe ich mich aufs Fasten vorbereitet.

Die veganen Arbeitswochen waren auch nich ohne Probleme. Nach dem Fasten hatte ich insgesamt 2,5 Wochen keinen Kaffee angerührt und meistens hat mir der Cappucino oder eben Kaffee mit normaler Milch sofort dieses „ach, toll, das war ja gar nich vegan, na jetzt isses auch egal, jetzt kannst du mittags auch ne Käsestulle essen“ – Gefühl beschert. Das war wirklich immer ziemlich dumm. Denn was ich nicht erwartet habe war, dass mein Intervallfasten nicht mehr funktioniert. Durch das Fasten, die Bakterien und die vegane Kost hatte ich nach 4-5 Stunden nach der letzten Mahlzeit soooo derben Hunger, dass ich einfach essen musste! Und während der Arbeit hungrig über eine vegane Option nachzudenken, die idealerweise 600 kcal nicht übersteigt war für mich kaum zu schaffen. Irgendwann hatte dann endlich mal die tolle Idee mir für die Arbeit ne Packung Milchersatz zu holen. Ab da ging es dann. Mittags aß ich gerne Salat, aber veganes Dressing vor Ort finden? Fehlanzeige. Also auch selber machen und mitnehmen.

Mitte des Monats gabs ein Familienfest mit Gartenparty, brasilianischem BBQ und – natürlich null vegan – also vegetarisch gegessen.

Die veganen Kuchenrezepte habe ich übrigens nicht ausprobiert, weil ich überhaupt keine Lust auf Süßes hatte. Und beim Durchblättern diverser veganer Koch- und Backbücher ist mir echt schwindelig geworden. Da hatten dann plötzlich ein Stück Kuchen über 700 kcal. Ich habe sogar ein paar Blechkuchenrezepte gesehen, wo ein Stück über 1000 kcal hatte!!! Ich investiere gerne meine Kalorien in Süßkram, aber das war selbst mir zu viel. Dann verzichte ich lieber ganz.

Das habe ich gelernt (aka „Binsenweisheiten“ die ich endlich begriffen habe):
Eine Ernährungsumstellung egal welcher Art ist immer nur eine Sache der Organisation (ein bisschen Disziplin und Motivation im Gepäck zu haben schadet auch nicht.). Zur Organisation gehört, sich zu überlegen, wann man was isst, wie der Lebensstil aussieht, was verträglich ist, was schmeckt, was eingekauft wird und was man macht, wenn alle guten Vorsätze den Bach runter gehen.
Wenn du nichts Süßes mehr essen willst, kauf es nicht. Auf Arbeit liegt immer irgendwas rum, weil Kunden was mitbringen oder die Kollegen mit dem Superstoffwechsel immer Süßkram mitbringen…
Wenn du morgens zu faul bist, um dir eine Stulle für die Arbeit zu schmieren, überleg dir, wo du etwas auf dem Weg zur Arbeit kaufen kannst.
Welche Optionen bietet die Kantine?
Du verstehst schon was ich meine. Eigentlich ist es echt nur das.
Ich habe durch das Fasten und die Bakterien mein Intervallfasten aufgeben müssen (ich habe ca. 3 Jahre lang nur gegen 10 Uhr und abends gegen 19 Uhr gegessen), weil ich einfach immer Hunger bekommen hab. Mit dieser Umstellung musste ich also auch umgehen.
Wenig essen und gut kauen ist das Beste was man für seinen Körper tun kann, egal welche Ernährungsform man wählt und ja – es ist so einfach, man darf es nur nich ständig vergessen und dafür sorgen, dass man das auch kann. In einer 30-minütigen Mittagspause schaufelt man sich dann doch eher mit den Kollegen tratschend mehr rein als wenn man alleine im Park sein Vollkornbrot kauen muss.

Und wie gehts weiter?
Vegan war und ist ansich für mich nichts Aussergewöhnliches, weil ich als Vegetarier sowieso schon immer mal vegane Rezepte gekocht habe oder im Restaurant auch die vegane Option gewählt habe. Ich kenne viele vegan lebende Menschen und wenn die ne Party schmeissen gibts halt nur vegan. Die Umstellung fiel mir körperlich leicht, organisatorisch war es mir für 3 Wochen zu schwer. Ich hab mich oft überfordert und ratlos gefühlt. Wenn ich das nochmal disziplinierter angehen will, würde ich mir von meinen Freunden vegane Menüpläne schreiben lassen :D

Margarine finde ich widerlich.
Sojamilch fand ich auch wirklich eklig.
Auf Kuhmilch werde ich weiterhin verzichten so gut es geht, wobei ich sagen muss, dass ich noch nie in meinem Leben ein Glas Milch so getrunken habe. Es geht also eher um homöopathische Dosen im Kaffee oder max. 200 ml Milch im Müsli.
Hafermilch schmeckte mir von allen getesteten Ersatzprodukten am Besten, da hatte ich bei 3 verschiedenen Marken immer Glück. Egal ob im Kaffee oder Müsli, das passte gut und ich werde sie wieder kaufen.

Sojajoghurt usw. habe ich nicht wirklich durchprobiert und werde ich vermutlich auch nicht, weil ich Joghurt, Quark und anderes nicht mal so esse. Vermutlich werde ich solche Produkte kaufen, wenn ich sie mal in einem Rezept verwenden muss.
Generell ist mir die vegane Ernährung aber viel zu Kohlenhydrathaltig. Ich liebe zwar Nudeln, Brot und Kartoffeln, aber ich glaube mittlerweile, dass ich sie gar nich so gut verdauen kann. Daher habe ich vor, mich Ende des Monats zu einem low carb vegan Ernährungsseminar anzumelden. Ob diese vegan-keto alltagstauglich ist, bezweifle ich noch sehr. Mal sehen.
Außerdem habe ich den Verdacht, dass mich irgendeine bestimmte Zuckerart komplett fertig macht. Wenn ich Kuchen, Eis oder sowas esse habe ich keine Probleme. Aber als ich letzte Woche ab und an dann doch verpackte Süßigkeiten (danke Kollegen…) gegessen habe, bekam ich sofort wieder Ausschlag und Rötungen auf dem Gesicht und mir wurde richtig übel davon. Das machte mich stutzig, also muss ich in dieser Richtung auch mal weiterforschen.

So das wars jetzt aber. Hoffentlich war mein Bericht nicht zu konfus. Falls du noch Fragen hast, gerne. Lass gerne noch den einen oder anderen Tipp für den (Arbeits-)Alltag da :)

8 Tipps für einen gelungenen Gratis-Comic-Tag

Es ist Mai und das bedeutet: Gratis-Comic-Tag!
Und was passiert da? Genau – es gibt Comics für umme!!!!

Okay, stopp, auch wenn dich Comics gerade (noch) nicht interessieren – lauf nich weg! Denn du verpasst was. Comics sind klasse. Es sind nicht nur coole Zeichnungen, das Medium selbst transporiert mehr als man denkt. Und das Spannende passiert zwischen den Bildern – ist es nicht faszinierend, eine Bildergeschichte zu erfassen, die mit wenigen (oder sogar keinen) Wörtern auskommt und in denen zwischen den Zeichnungen Lücken herrschen? Wie kann unser Gehirn sowas? Das ist doch unglaublich, non?

Nun ja, jedenfalls kann ich dir als Einsteiger empfehlen, mal einen Gratis Comic Tag mitzumachen. Da ist in den Comicläden immer viel los und es sind so viele Neulinge da, dass man als Normalo zwischen den Nerds gar nicht auffällt. Und: Es gibt Comics. Kostenlos. Man kann aus ca. 30 Heften wählen. Es gibt Mangas, Superheldencomics aus dem Hause Marvel und DC, meistens auch Disney und so Zeug aber auch kleine, feine Comicperlen, die man sonst übersehen würde. Meist handelt es sich um gekürzte Ausgaben oder extra für den Gratis Comic Tag zusammengestellte Geschichten. Wenn du sie gelesen hast, kannst du sie weiterschenken und es ist auch ein super Zeitvertreib mit Kindern im Gepäck. Darüber hinaus werden auch Workshops oder Signierstunden veranstaltet.

Klingt gut, oder?

Um die Hemmschwelle zu senken, gibts also jetzt meine gesammelten Tipps der letzten Jahre. Also – los geht’s!


1. Finde raus, wer überhaupt mit macht.

Du lebst in einer Kleinstadt und es gibt gar keinen Comicladen? Kein Problem. Es machen auch Bahnhofsbuchhandlungen mit oder große Buchhändler in Kaufhäusern. Guck einfach auf der Seite nach.
Oder du planst einfach gleich nen Ausflug in die nächst größere Stadt und guckst dich da mal um.

2. Finde raus, was es überhaupt an Comics gibt und triff ne Vorauswahl
die meisten Händler reglementieren die Abgabe der Hefte, weil der Andrang so groß ist. Bei dem einen kann man sich nur 2 aussuchen, beim nächsten 3 und beim letzten 5. Wähle weise!

3. Checke, ob es auch amerikanische Comics des freecomicbookday gibt und triff dann noch ne Auswahl
Comichändler, die auch amerikanische Comics verkaufen, haben oft auch Exemplare des free comic book day parat.

4. Plane einen gemütlichen Samstag mit viiiiiel Zeit ein – aber fang früh an!
Comicläden sind ziemlich winzig und platzen schnell aus den Nähten, deshalb muss man auch mal anstehen um an die gewünschten Hefte zu kommen. Ideal ist, wenn du schon früh los startest, weil es dann noch die größte Auswahl hat.

5. Deshalb: Nimm dir Snacks und was zum Trinken mit – und ne große Tasche
Snacks schaden nie! Und wenn es warm ist, darf die Sonnenbrille und Sonnencreme auch nicht fehlen

6. Pack dir Freunde ein.
Dann machts noch mehr Spaß und man ist nicht so unsicher in einem fremden Territorium

7. Sei offen für interessante Begegnungen
Die Atmosphäre ist meistens gut gelaut und entspannt. Comicleser sind durch und durch entspannte Menschen, mit denen man leicht ins Gespräch kommen kann. Also ruhig mal lächeln und neugierig sein :)

8. „Beute“ begutachten
Okay das ist ein Muss und für mich eigentlich der schönste Teil. Gemeinsam kann man hinterher bei nem schönen Mittagessen oder Kaffee & Kuchen die Heftauswahl begutachten und evtl. noch mal tauschen. :D

Naaaa? Bock auf Comics? Ja oder Ja?!

Wochenrückblick KW 18/2018

Die Fundstücke der Woche!

Wenn Meghan und Harry am 19.5. heiraten, wird eeeendlich eine künstliche Intelligenz zur Gesichtserkennung eingesetzt, um die ganzen anderen Royals identifizieren zu können. Das wird dann schön eingeblendet und man weiß sofort, wer die sind. Toll. *irony off*

How to Stay Focused When You Get Bored Working Toward Your Goals ist genau das was ich brauche!

Ein bisschen mehr Risiko? Aber mit Spaß!

Der Twitteraccount 60 second docs postet kurze, informative und wahnsinnig interessante Dokumentationen. Sehr sehenswert!

Plastikmüll in Europa soll tatsächlich reduziert werden – fängt an mit einem Verbot für Strohhalme.

Wäre eine von Frauen beherrschte Welt friedlicher?

Marx und die Maschinen

Das wars schon. Komm gut in die Woche!