Gelesen im März

Das habe ich im März gelesen:

„Zivilisierte Verachtung“ von Carlo Strenger
Während viele Linke und Liberale durch die Logik der politischen Korrektheit gleichsam gelähmt sind, schwingen sich Figuren wie Marine le Pen und Bewegungen wie Pegida zu Verteidigern des Abendlandes auf. In dieser Situation plädiert Carlo Strenger für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und diskursiv mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: »Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.« (Auszug Klappentext)
Fazit: ein zum Nachdenken anregender Essay der ziemlich gut alles zusammenfasst. Sehr lesenswert.

„Jemand wie du“ von Xisela Lopéz
Eine Polizistin protokolliert einen Autounfall. Um den Unfallhergang zu schildern, logt sie sich in das gefundene Handy ein und entdeckt 648 SMS und eine ungelesene. Sie kann nicht anders: Sie liest alle SMS von einer Elisa an einen Unbekannten. Schnell beginnt ein Flirt, der zwei gestresste Großstädter um die dreißig aus ihrem Trott herausreißt…
Fazit: Das Buch war eine Spontanlektüre für die Zugfahrt. sehr realitätsnah, ohne Kitsch, geht trotzdem ans Herz. Interessant ist das, was zwischen den SMS passiert. Hat mir gefallen.

Comics:


„Gleisdreieck Berlin 1981“ von Jörg Ulbert und Jörg Mailliet

In Berlin im Jahr 1981 kreuzen sich die Wege eines Polizisten und eines Terroristen. Der erste hat den Auftrag, den anderen zu finden und zu stoppen. Der zweite bereitet eine Entführung vor, von der er hofft, dass sie mehr Gleichgesinnte mobilisieren wird als seine vorangegangenen Aktionen…
Fazit: cool gezeichnet, sehr spannend. Hat mir gut gefallen.

„Ideal Standard“ von Aude Picoult
Claire ist Krankenschwester auf der Frühchenstation und frustrierter Single. Mit 35 träumt von einer stabilen, liebevollen Beziehung. Nach vielen Dates, One Night Stands und kurzlebigen Beziehungen nagt der soziale Druck durch schwangere Freundinnen und die Fragen der Mutter. Als sie Franck kennenlernt, hofft sie, endlich den Richtigen getroffen zu haben. Doch die eintönige Realität, die sich bald einstellt, ist auch nicht das, worauf Claire gewartet hat…
Fazit: ohne Kitsch, genauso wie es wirklich ist. Toll gezeichnet und sehr anrührend.

„Unerschrocken – 15 Portraits von außergewöhnlichen Frauen“ von Pénelope Bagieu
Genau das ist es. Ein Comic über 15 interessante Frauen, eine ungewöhnlicher als die andere.
Fazit: supersupersupergut und wahnsinnig inspirierend. Lesen. Verschenken. Kaufen und immer wieder durchblättern.

Welchen aktuellen Bestseller hast du gerade gelesen?

Gesehen im März

Ja, ich weiß ich bin spät dran, aber die Fastenvorbereitung hat mich etwas durcheinander gebracht.
Deshalb als außerplanmäßiges Ostergeschenk meine Gesehen-Liste des Monats März.

Filme und Serien, die ich gesehen habe

Atomic Blonde
Berlin, 1989. Ein Mitglied des britischen Auslandsgeheimdienstes SIS wird ermordet und seine Liste mit westlichen Undercover-Agenten gestohlen. Sowohl vom CIA-Agenten Kurzfeld als auch von ihrem SIS-Vorgesetzten Gray wird die britische Agentin Lorraine Brougthon in die geteilte Stadt geschickt, um die Liste und einen Doppelagenten namens Satchel zu finden. In der damaligen Hauptstadt der Geheimdienste angekommen, weiß Lorraine nicht, ob sie ihrem dortigen SIS-Kollegen David Percival trauen kann und muss sich bald den Angriffen anderer Nachrichtendienste schlagkräftig zur Wehr setzen.
Fazit:am Besten hat mir tatsächlich die Lichtsetzung gefallen. Ansonsten sieht man ja nicht alle Tage eine um sich prügelnde Frau im Stile von John Wick, daher war der Film sehr erfrischend. Die Handlung selbst war etwas platt, aber okay. Für einen unterhaltsamen Popcornabend mit ein paar 80s Hits genau das richtige.

Black Panther
T’challa, der Black Panther, soll in das königliche Erbe von Wakanda antreten. Doch nicht alle sind begeistert. Es stört ein Geist aus der Vergangenheit…und ein paar Terroristen.
Fazit:ja, er ist so gut wie alle sagen. Ha. Ich hab nur negative Stimmen aus meinem Umfeld gehört, aber ich war total begeistert. Seeeehr schöne Kostüme, tolle Frauencharaktere, sehr mutig benannte Konflikte was das Thema Rassentrennung angeht…überhaupt die ganzen Konflikte…jung/alt, bewahren oder verändern…wirklich sehr toller Film.

Auslöschung
Eine Frau vermisst ihren Mann. Der taucht unerwartet nach einem Jahr auf und ist nur noch eine Hülle seiner selbst und kann sich an nichts erinnern. Er wird krank und plötzlich finden sich beide in Southern Reach wieder, eine Geheimorganisation, die einen mysteriösen Schimmer untersucht, von der keine Expedition zurückkam. Da Lina als Biologin verstehen will, was ihren Mann so krank gemacht hat, schließt sie sich einer Expedition an und entdeckt etwas Ungeheuerliches.
Fazit: keine Ahnung was die da verfilmt haben, aber das tolle Buch war es nicht. Die Effekte waren ganz nett, das Sounddesign auch, aber die schauspielerischen Talente die sie da versammelt haben, war irgendwie Verschwendung. Kann man sich anschauen, muss man nicht. Und das Buch muss man auch nich gelesen haben, das verwirrt nur.

Kings Men – the Golden Circle
Egsy ist nun Kingsman und auch seine Beziehung läuft ganz gut. Doch dann taucht die wahnsinnige Drogenbaronin Poppy Adams (Juliane Moore!!!) auf und vergiftet die ganze Welt mit einer Droge. Und dann fliegt da auch noch das Kingsman Hauptquartier in die Luft und Egsy steht plötzlich alleine da…
Fazit: hach war der Film ein grandioser Spaß!!! Elton John spielt auch mit! und Juliane Moore mit ihrem 50er-Jahre-Akteken-Diner – herrlich. Der Film ist völlig verrückt und supergut. Unbedingt anschauen!

Was hast du dir angesehen?

1 Jahr Habit Tracker und was es mir gebracht hat

Letztes Jahr habe ich das ganze Jahr über einen Habit Tracker benutzt. Über die Konsequenz bin ich selbst erstaunt :D Und ja, auch das habe ich mir von den ganzen Bullet Journal Begeisterten abgeguckt. Genutzt habe ich eine Vorlage, die ich auf pinterest gefunden habe. Sie ist von clementine creative, aber man kann sich ja auch selbst einen gestalten oder einfach einen Kalenderausdruck machen, wenn es nur um eine Gewohnheit geht. Ich habe das ja schon mal so ähnlich gemacht, nur dann eben nicht so konsequent.

Aber halt – was ist Habit Tracking und was soll das? Wenn du nicht wie ich den halben Tag auf pinterest herumgurkst, weißt du das wahrscheinlich gar nicht. Ich habe leider keine Ahnung, wer auf diese gute Idee gekommen ist, aber es ist sehr einfach: Man setzt sich Ziele, verwandelt diese in möglichst kleine, machbare Schritte und versucht, diese Schritte sichtbar zu machen, um den anstehenden Erfolg feiern zu können. Oder anders: Kleine Verhaltensänderungen führen irgendwann zum Ziel. Und wenn das nicht klappt, kann man anhand des Trackings nachvollziehen, warum das nicht geklappt hat.

Die Vorlage war einfach und schnell gedruckt, also gings sofort los. Mein persönliches Motto „Fortschritt statt Perfektion“ stand dabei über allem. Abends vorm Schlafengehen habe ich Bilanz gezogen und meine Kästchen ausgemalt.

Was ich gut finde:

  • grafisch, daher auf einem Blick erkennbar wie es läuft
  • Kästchen ausmalen macht mir Spaß
  • man kann kurzfristiger nachsteuern in dem man sofort bzw. am nächsten Tag was ändert, weil man sein Scheitern schwarz auf weiß hat

Achtung: Stolpersteine:

  • Gewohnheiten, die keinen Rahmen haben, werden nicht abgebildet. Ein Vorsatz „3 x am Tag Obst zu essen“ lässt sich nicht so gut abbilden wie ein „Obst essen“. Das muss man bedenken, sonst kann man nie ein Kästchen markieren und das frustriert. Wenn ich aber 3 x am Tag Obst esse und dies tracken will, muss ich es auch dreimal hinschreiben, und dann wirds wieder kompliziert.
  • ohne ordentliche Reflektion am Monatsende bringt es nicht viel. Der Trick beim Habittracking ist ja, herauszufinden, was man so tut bzw. nicht tut und vor allem wann man es tut, damit man seine Ziele erreichen kann. Also setz dich am Monatsende oder am Anfang oder auch in der Mitte mal eine halbe Stunde hin und überlege, was nicht so ganz rund läuft.
  • wenn das Papier nicht gut sichtbar auf meinem Schreibtisch ist, vergesse ich, meine erledigten Punkte zu markieren

Fragen zum Monatsende:

  • Wie ist es insgesamt gelaufen? Was habe ich über mich gelernt?
  • Was kann ich im nächsten Monat besser machen?
  • Was hat super geklappt? Will ich das im nächsten Monat auch noch tracken?
  • Welche Gewohnheit, die ich ändern wollte, hat überhaupt nicht geklappt? Woran lag das?
  • Was könnte mir konkret dabei helfen, diese Gewohnheit zu ändern? Kann ich es realistisch ausprobieren?
  • Wie gehe ich mit Hindernissen & Rückschlägen um?
  • An welchen Tagen gelingt es mir leichter, etwas umzusetzen? An welchen Tagen gar nicht? Woran liegt das genau?
  • Was motiviert mich? Gibt es jemanden, der mich bei der Umsetzung unterstützen kann? Wie?

Natürlich muss man nicht alle Fragen beantworten, aber sie sollten dir eine Idee geben, wie man mit diesem wunderbaren Werkzeug umgeht.

Dann kommt die Kür – und da bin ich selbst noch nicht so weit – diese ganzen Antworten auch einbauen und weitermachen. Wenn ich mir das letzte Jahr so anschaue, kann ich hervorragend Muster entdecken. Z.B. dass ich im ersten Quartal echt super dabei war. Es war diese Neujahrsmotivation, die mich getragen hat. Ich habe mich gesund ernährt, viel Sport gemacht usw. Dann brach es ein, weil die erste Erkältung kam. Dann gabs Stress auf der Arbeit, dann war Urlaub, dann wieder krank. (ja, 2017 war nicht mein bestes Jahr :D) Ich habe es nicht geschafft, mich da wieder rauszuwühlen, weil mir dazu die Energie fehlte, aber den Habit Tracker habe ich trotzdem genutzt. Jetzt kann ich mir anschauen, was gut funktioniert hat und einen neuen Versuch starten.

Gewohnheiten, die sich 3-4 Monate etabliert haben, muss man nicht mehr weiter tracken.
Wenn du etwas tracken willst, aber dich eh nicht dran hältst, kannst du es auch bleiben lassen und vielleicht einfach deinen Frieden damit machen, dass es so ist? (Zum Beispiel habe ich versucht jeden Abend rechtzeitig ins Bett zu gehen, damit ich ausgeschlafen bin. Das war echt frustierend, weil ich es einfach nie hinbekommen habe. Jetzt lass es einfach und finds ok. Den fehlenden Schlaf hol ich mir über Nickerchen und am Wochenende – ich kann jeden Monat einen neuen Versuch starten!)

Wie gehst du deine Gewohnheitsänderungen an? Nutzt du einen Habit Tracker? Wie läuft es? Hast du Tipps für mich?

Wochenrückblick KW11/2018

Woah, also die Resonanz zum letzten Blogbeitrag hat mich überwältigt. Das is auch schön am Internet: Man denkt, man ist alleine und dann gehts anderen genauso. Es freut mich, dass euch mein Blog (immer noch) gefällt.

Diese Woche ist Stephen Hawking gestorben. Hier ein Artikel über seine Ansichten über die Zukunft.

Die Musik von Max Richter finde ich ja schon großartig, aber noch großartiger ist jetzt, dass er Virginia Woolfs Arbeiten musikalisch untermalt (? keine Ahnung wie ich es beschreiben soll) hat. Und die find ich auch großartig. Es ist großartig.

How World War II scientists invented a data-driven approach to fighting fascism
how to survive the apocalypse

So hab ich das noch gar nicht betrachtet, aber ja, vermutlich. :D

80er Dance Moves – yeah.

Okay, das is interessant (und ein langer Artikel) Es geht um die Frage, wann Technologie wirklich besser ist als die Menschheit.

und hier aus auch noch was zum Thema KI und Design

…und zum Abschluss etwas Musik!

Die Social Media Ödnis

Facebook, Twitter, Instagram und Snapchat…riecht ihr das auch? Es stinkt faulig, schwefelig, manchmal auch wie ein verschimmelter Dachboden. Ach und das neue Vero. Das stinkt auch.
Ich habe ja immer mal wieder angedeutet, dass mir Twitter und Co. gerade keinen Spaß mehr machen.
(Und ja, mein Blog ist auch ein kleines Problem.)

Warum ich darüber schreibe? Es muss raus. Und weil ich gefragt wurde, warum ich meinen Twitteraccount gelöscht habe. Die kurze Antwort: es langweilte mich extrem.

Twitter wurde immer anstrengender. Ich sah Dinge, die ich nicht sehen wollte, las belangloses Blabla, das ich nicht mal abonniert hatte. Mein Mitteilungsbedürfnis geht schön langsam gegen null.
Wer liest eigentlich noch Blogs? Sind sie wirklich tot? Macht das hier noch einen Sinn?
Auf Instagram malen sich die Mädchen dicke Augenbrauen und wenn ich auf „entdecken“ klicke, sehe ich nur Schleimvideos, lachende Babys und Transformtuesday-Bilder von Menschen, die vorher dick waren und es jetzt nicht mehr sind. Immer dasselbe.
Dazwischen sehe ich „Vorschläge“ oder „was ich verpasst habe“ – das bereichert aber nicht meine Gedanken, das interessiert mich nicht, das ist Spam.
Es ödet mich an.

Früher, ich weiß nicht wann früher ist, machte das alles Spaß, man konnte (sich) ausprobieren und sich vernetzen. Jetzt tut man es anscheinend nur noch, wenn man was verkaufen will oder muss. Glückwunsch, wir haben uns auch das Internet so durch kommerzialisiert, dass es nun richtig schön nervig ist. Ständig diese Werbung.
App auf, Leute, die was wollen, App zu.
Es ödet mich an.
Es ödet mich nicht an, was die vielen Menschen zu sagen haben. Das ist witzig, tragisch, rührend, inspirierend. Aber wie es einem verkauft wird bzw. wie es von den Algorithmen kuratiert, wird nervt mich. Plötzlich sind wir doch nur noch Informationskonsumenten mit ner Aufmerksamkeitsspanne einer Fruchtfliege geworden.

Ich vermisse die Fragen, Ideen und klugen Diskussionen, die das Internet zu so einem tollen Ort gemacht haben. Ich will keinen Algorithmus, der mir sagt, für was ich mich zu interessieren habe. Ich will selber gucken! Teppiche hochheben, Falltüren aufmachen, irgendwo runtersteigen, mit ner Taschenlampe leuchten, Regale abstauben, durchlüften. Entdecken.

So, wie es jetzt gerade ist, bereichert mich Social media nicht mehr. Klar hätte ich einfach sämtliche Follower löschen und neuen Leuten folgen können. Das habe ich zwischendurch auch gemacht, aber es hat sich nichts geändert.

Ich habe meinen Twitter Account deaktiviert und überprüfe, wie sich das anfühlt.
Von Vero hab ich mich wieder gelöscht, weil…ach wozu denn?
Instagram behalte ich erstmal, weil ich eure Stories so mag, aber ich beschränke mich und reduziere meine Online-Zeit.
Wie es mit dem Blog weitergeht, weiß ich immer noch nicht. Ich habe genügend Themen und Ideen, aber es ist halt sehr zeitaufwendig und ich weiß noch nicht genau, ob es mir noch was bringt. Vielleicht kommt ja bald eine Idee vorbei, wie das Schreiben in ein „Bloggen 4.0“ verwandeln kann. Der eigene, werbefreie Blog gegen die Ödnis der Algorithmen. Aber hat das eine Zukunft? Reicht die Aufmerksamkeitsspanne noch um einen Beitrag mit mehr als 300 Zeichen zu lesen?

Mit dem Thema fühle ich mich irgendwie allein. Alle Welt scheint Spaß daran zu haben, Selfies zu posten, Schminkvideos zu drehen, Sachen zu teilen. Und ich sitz hier und schreib und weiß nicht, ob das wo ankommt, bei wem, was das mit demjenigen oder derjenigen macht und ich selber lese ja auch kaum Blogs und weiß nicht mal warum.

Wie ist das bei dir? Liest du noch Blogs? und das regelmäßig? Was hat sich deiner Meinung nach verändert? Wann war das? Wie sieht deiner Meinung nach die Zukunft von Social Media aus? Was nervt? Was findest du super? Was fehlt?

Ich hab natürlich nachgeforscht, ob es anderen auch so geht. Das sind meine Fundstücke:

Why Blogs are still important in 2017
Starting a blog in 2017? Don’t.
Has Instagram Come Full Circle?
Why Instagram Really Isn’t Much Fun Anymore
Why Teens are leaving Facebook
Vom 9-10 März war übrigens wieder National Unplugging Day
auch schon älter, aber interessant: Your Brain on Facebook

To Do – im März

Der März ist da und der Frühling kommt bald, ich spürs schon.

Aber blicken wir noch mal kurz zurück auf den Februar. Der war super. Das war mein erster Monat ohne Führungsverantwortung und mein Leben hat sich schlagartig verbessert. Das mit den neuen Routinen und Aufgaben hat sich noch nicht sooo eingespielt, aber ich bin vermutlich nur zur ungeduldig.
Black Panther hab ich immer noch nicht gesehen, obwohl ich mich so auf den Film freue. Seltsam. Der Blog bleibt erstmal, von Twitter hab ich mich gelöscht. Vielleicht werde ich nach 30 Tagen rückfällig, aber ich glaube nicht.
Oh und die Kündigung fürs Sportcenter hab ich auch nicht geschafft, vermutlich war der Februar tatsächlich zu kurz oder ich zu faul, who knows? :D
Aber dann war da noch der großartige Bildungsurlaub zum Thema „Berlin im Untergrund – die Stadt unter der Stadt“ – das war wirklich richtig gut. Also insgesamt betrachtet überwiegt das Positive :D

Kommen wir nun zum März. Eigentlich war geplant, einen Monat vegan zu essen. Wir haben in letzter Zeit uns durch diverse Fleischersatzprodukte getestet und dachten, man könne sich das Thema Vegan mal näher anschauen.
Tjoah. Dann stellten wir unsere Überlegungen dazu an und merkten: oha, da muss man ja noch ein paar Hausaufgaben machen. (obwohl viele unserer Gerichte eh schon vegan sind, aber so richtig drauf geachtet haben wir nie) Tja und dann entdeckte ich noch, wie fantastisch es mir nach ein paar Proteinshakes geht.
Keine guten Vorraussetzungen für ne Challenge, also verschieben wir es auf April. Da wir aber Ende des Monats Besuch von einem vegan essenden Menschen bekommen, können wir mit ihm lernen, wie das alles geht.

So jetzt aber:
Neuer Monat, neue To Do Liste!

  • Black Panther und The Shape of Water im Kino angucken, verdammt noch mal!!
  • die Kündigung im Sportcenter abgeben
  • vegane Hausaufgaben machen
  • zur Blutspende gehen
  • meine Blogplanung überarbeiten und evtl. neu organisieren
  • hoffentlich einen Ausflug ins Grüne machen, wenn das Wetter entsprechend frühlingshaft ist
  • etwas über gewaltfreie Kommunikation lernen #freiheit von Mustern
  • sich mit dem „inneren Kind“ beschäftigen

Mal gucken wie der März wird.

Was planst du für den März?

Wochenrückblick KW9/2018

Zum Abendbrot ein paar Links:

Action for Happiness hat immer ganz tolle Kalender, hier ist der für den achtsamen März!

Black Panther hab ich zwar immer noch nicht gesehen, aber ich bin bestens über Wakanda informiert.

Fraktale kann man sich immer anschauen, z.B. das hier

Das Buch „Serverland“ kommt mal auf meine To Read Liste

I have forgotten how to read

Wir sollten dringend mal darüber sprechen, was das eigentlich mit uns macht, wenn stinkreiche Unternehmer oder milliardenschwere Samariter wie Bill Gates dauernd alles verbessern. Auf den ersten Blick ist das ja ganz nett und so…aber irgendwie hat es doch einen sehr faden Beigeschmack, oder? Hier ist eine Meinung: Elon Musk is Not the Future

Why revolution is no longer possible

Ein Podcast für Fans vom Marsianer und The Expanse? Okay, ich versuchs!

10 Tipps für nachhaltiges Reisen und dazu: wie man seinen Frieden mit Flugreisen macht.

Das wars schon. Ich wünsch euch nen guten Start in die Woche!

Gelesen im Februar

„Gegen Trump: Wie es dazu kam und was wir jetzt tun müssen“ von Naomi Klein
Naomi Klein beschreibt, wie es Trump gelingen konnte, Präsident zu werden. Dabei kam Trump weder aus dem Nichts noch ist er ein politischer Unfall. Im Gegenteil: Seine Wahl ist die konsequente Fortsetzung einer Entwicklung, die schon vor Jahren begann.
Fazit: leicht zu lesen, noch leichter zu verstehen. Aus meiner Sicht sehr gut analysiert. Für alle die sich seit der Wahl Trumps nur noch „WTF???“ fragen, könnte das Buch sehr hilfreich sein.

„Autorität“ (Band 2 der Southern Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Nach der letzten Expedition in Area X müssen einfach ein paar Dinge anders geregelt werden. Daher wird von Central der junge Agent John Rodriguez alias „Control“ nach Southern Reach verfrachtet und soll aufräumen. Er entdeckt mehr, als ihm lieb ist und hat noch mehr Fragen als zuvor.
Fazit: las sich sehr zäh und war irgendwie verwirrend, trotzdem spannend.

„Akzeptanz“ (Band 3 der Souther Reach Trilogie) von Jeff VanderMeer
Eine weitere Expedition macht sich auf, um Area X zu durchqueren. Während die Expedition Kurs auf die Insel nimmt, weitet sich Area X immer weiter aus…
Fazit:die Aufteilung der Geschichte in die einzelnen Charakter Episoden hat mir sehr gut gefallen, trotzdem fand ich es verwirrend und spannend und krass und ich hab keine Ahnung was ich davon genau halten soll. Ich fand es gut, weil der Autor seinen Figuren eine Tiefe gibt, die notwendig ist, um das psychologische Zusammenspiel zu „koordinieren“, dazu die Bilder, die er beschreibt…alles sehr metaphysisch. Muss noch ein bisschen drauf rumkauen und vielleicht hat ja einer von euch ne Idee dazu. Letztlich macht das Buch aber die Trilogie rund und obwohl ich es als den schwächsten Teil der drei Bände betrachte, war die ganze Reihe wunderbar zu lesen.

Comics:
Saga, Band 7 von Brian K. Vaughn und Fiona Staples
Die Familie bekommt Zuwachs und gleich noch mehr Probleme von außerhalb…
Fazit: ja es hört und hört nich auf, gefällt mir immer noch :D

Und, was hast du im Februar gelesen?

Gesehen im Februar

Filme und Serien, die ich gesehen habe

wow, okay, ich hab einiges gesehen!!

Altered Carbon, Staffel 1
Die Zukunft im 24. Jahrhundert ist geil: Deine „Seele“ kann mit deinen Erinnerungen auf einen „Stack“ gespeichert werden, Körper sind Ware. Wenn du tot bist, steckst du deinen Stack einfach in einen neuen Körper, den sogenannten „Sleeves“. In der Serie geht es um den ehemalige Elitesoldat und Terrorist Takeshi Kovacs, der 250 Jahre nach seinem Tod von einem reichen Schnösel in den Körper eines Polizisten transferiert wird. Er erhält von ihm den Auftrag, seinen Mord aufzuklären.
Fazit: toller Look, tolle Ideen. Die ersten paar Folgen waren etwas zäh, aber insgesamt hat mir die Serie dann doch ganz gut gefallen.

Star Trek, Staffel 1
The Original! Spock, Kirk, Pille, Scotty – Weltallabenteuer.
Fazit: okay…der Sexismus is wirklich unerträglich. Alles, was man auf Twitter über Feminismus lernt aber nich so ganz kapiert, wie z.B. Victim Blaming oder Slut Shaming kann man in so alten Serien wirklich gut lernen.
Aber ich guck halt gerne Leonhard Nimoy als Spock.

Atomic Blonde
1989: Spionin Lorraine vom MI6 soll nach Berlin um mit dem dort ansässigen britischen Kollegen Percival einen Mord durch einen KGB Agenten aufzuklären. Eine Liste mit den Geheimidentitäten aller westlichen Spione ist im Umlauf und darf auf keinen Fall in die Sowjetunion. Oh, und es gibt einen Doppelagenten, den sie ausfindig machen muss und das ist in Berlin, der „Stadt der Spione“ nicht ganz so leicht.
Fazit: eine prügelnde Frau auf der Kinoleinwand ist wirklich sehr erfrischend, das reicht für mich auch aus die etwas dünne Handlung zu übertünchen. Dazu ein 80er Jahre Soundtrack und eine wahnsinnig tolle Lichtsetzung. Also ja, wirklich toller Film.

Dishonored – Entehrt
Offizierswitwe Marie (Marlene Dietrich) verdient sich nach dem Tod ihres Mannes als Prostituierte. Weil sie den Tod nicht fürchtet, wird sie als Spionin X-27 engagiert und soll – neben anderen Aufträgen – den gefährlichen Spion H-14 stellen. Doch das wäre natürlich einfacher, wenn man sich nicht in den Spion der Gegenseite verlieben würde. Es beginnt ein gefährliches Spiel, das mit dem Tod endet.
Fazit: sehr sehr sehenswert!

Dredd
Mega City One – eine Beton-Metropole voller Gewalt, Chaos und Verbrechen inmitten eines kaputten Amerikas. Einzig und allein die „Judges“ können gegen die Verbrechen in ihrer Stadt ankämpfen, nur sie haben die Macht als Richter und Vollstrecker für Recht und Ordnung zu sorgen. Dredd will die Stadt von ihren Plagen befreien. Zusammen mit seiner neuen Rekrutin, Cassandra Anderson, nimmt er den Kampf gegen Drogenbaronin MaMa auf, die eiskalt über den größten Slum der Stadt herrscht.
Fazit: „Dredd“ oder „sich einmal durch ein Hochhaus ballern“. Mehr isses auch irgendwie nicht. Karl Urban als Dredd is ziemlich cool, aber sie hätten sich ein bisschen mehr Mühe beim Sounddesign und beim Production Design geben können. Ach egal. Domhnall Gleeson spielt auch mit, also guckt mal.

Opera(1987)
Eine verunfallte Opernsängerin wird von der blutjungen Sopranistin Betty ersetzt, die ihren ersten großen Erfolg als Lady Macbeth feiert. Doch es gehen merkwürdige Dinge vor und hinter der Bühne vor sich: Ein unbekannter Verehrer Bettys entpuppt sich als mörderischer Psychopath, der seine blutigen Morde so arrangiert, dass Betty immer dabei zu sehen muss.
Fazit: Vögel, Psychopathen, kreischende und naive Frauen und viel Kunstblut. Dazu tolle Bilder. Lohnt sich. :D

So. Natürlich hab ich immer noch nich Black Panther oder Shape of Water geguckt, aber das kommt schon noch! Welches Highlight hast du im Februar geguckt?

Wochenrückblick KW8/2017

Ja, ups, es ist schon spät, ich weiß, aber war den ganzen Tag mit Faulenzen beschäftigt.
Dafür aber jetzt:

Gerade habe ich wieder nach schönen Coffee-to-go Bechern gesucht und der hier is mir ins Auge gefallen. Für Fans von William Morris gibts da noch mehr Motive.

Achja, mein Bildungsurlaub war übrigens toll. Ich verweise daher noch mal auf meinen Blogbeitrag vom letzten Jahr.

Künstliche Intelligenz und Social Media fördern Ungleichheit? Hm. Darüber muss ich nachdenken.

Gestern war ich auf dem Konzert von Francesco Tristano und was soll ich sagen, der Typ ist ein Genie.

Undercover beim AfD Nachwuchs…puh.

AI is helping seismologists detect earthquakes they’d otherwise miss

China, das Technologie Wunderland.

Die Artikel von James Clear mag ich ja sehr gerne. Das ist mein neuer Favorit: The Mistake Smart People Make: Being In Motion vs. Taking Action

Die Nominierungsliste für den Nebula Award ist draußen und erinnert mich wieder mal, dass ich ja eigentlich „the Shape of Water“ gucken wollte.

Wer sich mal selbst ein bisschen fordern möchte, kann sich hier eine Challenge zu den Themen Minimalismus und Slow Living raussuchen.

Das wars auch schon. Ich wünsch dir einen schönen Wochenstart!