Produktfrei leben – ein Jahr danach

Krass, wie schnell die Zeit vergeht. Es ist jetzt ein Jahr nach meinem Mai-Experiment vergangen, bei dem es ja herauszufinden galt, ob man ohne Shampoo, Duschgel, Deo, Make-up und den ganzen anderen Firlefanz auskommen kann.
Und gleich vorweg: So ganz ohne diesem Zeug gings dann doch nicht. Entweder weil ich ganz bewusst etwas benutzen wollte oder weil es notwendig war. Kleiner Hinweis: Meine Tipps und Erfahrungen basieren auf einem normalen Arbeitsleben im Büro bzw. mit Publikumsverkehr. Ich kann also nicht beurteilen wie sich meine die Zeiträume, Rezepte usw. auf ein Arbeiterleben in einer rußigen, schmutzigen Fabrikhalle auswirken – da muss man fleißig selbst experimentieren ;D

Nun, wie ist es jetzt? Was habe ich gelernt? Was kann ich an Erfahrungen teilen?

Shampoo:
Shampoo (Naturkosmetik-Produkt) habe ich in dem gesamten Zeitraum ca. 3-4 mal benutzt. Winterzeit ist Mützenzeit und da gabs tatsächlich des öfteren mal einen richtigen Bad-Hair-Day. Das eine Mal war ich krank und auch da sahen die Haare gräßlich aus und waren total strubbelig und fettig. Bei diesen Situationen konnte selbst eine Natron- und Essigspülung nix mehr ausrichten.
Gelernt: Der Stoffwechsel (und auch die Ernährung) und das Wetter sind ernstzunehmende Faktoren.
Erkenntnisse: Nach dem Einsatz von Shampoo war meine Kopfhaut nicht viel sauberer als ohne, meine Haare und vor allem meine Haarspitzen sind extrem trocken, hell und haben einen komischen „Griff“. Mag ich nicht. Egal ob mit oder ohne Shampoo: Das Waschen der Kopfhaut ist am Wichtigsten.
Und wie gehts weiter? Ich wasche meine Haare weiterhin ohne Shampoo. Momentan ist es so, dass ich Natron nur noch sehr selten benutzen (= 1-2 mal pro Monat), die Essigspülung kommt auch seltener zum Einsatz (1 mal pro Woche, wenn überhaupt). Meistens reicht Wasser und eine ordentliche Kopfhautmassage!
Empfehlung: Falls du zu den Umsteigern gehörst und du überlegst, nach der Umstellungsphase hin und wieder normales Shampoo zu benutzen: Beobachte genau was mit deinen Haaren passiert und ob du das so willst, sonst versaust du dir das alles wieder. Ich bin mittlerweile der Meinung, dass 1 x im Monat Shampoo zu benutzen völlig ausreicht.

Duschgel:
Auch Duschgel habe ich ein paar Mal benutzen müssen/wollen. Weil es so gut duftet. Weil man nach einer Grippe schon stinkt.
Gelernt: Wenn man Duschgel nur selten benutzt hält so eine Flasche ewig.
Erkenntnisse: Ich brauchs im normalen Alltag nicht. Anderseits ist es praktisch, wenn man wasserfeste Sonnencreme abkriegen will. Meiner Haut geht es ohne Duschgel viel besser, ich brauche keine Lotion. Aber ich gestehe: Es ist schon toll, wenn man in so einer Duftwolke steht.
Und wie gehts weiter? Ach, ich werde mein Duschgel hin und wieder benutzen und wenn es leer ist, kauf ich nix mehr nach. Hat für mich eher den Wellness-Charakter…
Empfehlung: Ausprobieren! Du wirst überrascht sein!

Deo:
Für viele ein sehr heikles Thema. Auch für mich war es anfangs sehr schwierig. Als ich zum ersten Mal mit selbstgemachten Deo rumlief, war ich ziemlich unsicher, aber letztlich ist es immer noch das beste Deo aller Zeiten.
Gelernt: Wasser, Natron und ein bisschen Stärke. Ja, es kann so einfach sein!
Erkenntnisse: Stellenweise hatte ich sehr starke Probleme mit Hautreizung, die auch nicht weniger wurden, als ich das Deo mit Pflegeöl angerührt habe. Einmal hatte ich vergessen das Deo morgens raufzutun, also lief ich mit dem Deo von gestern rum – hat immer noch gewirkt! (Gottseidank! Man stelle sich nur meine gequälten Arbeitskollegen vor! :D)
Und wie gehts weiter? Nach dem ewigen Rumprobieren zwischen verschiedenen Deosorten ist klar: Ich werde nur noch das selbstgemachte Deo benutzen. Es riecht neutral und wirkt zuverlässig. Und ja, ich bin noch radikaler geworden: An Wochenenden, wenn ich weiß dass ich weder Sport mache noch großartig rausgehe, nutze ich gar kein Deo. Das habe ich auch erfahren, als ich vergessen habe, Deo draufzupacken. Lustigerweise stinkt man gar nicht so sehr, wie man sich das immer vorstellt.
Empfehlung: Leute, lasst euch von den Werbern nix mehr andrehen. Diese 48 bis 72-Stunden Formeln sind der totale Humbug und ihr wollt nicht wissen, was da alles drin ist…brrr. Probiert das Deo auf jeden Fall mal aus.

Pflegelotion:
Hachja, sich einölen und eincremen hat was von Day-Spa :D.
Gelernt: Das Zeug nicht zu nutzen war ganz einfach.
Erkentnisse: Man braucht keine Lotion.
Und wie gehts weiter? Ich nehme es nicht mehr – wozu?! Meine Haut ist ohne Duschgel wunderbar weich. Dieses klebrig-gummiartige Gefühl von einer zweiten Hautschicht finde ich gar nicht mehr so toll wie damals.
Empfehlung: Lotionen und das Cremen danach sind irgendwie total irrsinnig. Warum? Weil man das ja nur macht, weil die Haut zu trocken ist. Wodurch wird die Haut trocken? Durch zu langes, heißes Duschen und durch Duschgel, was zwar reinigt, aber nicht genügend rückfettet. Diese Sachen bedingen sich gegenseitig. Wenn ihr also an einen der Parameter herumschraubt, könnt ihr das mit Lotion sein lassen.

Wooohooo…ein Mega-Posting. Sorry. Ich hör auch schon auf.

Wie siehts bei dir aus? Benutzt du das eine oder andere? Hast du was weggelassen? Wie läuft es bei dir?

Weitere Infos:
Das Mai-Experiment
Zwei Monate nach dem Mai-Experiment
Haare waschen ohne Shampoo
Ohne Shampoo leben – ein Update
Deo selbstgemacht

31 Gedanken zu “Produktfrei leben – ein Jahr danach

  1. Nachdem du ja schon so freizügig erzählst, von Sachen die andere pfui finden, kann ichs ja auch verraten:

    Ich wasche mein Gesicht nicht.

    Lange Zeit hab ich Probleme mit sehr fettiger Haut gehabt (mitsamt Pickeln), schon überhaupt in der Pubertät. Gleichzeitig hat das Gesicht geschuppt und gespannt nach dem Waschen. Besser geworden ist es durch das Internet ;) – ich hab zuerst angefangen, Produkte für sensible Haut (statt Mischhaut) zu verwenden und schließlich nur mehr mit Wasser gewaschen. War schon viel besser, aber nicht optimal.
    Dann wurd ich faul und experimentell (Steinzeit, yeah!) und hab mein Gesicht mal gar nicht mehr gewaschen und geschaut, was passiert: Weg war das Fett, das Spannen und Schuppen. (Und nein, die Pickel wurden nicht mehr, die blieben genau gleich. Bei mir ist es eindeutig die Ernährung: Milch + Zucker, evtl. auch Weißmehl)

    Aber klar, wenn ich meine Haare wasche (2 Mal die Woche, meist mit Lavaerde oder mit Natron, Natron ist billiger, aber Lavaerde macht mir schönere Haare), dann wasche ich automatisch auch mein Gesicht mit.
    Aber ich wasche es nicht extra.
    Aber ich schminke mich nicht (mehr), daher funktioniert das. Und als Studentin mach ich mich auch nicht wirklich dreckig…

    Gefällt mir, dass du solche Ideen unters Volk bringst! Viellicht probier ich auch mal das Natron-Deo – hab aber Sorge um meine T-Shirts, will keine hellen Flecken in den schwarzen Shirts… Daher verwende ich ein Roll-on von Alverde (da ist wenigstens kein Alk und kein Alu drin).
    Und ich kann es bestätigen: unter Alu-Deo-Zeiten hab ich gestunken wie Sau wenn ichs mal vergessen hab. Aber die Achseln gewöhnen sich das arge Stinken ab, wenn man eine Zeit lang Alu/Alkfrei ist ;)

    (ui, jetzt hab ich auch viel geschrieben, aber das ist halt mein Thema ;) )

    1. Danke für dein „Outing“ – Körperpflege ist ja immer so ein heikles Thema, deshalb find ich es gut, dass du ebenso freizügig kommentierst. Und ich finde das, was du beschrieben hast, ziemlich logisch. Glückwunsch!

  2. Liebe Frau Ding-Dong ich danke Dir für Deine Erfahrungen hier! :)
    Bei mir geht das in sehr kleinen Schritten, aber ich finde es spannend und hab auch immer weniger Lust auf Chemie, immerhin ist die Haut sehr durchlässig!
    Duschgel: ph-neutral, duftet leicht, keine Farbstoffe. Die Menge hab ich halbiert. Brauch keine Schaumparty (mehr)unter der Dusche.
    Natron-Deo wird demnächst ausprobiert (hab gelesen in Creme vermischt und mit Zinkoxid soll es hervorragend sein). Im Moment also normales Deo, aber wenn nicht groß unter Leute gehe, benutze ich es auch mal nicht.
    Haare: Oh Lavaerde ging voll nach hinten los: Strohbesen aufm Kopf.
    Inzwischen bei einem guten und günstigen Natur-kosmetik-shampoo gelandet, abundzu Apfelessigspülung (natürlich verdünnt mit Wasser). Vergrößere auch die Abstände.
    Sonst keine Stylingsachen
    Die Lavaerde benutz ich nun aber gern als Körperpeeling.
    Körpercreme:, im Gesicht vor allem im Winter, sonst: so alle 2-3 Tage am ganzen Körper und auch nur Naturkosmetik, bis auf eine. Aber mag auch nicht ganz radikal werden :) Hat eher was mit wohlfühlen zu tun.

    Parfum, Nagellack, Schminke gibts schon lange nicht mehr, auch kein Weichspüler.

    Ich fühl mich sehr wohl, in meinem leeren Bad :-)
    Vor allem ist es günstig, ich muss nicht soviel heim schleppen, mach weniger Müll, kleister meinen Körper nicht zu und muss mir weniger Gedanken dazu machen.
    Liebe Grüße :)

  3. Spannend zu lesen und gut zu wissen, was so möglich ist.
    Ich brauchte früher (bis 2010) nur in Ausnahmefällen – zu erwartende schwere körperliche Arbeit über längere Zeit – Deodorant. Das hat sich seit meiner Burn-Out-Erkrankung leider geändert. Ich schwitze stärker und rieche das sogar selbst.
    Sehr schade, ich fands eigentlich gute ohne Deo – vor allem da ich immer wieder das schmerzvolle daran erinnert werde, daß ich nach der Rasur unter den Armen das mit dem Deo lieber sein lassen sollte.

    Liebe Grüße,
    Jan

  4. Tabletten nehme ich, aber das mit dem Schweiß ging schon vorher los.
    Das hat irgendwas mit dem Zusammenspiel von Sympaticus und Parasympaticus zu tun, vermute ich. Der Körper befindet sich ja dauerhaft im Anspannungsmodus was zum Beispiel auch mit erhöhtem Speichelfluß einhergeht.
    Anspannung geht ja auch oft mit Angst einher und Angstschweiß selbst hat ja nun auch wieder eine andere Konsistenz. Irgendetwas wird es damit wohl zu tun haben.
    Natron wäre da eine Überlegung wert, Kristalldeos bringen bei mir leider gar nix.

  5. Ich frage mich immer, warum ein Deo denn notwendig ist? Ich hab noch nie in meinem Leben eines benutzt. Wenn ich viel geschwitzt habe, dusche ich nachher sowieso und ansonsten gibt’s ja auch nicht viel, was Bakterien anlocken könnte. Auf unangenehmen Geruch hat mich jedenfalls noch niemand hingewiesen und… moment… nein, ich riech auch nix ^^

  6. Der Post ist zwar schon etwas länger her, aber ich fand ihn sehr interessant und wollte etwas dazu schreiben. Ich kann Kokosöl als Deo empfehlen. Das pflegt gleichzeitig, wirkt aber vermutlich nicht so stark wie Natron, ist aber auch nicht hautreizend. Kokosöl kann man außerdem auch als Körperpflege, Rasiergel, Haarpflege, Gesichtsreinigung, Gesichtspflege und Badeöl verwenden. Und natürlich auch zum Kochen und Backen ;-).

  7. Bin heute das erste mal auf deiner Seite und finde die Idee ganz toll und spannend. Benutze heute den ersten Tag ein DIY Cremedeo. Ansonsten versuche ich auch möglichst Naturkosmetik zu nehmen bin leidenschaftlicher Alverde-Junkie. Habe von Lush auch den Conditioner Jungle ins Herz geschlossen und wachse mir schon lebenslang nur alle 1-2 Wochen die Haare, bzw. ich dusche auch nur 2 mal die Woche außer wenn´s echt dolle warm ist. Ich schwitze halta uch nicht so schnell und wenn wasch ich mir nur die Achseln… Sündigen tue ich noch bei Duschgel und (ganz selten) Haarstylingprodukten. Im Haushalt stell ich grade vieles auf Hausmittel und Frosch-Produkte um, die sind toll und umweltfreundlicher…
    LG

  8. Ich finde Deine Seite auch sehr interessant, spricht mir vieles aus der Seele. Vor einigen Jahren habe ich mal konsequent angefangen, meine Haare nicht mehr mit Shampoo zu waschen, weil das Zeug meine Haare viel zu weich und strähnig gemacht hat. Nach Shampoo hatten sie keinen Griff mehr. Ende letzten Jahres habe ich mal wieder mit Shampoo gewaschen und seitdem die Nase voll. Nun nutze ich nur noch ein wenig davon, wenn die Haare extrem baxig vom Staub/Schlamm auf Festivals sind :) Meine Haare sind eh lockig und störrisch und durch Shampoo nur noch störrischer geworden. Ohne Shampoo bleiben sie länger frisch und sind herrlich griffig. So langsam gebe ich auch alle Stylingprodukte auf (Schaumfestiger, -spray, Spitzenfluid: So ein Quatsch!) und knete nur noch Pflegecreme ein. Ganz trocken föne ich sie auch nicht mehr, auch wenn’s bei meinen Haaren länger dauert. Tut ihnen einfach gut: Kein Shampoo, keine Stylingprodukte, keine Fönluft. Und sie riechen gut dabei, erstaunlich! Wenn ich das anderen erzähle, daß ich kein Shampoo benutze, gucken sie mich an wie ein Auto, als wenn ich dreckig aussehe. Essigspülung habe ich mal probiert, war aber nicht spektakulär, geht also auch ohne. Vom Duschgel will ich auch noch weg, Bodylotion nehme ich auch nicht mehr, und: Geht auch ohne, huch! Und daß, obwohl Mami immer eingebläut hat, daß man sich nach dem Duschen schön eincremen soll. Auch Quatsch! Irgendwann wird die Haut davon abhängig und fettet nicht mehr selbst. Das mit „ohne Deo“ werde ich auch noch probieren. Muß sagen, ich finde auf dieser Seite viele gute Alternativtips und sehe mich in meiner Vorgehensweise bestätigt, vielen Dank! Hab mir auch immer gedacht, wie die Menschen früher gelebt haben, ohne all den Kosmetikkram. Meist haben sie gut gelebt, ohne viele Allergien und waren auch gesund. Und dieses Über-Überangebot an Kosmetika in den Läden geht mir schon lange auf den Keks :O) Weniger ist mehr, ich mach weiter so.
    LG,
    Vio

  9. Hallo und vielen Dank für diese Seiten!

    Ich dachte immer, dass ich irgendwie falsch ticke, weil ich niemals Deo benutze. Erstens schwitze ich wenig und zweitens mag ich mir nicht eine ganze Chemiefabrik in die Achseln sprühen. Nach dem Sport gehe ich kurz unter die Dusche (nur Wasser) und bin dann wieder frisch.

    Gerade jetzt im Herbst wird meine Haut immer etwas trocken. Niemals würde ich mir eine Bodylotion auf die Haut reiben. Ich denke mir, dass es einen Grund hat, warum die „Zutatenliste“ superklein auf den Packungen aufgedruckt ist… Ich nutze Öl aus meinem Vorratsschrank. Motto: Was ich essen kann, kann ich mir auch auf die Haut geben.
    Meine Beine stehen derzeit auf Olivenöl, das Gesicht und der Hals leider auf das ziemlich teure Arganöl. Öle mich aber höchstens 1 x in der Woche ein und das tut sehr gut.

    Vielen Dank für die guten Tipps auf Deiner Seite.

    Liebe Grüße
    Doro

  10. Hi,

    nutze seit 2 Jahren weder Deo noch Shampoo. Als Mann geht das voll klar. Deo hat mir garnicht gefehlt – joa manchmal stink ich, wenn ich 3 Stunden irgendwo in der Sonne spazieren war, aber dann gehört das halt zu meinem „Abenteuer“-Flair und gut ist. Wer täglich Duscht braucht kein Deo. Hatte nach einer leichten Lymphknotenschwellung unter den Achselhöhlen beschlossen nie wieder Deo zu verwenden. Wieso auch? *Pffft Pfft Pfft* – ich find das mittlerweile voll albern!

    Shampoo? Nun… ich hatte eine Weile mittellanges Haar und irgendwann war mein Shampoo leer und ich sah aus wien Wischmob! Das war mir dann aber egal – hatte was akademisches vom „verrückten Professor“. Bin damit gefahren, nach ca 2-3 Wochen zu meiner Enttäuschung hat sich der Fetthaushalt meiner Haare wieder von selbst eingependelt. Schade! Ich mochte den Look! Ich sah so aus als wäre ich täglich in einem fremden Bett aufgewacht! Die Haare sahen dann plötzlich völlig normal aus. Geruchsneutral. Ich habe Shampoo einfach nicht mehr als sinnvolle investition anerkannt und aufgehört es zu verwenden. Es fehlt mir garnicht! Habe auch keine Schuppen bis jetzt oder sonstiges, würde ggf. Schampoo kurzzeitig wieder verwenden – wenn ich nen PILZ aufm Kopf habe, aber zu meinem erstaunen passiert das nicht. Mein Haar fühlt sich auch irgendwie Solider an… nicht dass das mich interessieren täte! :P

    Das einzige was man machen muss ist glaub Zähneputzen! Als Teenie habe ich mal „Labello“ verwendet – und danach waren Meine Lippen eher Trocken als feucht im Normalzustand. Die ganzen Produkte rechtfertigen sich selbst, wie Zigarettenrauchen oder so, wenn man aufhört sie zu nutzen gehts einem erstmal schlecht aber nach einer weile, nachdem sich der Körper eingependelt hat, ist alles so wie vorher.

      1. Ich entwickle mich gerade zum Minimalisten, stelle aber fest, dass ich scheinbar in einigen Lebenslagen schon immer Minimalist war und, dass ich zu manchen minimalistischen Extremen keine Lust habe ( z.B. meine Dinge reduzieren auf eine feste Zahl…). Aber gerade mit Körperpflege und Hygiene war ich schon immer Minimalist und habe es aber satt gehabt Freunden /innen zu erzählen, da die dann mich immer mit großen Augen angesehen haben. “ IHHH, wie kann man nur!“
        Und diese Reaktion nur, weil ich gesagt haben, dass ich fast nie zuhause dusche, sondern immer nach dem Sport ( 4-5 mal die Woche), dass ich gelegentlich nur einen Waschlappen benutze, dass ich ein Handtuch nach dem Duschen noch weitere Male benutzte.
        In meinem Badezimmer ( und in der Sporttasche) sind schon noch die normalen Deos und Cremes, aber ich versuche gerne mal das Natrondeo aus und Duschgel habe ich schon immer nur wenig benutzt. Übrigens in Baumwolle rieche ich nach dem Sport gar nicht, in den Funktionssachen dafür sehr… Bei Stress riche ich nur unter einem Arm… seltsam….. wohl eine minimalistische Anwandlung meines Körpers :-)

      2. Ach dieses „iiih wie kann man nur“ ist uns von dieser Sauber-Werbewelt angezogen und solange man nicht stinkt, stellt auch keiner Fragen. Ich kenn jemanden, der hat noch nie in seinem Leben Deo benutzt und er wird bald 50. Dafür wäscht er sich halt jeden Tag. Überhaupt, wenn man länger drüber nachdenkt ist Deodorant doch nur eine moderne Erfindung um nicht so viel Zeit mit Körperpflege zu verbringen?! Schnell Geruch übertünchen und schon kannst du losgehen und noch früher anfangen zu arbeiten?
        Die Geschichte des Deos wäre mal ne spannende Recherche-Aufgabe

  11. Hi,
    ich beschäftige mich gerade mit no poo…hab aber noch nicht angefangen. Habe noch ein gekauftes, fertig angerührtes Lavaerde-Shampoo, dass ich aufbrauche und Haarspülung. Wenn die leer sind, gehts los…allerdings erstmal mit reiner Lavaerde und Essig/Kräuterspülung.
    Zum Duschen nehm ich ein selbst gemachtes Peeling aus Salz und Olivenöl, kost fast nix, man braucht wenig, befreit die Haut von abgestorbenen Hautschuppen und ist danach weich wie ein Babypopo! Wenn ich mich nicht verausgabe und stark schwitze dusche ich also nur einmal in der Woche, ansonsten zusätzlich nur mit Wasser. Reicht völlig, und angesprochen auf Gerüche wurde ich auch noch nie.
    Deo hab ich, benutze ich aber auch nicht regelmäßig, Kurz morgens mit klarem Wasser die Achseln waschen ist da auch ausreichend.
    @Mini-T: guck mal einer an…ich benutze mein Handtuch auch öfter als einmal. Unfassbar, nicht? ;)

  12. Moin Frau DingDong,
    danke, für deinen Artikel.
    Nachdem ich das hier gelesen habe, habe ich jetzt auch beschlossen, auf Duschgel zu verzichten.
    War mir bisher unsicher, ob ich dann nicht zur verrückten Öko-Aktivisten abgestempelt werde, aber offensichtlich machen das auch ganz normale Leute ;)
    Und sogar mein dunkles Geheimnis wird hier geteilt #FraktionHandtuchMehrmalsBenutzen

  13. Liebe Frau DingDong,

    ich mach mein Deo auch seit einiger Zeit selbst. Allerdings mit Natron, Wasser uns Zitronenöl.
    Hast du ein gutes Mittel gegen die Hautreizungen gefunden oder lebst du einfach damit?

  14. Hallo, ich habe eine Zeit lang versucht mich nur mit Wasser zu waschen und nicht mehr zu cremen. Ich habe sehr trockene schuppende Haut und Verdacht auf seborr. Ekzem. Es wurde dadurch bei mir leider schlimmer. Jetzt benutze ich eine Waschmilch (Bio, ohne Duftstoffe o.ä.) und eine Ureacreme (Bio, ohne Duftstofffe o.ä.). Damit klappt es ganz gut. Kann es sein, dass dieser Ansatz nicht für jeden geeignet ist? Vorallem bekomme ich nur mit Wasser meine Hautschuppungen am Körper nicht runter und das ist ja auch der Nährboden für Hautpilz u.ä., oder? LG

    1. Liebe Tanja,
      bin ja keine Hautärztin, deshalb weiß ich nicht, ob das produktfreie Leben was für jeden ist. Ich gehe aber stark davon aus. Denn was ist natürlicher als sich mit Wasser zu waschen?
      Andererseits habe ich neulich auch von einer Frau gelesen, die gegen Wasser allergisch ist und Pusteln bekommt, wenn sie nass wird oder schwitzt. Also: Keine Ahnung!
      Ich würde eher mal in die Richtung forschen wie der ph-Wert deiner Haut ohne Produkte ist (ein Hautpilz braucht nen bestimmt ph Wert um sich auszubreiten) und vielleicht auch mal die Wasserhärte testen. Um Hautschuppen loszuwerden benutze ich Natron, Zucker, Salz oder Kaffeesatz. Am Meer kann man auch Sand nehmen. Auch würde ich mal ganzheitlich forschen, was die Hautkrankheit evtl. psychosomatisch auslöst?

  15. Ich finde Dein Posting sehr gut.
    Ich verwende seit 3 Monaten nur noch Wasser zum Waschen und habe damit nur positive Erfahrungen gemacht. Diese Körperpflege war eigentlich das letzte Experiment um meine Hautprobleme in den Griff zu bekommen. Es hat funktioniert ! Und das auch noch recht schnell nachdem mir 10 Jahre lang kein Hautarzt helfen konnte. Ich hatte an den Armen und Unterschenkeln keine rund Flecken bekommen, die besonders nach UV-Strahlung aufblühten. Sie juckten zwar nicht, sahen aber sehr gefährlich aus. Heute gehe ich davon aus, das meine Hautflora sich durch das Waschen mit Duschgels etc. nie vollständig regenerieren konnte und damit Platz war für pathogene Keime.
    Ich verwende auch keine Sonnencremes mehr. Bleibe lieber im Schatten. Dennoch habe ich festgestellt, das meine Haut heute ohne Sonnencreme weit weniger empfindlich auf Sonne ist. Sie rötet sich bei einem UV-Index von 6 fast gar nicht mehr. (Typ II-III) Dafür entwickelt sie den Eigenschutz jetzt schneller. Also bräunt tiefer.
    Mein Umfeld hat von alledem nichts mitbekommen.
    Jedenfalls geruchstechnisch nicht ;-)
    Eine Ausnahme mache ich aber beim Händewaschen. Da geht ohne Seife nix !

    1. Jepp, Seife zum Händewaschen ist auch ein Muss, trotz allem.
      Ich benutze ja auch weiterhin Seife, wenn nich irgendwo war, wo es tatsächlich schmutzig war. Kommt nich so oft vor, aber gerade den Großstadtruß vom Hafen merk ich dann doch manchmal.

      Voll super, dass du deine Hautprobleme lösen konntest. (Lösen. Nur mit Wasser. Haha. :D – tschuldigung)

  16. Hallo! Schön, von deinem Experiment zu hören. Bin im Moment selbst auch dran, und wasche meine Haare und meinen Körper nur noch 2x/Wo mit Seife, ansonsten nur mit Wasser. Bodylotion brauche ich ab und zu noch, vor allem im Winter, das sonst meine Haut spannt, bin mir die Pflege aber am abgewöhnen. Das Gesicht wasche ich mir schon seit vielleicht einem Jahr nur noch mit Wasser, das reicht absolut. Versuche, mit der Pflege auf Kokosöl umzustellen, das ist nicht so einfach, wegen meiner trockenen Haut. Da ich natronsensibel bin, genügt mir als Deo pures Kokosöl – es funktioniert, verrückt! Ich experimentiere weiter zu mehr Natur und mehr Einfachheit hin. Danke für deinen offenen Post!

  17. Hallo, ich kann schon gar nicht mehr sagen seit wie viel Jahren ich ohne Schampoo und Duschgel lebe. Des weiteren benutze ich auch keine Crems und Schminke, die Haare bekommen keine Pflegeprodukte und troknen an der Luft. Am Anfang war das sehr ungewöhnlich bei einer Feier ungeschminkt und „unfrisiert“ zu erscheinen. Für meine Haare habe ich eine Naturhaarbürste und striegle mich täglich, so verteilt sich der Talg im Haar und die Kopfhaut wird massiert. Das einzige was ich meinen Händen und Füßen zugestehe ist Kernseife. Ich bin eine Barfußläufer- (Schuhe sind Gefängnisse für Füße) und Gartenwühlerin und nur mit einer Wurzelbürste schrubben tut weh und reicht oft nicht. No-Poo ist zu meiner persönlichen Lebenseinstellung geworden und ich fühle mich gut damit.

  18. Hallo! Habe gerade eben erst angefangen, mich damit auseinanderzusetzen, dass es auch ohne Duschgel und viele andere Produkte geht und möchte es unbedingt selbst ausprobieren. Ich benutze eh nur Naturkosmetik, aber auch die ist ja eigentlich in den meisten Fällen überflüssig, wenn es auch ohne geht. Mein Freund z.B. benutzt keine Waschgels, Cremes etc. und in den meisten Fällen auch kein Deo und wirkt überhaupt nicht ungepflegt!

    Eine Frage habe ich allerdings: Wie handhabst du es mit der Haarentfernung? Ich bin eh immer auf der Suche nach der schonendsten und unkompliziertesten Methode, behaart fühle ich mich leider nicht wohl ;)
    Hast du für dich einen Weg gefunden, das möglichst ohne unnötige Produkte zu machen?

Schreibe einen Kommentar zu Jan Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*