Statusupdate II

Vielen lieben Dank für eure zahlreichen Kommentare zu meinem letzten Beitrag!!!!
Darüber habe ich mich seeehr gefreut und es hat gut getan, sich mal seinen Frust von der Seele zu schreiben, obwohl ich im Blog eigentlich nicht jammern möchte.

Am nächsten Tag habe ich zum ersten Mal seit fast 2 Wochen mal wieder eine Drogerie betreten (seltsames Gefühl) und hab die Stadtteilverrückte gegeben, als ich durch Knistern und Drücken der Schokoladenverpackung ein plastikfreies Geräusch entlockt habe. Mit meinem Babygehör habe ich doch tatsächlich eine Schoki erwischt, die in Alu eingewickelt war! Und ja, endlich mal wieder ein Stück Schoki und das Ganze auch noch ohne Plastikmüll – das hat mich natürlich wieder seeeehr motiviert!!

Diese Plastikchallenge ist stellenweise ziemlich frustrierend und das obwohl wir nur die lahme Vorgabe haben, nichts NEUES aus/mit Plastik zu kaufen.
Normalerweise kriegen wir zu zweit pro Woche ungefähr einen 60 L Müllbeutel voll. Nun dümpeln wir mit dem gleichen Müllbeutel schon seit Monatsanfang herum. In diesen Beutel kommen alle Vor-Challenge-Plastikverpackungen, weil wir diese Sachen aufgrund unserer Vorratshaltung schon vor dem 1. April hatten. Ich war von dem Thema ein bisschen überfordert und wusste nich wo anfangen, wo die Grenze ziehen – deshalb trennen wir das so.

Das ist unser bisherige Challenge-Müllhaufen, wobei der nicht ganz vollständig ist…

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nicht abgebildet: 2 Plastikbecher, in dem mein Mittags-Nudelsalat war; 3 Verpackungen von Washi-Tape *räusper* die ich ohne nachzudenken in der Arbeit entsorgt habe, eine leere Gummibärchentüte, die ich ohne Nachzudenken gekauft habe; + dazu muss nochmal so ne Take-Away Schale, die auch noch in den grünen Tüten eingewickelt waren. Da hat die Faulheit wieder mal gesiegt. Und wir haben uns geärgert.

Mal sehen, was morgen aus unserem Wochenendeinkauf wird.

3 Gedanken zu “Statusupdate II

  1. Ach, so ein Frusteis darf doch mal sein aber wenn man ein Hörnchen nimmt dann ist es meist in beschichtetem Papier verpackt oder man geht zur Eisdiele und nimmt es direkt auf die Hand. Beim Take Away frag ich mich auch auch öfter warum ich das mache? Zwar selten aber ich mache es hin und wieder, wenn der Tag schon mit Terminen zugepackt ist. Bei den meisten unserer Pommesbuden und Pizzarien, kann man sich setzen und auch vor Ort von normalem Geschirr essen. Das würde schon mal Müll sparen. Ob ich nun zu Hause esse oder vor Ort. Der Zeitaufwand ist der gleiche. Ich glaube aber das hat viel mit der Comfortzone “ zu tuen. Im eigenen Heim finden die meisten es am besten.

    LG
    Mareike

  2. Ich bin kein Fan von Schwanzvergleichen oder sowas :D

    Aber wenn wir aus Gründen der Selbstmotivation, Selbsteinschätzung und Selbstreflexion mal ansehen, was der durchschnittsdeutsche, den wir sicherlich als Nachbarn haben, in der gleichen Zeit weg wirft, würde ich sagen brauchst du deinen Müll nicht verstecken.

    Zudem wird jener durchschnittstyp sich darüber nicht einmal Gedanken machen, geschweige denn ein schlechtes Gewissen haben.

    Jedes weniger ist gut. Und wenn du mich fragst, liegt da oben auf diesem Foto nur weniger.

    Ich kann das so nachvollziehen. Momentan rege ich mich auf, wenn wir mehr als 200g Plastikmüll auf 4 Wochen zusammen bekommen, statt mich zu freuen, dass wir im Vergleich zu früher einen Bruchteil des Mülls verursachen.
    Eigentlich absurd.

    Wie war das mit positiver Motivation und so ;) Sollten wir uns selbst mal gönnen.

    Wir sind gut! Wir sparen Müll und zwar viel!

    In diesem Sinne einen schönen Wochenstart!

  3. Meine Gedanken hierzu:
    Die Steuer auf Plastiktüten wäre schon mal ein guter erster Schritt, um Plastikmüll zu reduzieren und überhaupt für das Thema zu sensibilisieren. Aktionen wie deine, Frau DingDong, sind natürlich auch super! Spread the seed! Yeah!

    Könnte man Boykotts organisieren? Und wie könnte das aussehen? Ein organisierter Mob, in dem VIELE Leute in einen (Bio-)Supermarkt einkaufen und allesamt auf Plastik verzichten. Dazu gehört natürlich eine PR-Aktion bzw. Medien einschalten, Interviews mit den Mob-Teilnehmern/-Organisatoren – so könnte man Verbraucher wie Hersteller informieren. Nur so eine Grundidee, was meint ihr dazu?
    Noch eine Idee: An der Kasse die Verpackungen aufreissen, in mitgebrachte Behältnisse füllen. Als Aktion für: „“Wir wollen Bulk-Shops!“

    Wie sieht es generell mit den Verpackungs-Alternativen aus?
    Seit ich eine ORF-Dokumentation über Aluminium („Die Akte Alu“ – kann ich sehr empfehlen, hier der Trailer dazu: http://muvi.es/w3319) gesehen habe, stehe ich vor dem Dilemma: Plastik oder Alu? Was ist das geringere Übel? Manchmal kann man sogar beides vermeiden: Bei einem Bäcker habe ich lose Schokolade gefunden, perfekt!

    Bedrucktes Papier oder recyceltes bedrucktes Papier enthält Mineralölfarben – hier gibt es Richtlinien, werden die eingehalten und reichen die?

    Dosen sind auch nicht das Gelbe vom Ei. Glasbehältnisse sind oft sehr schwer, ich hab nicht immer Lust, mich abzuschleppen (mit Fahrrad oder zu Fuß). Glas verbraucht auch Energie.

    Meine Oma hat mir erzählt, dass sie noch so gut wie keinen Müll hatten. Ab und zu mal eine Dose, die wurde dann im Garten verwendet, ich weiß nicht mehr genau, wozu.

    Meine Hoffnung: Viele kleine Schritte führen zum Ziel!

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