To Do – im September

Wenn die Zeit weiter so rast, werde ich panisch und verfalle in wilden Aktionismus. Ich hab ja eigentlich selten Zeitprobleme, aber seit zwei Monaten habe ich das Gefühl, dass die Tage an mir vorbeirasen. Ja, ich hör schon auf mit dem Gejammer, aber ich frage mich, woran das liegt. Vergeht die Zeit schneller, wenn man übermäßig beschäftigt ist oder wenn man eher abgammelt und kaum was macht? Ändert sich das Zeitempfinden, je älter man wird, oder fällt es da nur mehr auf? Wie könnte man die Zeit verlangsamen?

Vielleicht klappen meine Vorhaben diesen Monat besser. Ich merke erst jetzt, wie ich im neuen Job ankomme. Aus dem Vorhaben „jeden Tag 10 Min. Sport machen“ ist nichts geworden, genauso wie ich das mir selbst auferlegte Ausleihverbot nach 4 Ausleihen in einer Woche wieder gekippt habe. Im Nachhinein muss ich mich gerade selbst auslachen, dass ich echt gedacht habe, dass ich SOWAS durchziehen könnte. :D
Ich habe gelernt: Nicht extrem sein und gar nichts ausleihen, sondern nur das Richtige! Und das waren tolle Spiele (Pflanzen vs. Zombies), tolle Filme (Tron, Time Tunnel usw.) und vor allem gute Romane. Diese Sachen entspannen mich und nur daran lag es. Wenn das Gehirn voll ist, braucht man keine Sachliteratur. Hat gedauert, bis ich das begriffen habe…:D
Harry Potter zu gucken habe ich auch nicht geschafft, mittlerweile ist es mir sogar egal. Ich glaube es geht gut aus. Die Bösen fallen tot um und Harry is cool. Immerhin habe ich endlich Brot gebacken und das war super!

Jedenfalls versuche ich im September folgendes:

  • 50 Min. laufen können (weils endlich mal voran gehen muss und ich ohne Laufplan anscheinend nicht in die Gänge komme)
  • Mit dem Strickbuch+DVD stricken (wieder-) erlernen und erste Erfolge erzielen
  • auf bessere und gesündere Ernährung achten (kein Kaffee, keine Chips, kein Süßkram, keine Softdrinks, keinen Alkohol – ja das alles auf einmal!!! immerhin krieg ich das mit dem Kaffeeverzicht gut hin…)
  • einen neuen (alten) Küchentisch kaufen/sich schenken lassen/irgendwo finden (:D) (der andere fällt auseinander und ist nicht mehr vernünftig zu reparieren, ausserdem ist er viel zu groß für unsere kleine Küche. War nur ’ne Notlösung damals, aber jetzt nervt er nur noch.)

Wie war es bei dir im August? Was planst du für September?

16 Gedanken zu “To Do – im September

  1. Also ich sehe es so, je mehr Beschäftigung du hast, desto schneller vergeht die Zeit. Denn, wenn du beschäftigt bist, achtest du weniger auf die Zeit (es sei denn du stehst unter Zeitdruck). Ich habe bei mir auch festgestellt, dass Dinge, die man gerne tut, einen selbst so einnehmen, dass Zeit auch überhaupt keine Rolle spielt. Du legst deine Konzentration und deine Priorität eben nicht auf Umstände, die du ohnehin nicht beeinflussen kannst, sondern gibst dich dem hin, was du gerade tust (weil du es tun WILLST).

    Das könnte auch eine große Rolle spielen, wenn du mit dem Laufen anfängst. Wenn du dich zwingst, wirst du mehr Gedanken an die Zeit verschwenden. „Wie viele Minuten muss ich denn noch laufen?“ Liebst du das Laufen/den Sport, wird die Zeit verfliegen. Such dir jemanden, mit dem zu laufen kannst. Das spornt an, lässt die Zeit vergessen und Quatschen kann man dabei auch noch. ;)

  2. „Ändert sich das Zeitempfinden, je älter man wird…“ Jep, so ist es.
    Einfach gesagt, will unser älter werdendes Gehirn Speicher sparen: Ereignisse werden nicht mehr als besonders intensive „verbucht“, der Eindruck entsteht, weniger geschieht in der gleichen Zeit: Die Zeit fliegt dahin.
    Oder: Man hat dann den Eindruck, nicht mehr soviel in der gleichen Zeit zu erleben. Da gab es einen wunderschönen Beitrag zu diesem Thema auf Arte, aber mir fällt’s nicht mehr ein – es ging u.a. um Gehirn-Tuning.
    Na ja, Dein Blog zeigt Dir ja, was Du so alles getan hast ;-) die Zeit fliegt also nicht einfach so dahin …
    Grüßle

  3. Hallo, ich mag deinen Blog sehr! Ja, die Zeit fliegt. Bei mir noch schneller, seitdem ich zwei (Klein)Kinder habe. Puh, mir schwirrt der Kopf!
    Laufen r0ckt total. Du musst nur irgendwann an den Punkt kommen, wo du einfach nicht mehr ohne kannst. Und wo es quasi von selbst läuft. Ich drücke die Daumen dafür!!!
    Mein August war.. Tja, schon wieder vergessen, weil so viel los war ;-)
    Ich habe ein paar interessante Links gefunden heute, und ich plane, mich davon inspirieren zu lassen im September:
    http://sixitemsorless.com/the-experiment/
    http://www.daskleineblaue.de/?page_id=1197
    http://www.sounds-like-me.com/news/ein-kleid-fur-alle-falle-draft/
    Herzliche Grüße von June

    1. Oh, 6 items or less finde ich sehr interessant – schreibst du darüber auf deinem Blog? Ich habe so wenig Klamotten, dass ich so eine Challenge kaum Sinn macht, aber gerade für’s Reisen ist das perfekt. Ich würde so gern so ein Kleid haben, dass man in vielen Varianten tragen kann…

      Ach ja – zum Thema laufen! Das stimmt, das rockt wirklich. Ich liebe es zu laufen und könnte jeden Tag heulen, an dem ich nicht laufe. Aber da ich momentan ziemlich unregelmäßige Arbeitsstunden habe, kann ich nie genau planen und da ich viel im Stehen arbeite, tun mir abends die Beine weh. Deshalb versuche ich jetzt morgens vor der Arbeit zu laufen. :D Danke für’s Daumen drücken! :)

  4. Hey Frau Ding-Dong,

    ich finde es irgendwie beruhigend, dass auch du deine Vorsätze manchmal neu fassen musst. Ich find in deinem Wochenrückblick immer total beeindruckend, wie viel du liest, siehst und erlebst und bei mir hab ich festgestellt, dass ich der Kategorie „gewünscht“ oder „geplant“ in meinem Tagebuch oft das gleiche auftaucht. Aber manchmal muss man sich etwas wohl neu vornehmen/Pläne umformulieren, damit sie am Ende aufgehen.
    Ich hab im Übrigen wenn viel los ist immer das Gefühl, dass die Zeit rast. Allerdings auf angenehme Art und Weise. Während Gegammel die Zeit manchmal sehr zäh verstreichen lässt. Liegt aber vielleicht auch daran, ob man „verdient“ gammelt oder mit schlechtem Gewissen :)

    Liebste Grüße und viel Erfolg für die Septemberziele (solche Monatsziele sollte ich mir auch unbedingt mal setzen!)
    Marenkalein

  5. Das Zeitempfinden ändert sich meines Erachtens, je nachdem wieviele und welche Informationen man in einem Zeitraum aufnehmen/verarbeiten/wiedergeben muss. Zeit am PC zum Beispiel rast vorbei, finde ich, weil man Infos „aufsaugt“, abgibt, von einem zum nächsten springt und immer wieder von irgendwas gefesselt wird. Deshalb habe ich mir vorgenommen, weniger davor zu sitzen (weniger Kommentare auf Blogeinträge zu geben ;) ), emails manuell nur einmal täglich abzurufen und mich zwischendurch zu fragen: Brauch ich die Info/Seite wirklich?

    Laufen finde ich klasse, ich muss mich auch immer wieder aufraffen, habe mir aber für September übrigens vorgenommen, es am besten gleich in der Früh zu tun, sonst darf ich nix ausleihen… ;)

    Und weil der August schön, aber nach Tageslaune ausgestaltet war, ist mein Ziel für September etwas disziplinierter die Wochen anzugehen, damit ich den alltäglichen Kleinkram wieder so auf die Reihe bekomme, dass ich nicht ständig zwischen „furchtbar geschäftig“ und „urlaubsreif“ hin- und herpendle. Was mir hoffentlich dabei hilft, ist mein September-To-Do No. 3: Meditieren. Ob und was es gebracht hat: Ich werd’s berichten :)

  6. Je näher der Abgabetermin rückt, um so schneller vergeht die Zeit und um so größer wird die Panik. … Ist bei mir leider immer so. Ich versuche schon ein Leben lang „beim nächsten mal alles besser zu machen“. Aber ich schaffe es irgendwie nicht. Meistens komme ich dann immer irgendwie noch da raus. In der Regel mit wirklich guten Ergebnissen, aber in einem Drittel der normalen Arbeitszeit und Raubbau an meiner Gesundheit. Ab und wann mit einem blauen Auge und selten … darüber denke ich lieber nicht nach. Gut fühlen tue ich mich dabei nie. Ich wünschte ich könnte mir selber Absolution erteilen, aber ich kanns nicht. Ich bin unter der Knechtschaft des Mittagsdämons und seine Peitsche ist meine Angst, wenn ich an die möglichen Folgen denke.

    1. das ist ja sehr poetisch beschrieben :D
      Aber ja, ich kann verstehen dass dich das nervt – immerhin ist diese Methode – die zwar zum Ergebnis führt – sehr sehr anstrengend. Der Gedanke „beim nächsten mal alles besser zu machen“ ist viel zu abstrakt und deshalb wird sich nichts ändern. Denn du kommst ja trotzdem zu dem gewünschten Ergebnis. Du müsstest also konkreter werden, dann klappts vielleicht! (Was kann ich ganz konkret tun, damit ich nicht unter Zeitdruck gerate und alles im Rahmen erledigt werden kann?)
      – nur so ne Idee.

      Vielen Dank für deinen Kommentar.

  7. Hallo Frau Ding Dong,

    das mit dem Kaffee ist eigentlich in Maßen gar nicht so schlimm. Ein bis zwei Tassen am Tag können sogar nützlich sein, um – das ist natürlich jetzt noch nicht so das Problem – Alzheimer vorzubeugen.

    Ja, die gute alte Frage: Wie motiviere ich mich zum Laufen/Joggen/Sporttreiben? Mein Trick dabei: ich nehme mir, wenn ich mal wieder wenig zum Laufen motiviert bin (Regen, lieber Freunde treffen oder ein Buch lesen), vor, nur eben noch einmal schnell ein bisschen zu laufen (viel weniger als sonst). Der innere Schweinehund denkt dann: „Ok, das tut mir nicht so weh. Mach ich mit!“ Und dann, wenn der Körper schon warm und man gerade so am Laufen ist, dann kann man einfach erhöhen: noch eine Runde, noch 500 Meter mehr etc. Hat bei mir zumindest schon oft geholfen. – Mentale Salamietaktik und Überlistung von Mr./Mrs. Bequemlichkeit in mir.

    Gruß, M.L.

    1. Ja, der Trick mit „ich kann ja mal 5 Minuten anfangen“ klappt bei mir auch meistens, nur leider nicht wenn ich ausgehungert und mit müden Beinen von der Arbeit komme :D
      Meine neueste Idee ist, dass ich einfach mal versuche VOR der Arbeit laufen zu gehen.

      Ach und wegen Kaffee – leider gehöre ich zu der Sorte, die das überhaupt nicht vertragen. Bei zu viel Koffein werde ich unruhig, unkonzentriert, mein rechter Arm fängt an zu schmerzen und meine Augen werden rot und brennen. Ich muss also sehr bewusst entscheiden wann und wieviel ich Kaffee trinke. Aber seit ich keinen mehr trinke, geht es mir deutlich besser :)

  8. Einen großen Einfluß auf Zeitwahrnehmung hat auch das psychologische Phänomen das man „Flow“ nennt und das zum Beispiel gerne bewußt in Computerspiele einprogrammiert wird.

    Wer das „Talent“ hat, in vielen Dingen, die er tut, aufzugehen, weil sie sich im optimalen Bereich zwischen Überforderung und Unterforderung befinden, für den rast die Zeit.

    Gleiches gilt aber auch für denjenigen, der zuvieles tut und nichts davon wirklich bewußt. Auch immer gleiche Routinen und Rituale können eine ähnliche Wirkung haben.

    In dieser Beschreibung von Dir erkenne ich allerdings auch vieles von mir wieder. Die Liste der Dinge, die ich alle mal gemacht haben möchte, wächst mit jedem Tag. Bevor ich ein Buch zuende gelesen habe, habe ich schon mindestens 5 weitere gefunden, die ich lesen möchte und von denen habe ich meistens auch schon zwei zusätzlich angefangen.
    Und meistens hat ein Tag für mich ca. 8 Stunden zuwenig.

    Dagegen helfen mir persönlich nur zwei Dinge: Minimalisieren und gleichzeitig Bewußtsein und Achtsamkeit üben. Mit anderen Worten: Das Essentielle herausfischen und das dann bewußt konsumieren.

    Gruß Jan

  9. Liebe Frau Ding Dong,

    dein Vorhaben mit der Ernährung habe ich schon im letzten Monat in die Tat umgesetzt. Hab bis auf zwei Ausnahmen nichts außer Wasser und Tee getrunken und bis nun seit 3 Wochen frei vom Süßkram! Einfach war das nicht immer. Ich habe es wohl auch nur durchgehalten, weil ich es auf zwei aufgeteilt hatte, erst zwei Woche kein Zuckerwasser und Koffein und dann der Süßkram. Als nächstes kommt bei mir das ganze FastFood vom Teller!
    Für den September habe ich mir vorgenommen, ohne meinen Mac auszukommen und dafür einen normale Windows-Laptop zu nutzen. Ich will wissen, ob ich, wenn ich es wollen würde, auch wieder aus dem Ökosystem Apple entfliehen kann.

    Wünsche dir viel Glück und Durchhaltevermögen bei deinen Vorhaben!

    lg daniel

    1. Hey Glückwunsch dass du das so gut hingekriegt hast! Bei mir ist Kaffee- Alkohol- und Softdrinkverzicht eigentlich das, was mir am Wenigsten schwer fällt. Ohne Knabberzeug komme ich auch gut klar – nur schwierig wirds bei mir mit Fastfood (TK-Pizza, Lieferdienste, Essen gehen usw.), weil ich abends so müde bin und ich dann keine Lust auf Kochen habe. Das muss ich wirklich trainieren…Aber da du das ja erfolgreich durchgezogen hast, kann ich es vielleicht auch schaffen :D

  10. Hach ja, die Sache mit der Zeit… mir kommt’s ja tatsächlich vor, als ob jedes neue Jahr schneller vorbei fliegt als das vorige. Und dann fällt mir immer ein, wie unglaublich albern ich das als Kind oder Jugendliche immer fand, wenn die Erwachsenen darüber lamentiert haben, wie schnell doch die Zeit verginge. ;-)

    Ich hab übrigens im August auch wieder angefangen zu stricken. Ich finde Stricken was ziemlich entspannendes, gerade in Zeiten, in denen mein Kopf vor lauter Zeug überquellen will, finde ich es extrem befriedigend, etwas mit den Händen zu machen. Einerseits wegen der manuellen Beschäftigung, aber auch, weil man daraus auch etwas entstehen sieht. In meinem relativ virtuellen Büro-Berufsleben ist das ja nicht so oft der Fall. Ich hab so alle zwei Jahre eine Phase, leider geht sie meist zu schnell wieder vorbei – wohl weil ich’s einfach nicht sehr gut kann. Bliebe ich mal dran, würde sich das vielleicht auch ändern.

    Es gibt bei uns in der Schweiz ein ziemlich cooles Projekt, die Senior Design Factory, wo ältere Leute (nun ja, meistens sind es natürlich Damen) richtig coole Sachen stricken, die dann verkauft werden (hier so: http://www.senior-design.ch). Die machen auch Strick-Workshops und vielleicht geh ich da einfach mal hin – wenn das dann Spass macht, wer weiss, am Ende wird’s doch zur Gewohnheit.

    Kaffee habe ich übrigens früher immer mit Ingwer-Wasser entwöhnt. Ein Daumengrosses Stück Ingwer würfeln und in eine 1-Liter-Thermoskanne geben, mit kochendem Wasser übergiessen, ziehen lassen und nach und nach austrinken. Hat mich wach gemacht, und ich liebe dieses scharfe Zeug. Jetzt mache ich’s nicht mehr, weil das meine Migräne begünstigt, soviel heisses Wasser und dann noch die Schärfe vom Ingwer, das heizt zu sehr auf. Schade, eigentlich vermisse ich das.

    1. Oh, wie toll! Man kann mit süßen Omis coole Sachen stricken? Geh doch da hin, das klingt super! Also wenn ich mir die Bilder so anschaue, würde ich am liebsten sofort losziehen! Muss mal recherchieren, ob es sowas auch in Hamburg gibt…
      Stricken ist nicht nur entspannend sondern übrigens auch DIE Tätigkeit schlechthin um schlauer zu werden. Hab ich mal gelesen. Ich glaube das kommt daher, weil man entspannt und gleichzeitig konzentriert ist (bzw. Erfahrene sind dann auch im Flow). Ich will aber nicht aus diesen Gründen stricken lernen, sondern eher um mich mit meiner Grundschulhandarbeitsstunde auszusöhnen. Wieso hat man da immer so sauhässliche Sachen gemacht?! tze…

      Danke für den Ingwerwassertipp. Ich kenn das nur aus dem Aryuveda und hat mir besonders bei Krankheit geholfen. Vielleicht mach ich das jetzt auch einfach. :)

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