Türchen Nr. 11 – persönliche Organisation

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: „Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?“ Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Heute im Angebot: Persönliche Organisation!
Wie komme ich mit meiner persönlichen Organisation klar? Hat sich dadurch mein Leben generell vereinfacht? Habe ich dadurch mehr Zeit für andere Sachen gewonnen?

Wie ihr bestimmt alle wisst, bin ich großer Fan von persönlicher Organisation. Weil ich ein Faultier bin und ich so alles einfacher regeln kann, wenn ich weiß was ich wann zu tun hab. Und wann ich nix tun muss. Mir hat der Zen to Done Ansatz damals geholfen und obwohl ich dieses Jahr über diese Bullet Journal Methode abgelästert habe, haben sich durch Instagram und Youtube doch einige Ideen in meinen Filofax geschlichen, was mir alles noch mehr erleichtert hat.

Durch dieses Bullet Journaling habe ich mich nämlich daran erinnert, wie ich mich damals während meiner Ausbildung organisiert habe. Da hatte ich einen Kalender und ein Notizbuch extra. In das Notizbuch habe ich eine Wochenaufgabenliste notiert und auf einem Post-it meine Tages-To-Dos.
Da mein Filo alles in einem hat, schreibe ich nun zwischen den Wochenseiten meine Wochenaufgabenliste (habe ein extra Blatt zwischen die Seiten geheftet) und den jeweiligen Tag daneben. Ich male auch wie beim Bullet Journal ein Kästchen, das ich halb ausfülle, wenn ich die Aufgabe angefangen habe. So sehe ich zumindest nicht ein „voll versagt“ sondern nur „cool, geht ja eh was voran“ :D Der Textmarker, mit dem ich vorher die erledigten Sachen markiert habe, bleibt zu Hause.
Und diese Wochen-To-Do-Liste reicht mir völlig. Ich kann also für nächstes Jahr mein Kalenderformat weiter einstampfen (1 Woche auf einer Seite für Termine, 1 To-Do-Seite daneben) und der Filo wird noch mal dünner.

Ich weiß, ich weiß. Jetzt kommen bestimmt diese Kommentare wie „also ICH brauche überhaupt keine To Do Liste und bin völlig frei vom Leistungsdruck!“, die man auf Organisationsblogs lesen kann…
Aber auf meinen Listen stehen 3-4 wichtige Dinge pro Woche drauf, die ich wirklich erledigen muss. Und dann stehen da noch viele Herzensdinge drauf. Z.B. Comics lesen. Ins Kino gehen. Glühwein trinken. Das MUSS ich nicht machen. Das WILL ich machen. Und wenn ich es nicht schaffe, ist es auch nicht schlimm.
Warum ich das dann überhaupt aufschreibe? Damit es sichtbar ist. Damit ich in stressigen oder traurigen Zeiten begreife, dass immer noch genügend Zeit und Raum in meinem Leben für Spaß ist. Meine Listen funktionieren als temporäres Logbuch jenseits der Leistungsgesellschaft. Weil ich nicht hier bin, um etwas zu leisten, sondern um das Leben zu erforschen.

Hier die Beiträge von Daniel und Michael

Wie ist das bei dir? Was steht auf deiner täglichen Spaß-Liste?

5 Gedanken zu “Türchen Nr. 11 – persönliche Organisation

  1. Ich bin inspiriert von dem Apfelmädchen und dir am Überlegen, mir einen filo zuzulegen. Es ist aber leider nicht mal der Preis, der mich abschreckt, sondern die Größe. Ich mag gerne A5 Blätter haben, aber dann ist das so ein Riesengerät und füllt alleine schon die Tasche aus. Ich will da gar nicht viel drauf schreiben, ich mag einfach nur ein wenig Platz haben und mag die Größe wegen der Übersichtlichkeit.
    Ich überlege weiter…
    Liebe Grüße Nanne

    1. Ja, die Größe A5 wäre mir auch ein bisschen zu viel für den täglichen Gebrauch. Ich habe die Größe Personal und schreibe eher klein, das reicht völlig.
      Wenn du dir aber einen Filofax (oder ähnliches mit Ringmechanik) in A5 holst, kannst du auch noch ein bisschen Gewicht reduzieren indem du weiches aus Leder oder Stoff wählst und ihn eben nicht so voll packst. Kommt eben drauf an was du damit machen willst. :)

  2. @ Nanne. Ich liebe meinen Filofax auch ;)A5 wäre mir aber auch zu groß. Ich musste an diese selbstgebastelte Version von Pia denken. Ich denke, das wäre in A5 auch nicht zu groß und sperrig.http://malmini.de/?p=987

    Ich hatte kurze Zeit auch schon mal einen dünnen, einfachen A5 Plastik Büro Ordner. Der war auch deutlich leichter als ein „richtiger“ filofax. In schöner gibts A5 Ordner z.B. bei dawanda.

    Ansonsten mag ich auch ringlose Notizbuch/Kalender Systeme z.B. das Midori Travelers Notebook. Das ist im Original zwar nicht A5, aber es gibt viele „Nachbauten“ davon in A5. Wird dann oft „Fauxdori“ genannt. Ich bin z.B. auf facebook in einer Gruppe namens: Midori das ringlose Planersystem. Dort gibts z.B. mehr Infos dazu

  3. Ich hatte gestern eine Antwort schon verfasst, konnte aber irgendwie nicht kommentieren.

    @Maria: von den Midori Büchern habe ich auch schon gehört (z.B. bei Tammy Strobel), außerdem wurde mir das System Roterfaden empfohlen, mal gucken. Pias Version hatte ich mir gestern sogar schon vor deinem Kommentar angeguckt.

    @FrauDingDong: Ich hatte schon mal einen Filofax nur nicht von Filofax in Personal, und das ist mir leider zu klein. Ich schreibe eher groß und mag einfach auch Platz haben. Ich glaube mittlerweile und nach Jahren des Suchens, es gibt für mich kein perfektes Kalendersystem, nur das mit den geringsten Übeln.

    1. Es ist harte Arbeit „Planerpeace“ zu finden, ich hatte Glück. Viele stören ja auch einfach die Ringe beim Schreiben, es ist auch wirklich nicht ideal. Ich lege halt nur wert drauf, selbst was dazu zu heften und wegzuschmeissen, das kann ich bei einem gebundenen Heft nicht.
      Vielleicht solltest du dir tatsächlich die Filofax-Flex/Midori/Roterfaden etc. anschauen. Mit der BulletJournal-Methode haben ja auch viele gute Erfahrungen gemacht.

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