Türchen Nr. 21 – Information Overload

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: „Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?“ Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Das heutige Türchen behandelt: Informationen Overload und Bücher. Woher holst du deine Informationen? Wie schützt Minimalismus vor dem Information Overload? Liest du mehr oder weniger als früher? Wie lernst du?

Auch über den Informationsüberfluss in der heutigen Zeit habe ich schon mal geschrieben. Irgendwie hatte ich früher keine so großen Probleme damit. Mir fällt erst jetzt auf, dass ich seit 2-3 Monaten Informationen schlechter filtern kann, viel vergesse oder vertüdel. Liegt wohl am Stress. Meine Gedanken drehen sich dann im Kreis und alles verwandelt sich in Mentales Gerümpel.
Vielleicht hängt das so zusammen?

Ich hab mir vorgenommen, während der Weihnachtsfeiertage einen kurzen Digital Sabbath hinzulegen. Ich hab sowas noch nie wirklich mit Absicht gemacht. Wenn ich offline bin merke ich das kaum, weil es für mich (noch) natürlich ist und ich noch tausend andere Sachen tun kann. Aber schaden tut so eine Offline-Zeit bestimmt nicht :D
Und dann lichte ich mal meinen Gedankendschungel und gucke, was ich im neuen Jahr haben will.

Eigentlich wollte ich nach meinem Biologie-Thema dieses Jahr mit Chemie anfangen, aber irgendwie hat sich das dann doch nicht ergeben. Zack und das Jahr ist um. Schade, aber läuft ja nicht weg. Die Meeresbiologie hat mich einfach mehr fasziniert. Falls jemand einen Buchtipp für Chemie hat, her damit. Wenn ich nicht wahllos Informations-Häppchen serviert bekomme und ich mich mal mit einem (Schul-)Buch hinsetze und wirklich etwas lerne, dann tut mir das wahnsinnig gut. Dadurch, dass ich mich mit Biologie beschäftigt habe, kapiere ich so viel mehr. Das klingt so lächerlich, ich weiß, aber man schaut sich Filme ganz anders an und bewertet die Informationen ganz anders.
Nachrichten gucke ich zurzeit überhaupt keine mehr, weil es mich traurig macht. FOMO hab ich dabei nicht, ich finds im Gegenteil ziemlich erschreckend, wie leicht man heutzutage mit „nicht-informiert-sein“ davon kommt.

So…was noch? Gelesen habe ich bis jetzt 70 Bücher, wobei da auch Comics/Graphic Novels mit dabei sind, weshalb diese Statistik ein bisschen gemogelt ist. (Finde ich.) Ich hab deutlich mehr Comics und weniger schöne Literatur oder Sachbücher gelesen. Macht aber nix, soll ja Spaß machen. Und es ist ja auch völlig egal wie viel (oder wenig) man liest. Ich will mir da auch gar nix vornehmen.

Hier die Beiträge von Michael und Daniel.

Wie ist das bei dir? Macht dir Lesen Spaß? Willst du nächstes Jahr einen Rekord aufstellen? Wie lernst du am Liebsten?

4 Gedanken zu “Türchen Nr. 21 – Information Overload

  1. Als Einstieg in die Chemie kann ich Dir Biografien über Marie Curie empfehlen (es gibt verschiedene, z. B. auch von ihrer Tochter Eve). Danach wollte ich (fast) alles restliche auch wissen ;) Ich weiß, dass es ein ungewöhnlicher und spezifischer statt allgemeiner Einstieg in diese Materie, aber ohne gewecktes Interesse kein gutes Lernen! ;)
    Frohes Lesen!
    LG, Mimi

  2. Hallo Frau Dingdong,
    ich folge schon seit einiger Zeit mit wachsender Begeisterung Deinem Blog.

    Jetzt kann ich endlich mal einen Tipp beisteuern:
    In Sachen Chemie nämlich. Das Buch
    „Reaktionsmechanismen der organischen Chemie“ von Peter Sykes nämlich. Das hat mir im Grundstudium das Vordiplom in Organik gerettet.Endlich wurde mir nämlich klar, dass sich hinter der verwirrenden Vielfalt der Organischen Chemie ein Sytem relativ weniger einfacher Prinzipien steckt.
    Müsste in jeder Uni-Bib eigentlich erhältlich sein und ist nach wie vor das Beste, was mir in Sachen organischer Chemie je unter gekommen ist. (auch wenn ich inzwischen längst das Diplom habe… ;-)
    Ganz grundsätzlich kann ich übrigends amerikanische Autoren wärmstens empfehlen. Im Gegensatz zu deutschen Profs. beherrschen amerikanische nämlich meist die Kunst, auch wenn sie selbst auf höchstem wissenschaftlichen Niveau angesiedelt sind, für Normalsterbliche verständlich zu schreiben.
    Wenn Du´s noch mal mit Bio probieren willst, könnte ich dir da E. O. Wilson wärmstens empfehlen. Einer der führenden Evolutionstheoretiker, der auch großartig schreibt. Ich hab sein „Diversity of Life“ mit Vergnügen gelesen und sogar trotz englisch verstanden.
    Auf deutsch gibts von ihm „Darwins Würfel“.

    Frohes Fest wünscht
    Astrid

    1. Danke für die Buchtipps! Ich werd mir das Chemiebuch mal anschauen. Das mit den amerikanischen Autoren ist mir auch schon aufgefallen! Das ist auch ein guter Hinweis, mal direkt nach amerikanischene Autoren Ausschau zu halten. Die schreiben auch irgendwie lebendiger. Höhö.

      Fröhliche Weihnachten, liebe Astrid!

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