Türchen Nr. 22 – Meditation und Achtsamkeit

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: „Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?“ Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Wie konnte ich Achtsamkeit in meinem Alltag unterbringen? Wie hat sich das auf mein Gemüt ausgewirkt? Welche Form von Meditation hilft mir am Besten und wie hängt das für mich mit einem minimalistischen Lebenswandel zusammen?

Interessantweise habe ich dieses Thema bis jetzt nie wirklich in diesem Blog behandelt. Ich überlass das lieber den anderen, die mehr Ahnung davon haben. Die klassische Meditation im Sitzen ist mir zu langweilig. Ich mache ab und zu mal einen Bodyscan oder eine Gehmeditation, aber viel interessanter ist für mich generell achtsam und bewusst zu handeln. Und ich meine damit nicht, dieses „Rosine anschauen und in Zeitlupe futtern“.
Sondern achtsam sein im Umgang mit anderen, auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen, bei sich selbst bemerken, ob was weh tut und für sich selbst sorgen. Bewusst entscheiden, was JETZT gut tut und was ich wirklich brauche.
Das versuche ich seit Jahren zu trainieren, kann es aber nicht wirklich in Worte fassen.

An diesem „Hier und jetzt“ – Gefasel stört mich, dass ich es nicht wirklich begreife. Wenn ich HIERUNDJETZT über meine Vergangenheit nachgrüble um etwas über mich herauszufinden, ist es dann noch HIERUNDJETZT oder ein Anhaften der Vergangenheit? Oder wenn ich mir JETZT ein Jahresmotto für 2015 ausdenke, ist das achtsam oder nicht?
Und wenn ich lese und mich selbst dabei wahrnehme, wie ich lese, lenkt mich das total vom Lesen ab. Das ist dann doch auch nicht hilfreich, oder?

Hm.

Es ist ein hartes Training in der heutigen Zeit kein fremdgesteuerter Konsummensch zu sein. Ich erschrecke mich, wenn ich mich selbst dabei ertappe so zu werden.
Mit Hilfe von einer minimalistischen Lebensweise konnte ich das bisher gut abfangen und ich möchte mich nächstes Jahr gerne noch besser drauf konzentrieren.

Hier findest du die Beiträge von Michael und Daniel.

Findest du Meditation und Minimalismus gehören untrennbar zusammen? Hast du eine Mediationsform gefunden, die du im Alltag regelmäßig anwendest?
Wie achtsam bist du?

5 Gedanken zu “Türchen Nr. 22 – Meditation und Achtsamkeit

  1. Danke für deinen schönen Kalender :) Die Idee, statt gefühlten 500 Gegenständne die man schon hat oder nicht hat aber auch nicht braucht, Gedankentürchen zu machen finde ich klasse.

    Meditation wird in den westlichen Industrienationen falsch verstanden. Wir wenden es hier meist als Entspannungsmethode an und glauben im Schneidersitz auf seine Atmung und Gedanken zu achten sei Meditation. Das ist es sicherlich auch, aber Meditation geht viel weiter. Es gibt Mönche, die durch Meditation ihre Körperfunktionen regulieren können, sogar so weit, das man sie für tot erklären würde obwohl sie quieklebending sind.
    Meditation hat den Sinn, die innere Leere zu finden, den Geist von Gedanken zu befreien (ja das geht hoho;)) und vieles mehr. Der Sinn und Zweck war nie Entspannung, sondern Arbeit mit sich selbst. Genauso wenig, wie Yoga Bodyfitness ist, wie wir es hier gerne einseitig betreiben.

    Was Achtsamkeit angeht hilft es mir einfach im Alltag zu meinem Atem zurück zukehren; nicht oberflächlich sondern tief in den Bauch zu atmen und es bewusst zu tun. So komme ich wieder bei mir und meinen Emotionen an. Wichtig ist für mich auch BEWUSST zu fühlen und zu denken- finde ich schwierig im Alltag umzusetzen, da wir doch Gewohnheitstiere sind. Das heißt, meine Emotionen zu fühlen& meine Gedanken zu denken, aber NICHT in sie hineinzufallen (Ich bin das nicht und sind keine äußeren Wirklichkeiten, es ist meine innere Welt), sondern wahrnehmend fühlen und denken- also achtsam.

    Was Hier-und Jetzt angeht, vielleicht helfen die Bücher von Eckhart Tolle. Auf YouTube gibt es hunderte Vorträge. Ich tue mir auch schwer damit, ich hänge zu oft meinen Gedanken nach, insbesondere über Dinge die- für meinen Verstand- nicht hätten passieren dürfen. Ich setze mich auseinander und hänge natürlich in der Vergangenheit, wie ich über sie denke, wie ich sie interpretiere. Kennst du Byron Katie? Sehr spannend seine Gedanken auf Wahrheit zu überprüfen. Sie sind ja immer nur ein Auszug.

    Frohe Weihnachten und ein tolles 2015!

  2. „in Zeitlupe futtern“ finde ich ehrlich :o)

    Ich komme mit Schreiben besser klar, als mit Meditation, liegt aber vielleicht an der Übung.
    Ich bemühe mich achtsam Rad zu fahren, zumindest auf dem Hinweg zur Arbeit, wenns aufm Rückweg auch noch klappt super.

    Immer wieder im Augenblick achtsam zu sein, finde ich super wichtig und hat mir viel geholfen – mich immer wieder auf den Atem zu konzentrieren.

    Deine Gedanken zum Hier und Jetzt finde ich interessant – das habe ich mich noch nie gefragt.
    lg Nanne

  3. Claudia hat schon einen Haufen kommentiert, dem ich zustimmen würde. Danke :)
    Zen Meditation war für mich 2014 ein kleiner Rettungsanker zwischen viel hausgemachtem Stress und Unachtsamkeit. Bin sehr froh,Zen und die (für mich im Moment) zugehörigen (4) Menschen gefunden zu haben. Gehe wöchentlich zu einer längeren Meditation (1,5 Stunden)privat daheim, bei einem Bekannten.
    Eigentlich würde ich gerne täglich meditieren. Aber das klappt noch nicht so. Mir wurde auch gerade beim Schreiben klar, dass ein Ziel wie „täglich zehn Min meditieren“ eigentlich schrecklich un-Zen ist *grins*

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