Türchen Nr. 3 – Vitalität, Energie/Stress

Mmadventskal
Der Adventskalender ist eine Einladung an alle, mal kurz zu überlegen: „Wie hat sich Minimalismus auf mein Leben ausgewirkt?“ Schreib gerne in deinem Blog, als Kommentar oder in dein privates, geheimes Tagebuch. Du musst auch nicht jeden Tag mitmachen, eine Wochenzusammenfassung könnte auch gehen.

Türchen Nr. 3 behandelt heute: Weniger Stress, mehr Ruhe und Erholung und dadurch mehr Energie! Hatte ich dieses Jahr viel Stress? Wie kann ich Stress zukünftig reduzieren? Welche Trigger lösen meinen Stress aus? Wie kann ich mir mehr Ruhe gönnen? Schlafe ich ausreichend? Was gibt mir mehr Energie?

Ich hätte nie gedacht, dass das Thema Stress für mich wichtig wird. Ich war noch nie wirklich gestresst, aber dieses Jahr hat es mich erwischt. Plötzlich haben mich die kleinsten Kleinigkeiten auf die Palme gebracht, ich war überfordert und hab Überstunden produziert, um dem Chaos Herr Frau zu werden und war überfordert, weil der Haushalt auf der Strecke blieb. Ich hab mich im Kreis gedreht und war völlig fertig. Bis ich gecheckt habe, dass ich gestresst bin, hats auch noch etwas gedauert. Mir war schwindelig und schlecht und erst im Urlaub(!) habe ich gemerkt, dass meine Schultern wieder weicher wurden. Dass ich wieder tiefer atme. Und dann wusste ich, dass ich mich kümmern muss.
Also habe ich ein Buch darüber gelesen und viel nachgedacht. Ich konnte herausfinden, was mich genau stresst und konnte meine Einstellung dazu ändern. Ta-Da! Es war Zauberei! Mir wurde empfohlen, ich solle mir eine Wiedervorlagemappe kaufen und versuchen, mich besser zu organisieren. Aber das ist Humbug. Ich bin gut organisiert und die Menge der Arbeit war auch nicht signifikant erhöht. Was mich gestresst hat, war von zwischenmenschlicher Natur: Das Gefühl, nicht genug zu sein oder zu leisten. (Keine Ahnung, wie ich da rein geraten bin) Bestimmte Sätze, die mich aus dem Konzept bringen, obwohl ich mir den Arsch aufreisse. Der Selbstwerttopff war leer und Wertschätzung, die ich gebraucht hätte, gabs auch nicht.
Nun gut, seit dem kenne ich meine „Trigger“ und kann sofort was dagegen unternehmen. Mir ist klar geworden, dass die Alltagsenergie, die wir zur Verfügung haben, ein fragiles Pflänzchen ist. Und dieses muss stets umsorgt werden.

Was das mit Minimalismus zu tun hat? Viel. Das Überflüssige loswerden, sich besinnen, mal einen Gang runterschalten, auch mal „nein“ sagen. Dieses Jahr musste ich meine Ruhepausen einfordern und verteidigen. Das haben nicht immer alle verstanden, aber meine „Ich-Zeit“ ist mir heilig geworden. Denn nur so kann ich meine Akkus aufladen. Vermutlich hat das deshalb mit meinem Jahresmotto nicht so gut geklappt, aber dazu später mehr.

Was mir Energie _wirklich_ Energie gibt, sind Alltagsabenteuer, Anders-Monate oder Allein sein. Das will ich auch 2015 beibehalten.

Guckt euch mal die Beiträge (und die Kommentare) auf minimalismus-leben und schlichtheit an!

Wie ist das bei dir? Was gibt dir Energie? Was ist dein Anti-Stress-Programm? Ist das Thema für dich überhaupt wichtig?

2 Gedanken zu “Türchen Nr. 3 – Vitalität, Energie/Stress

  1. Ist es dir leicht gefallen, deine Einstellung zu ändern?
    Mich stresst ein Teil meiner Arbeit momentan auch doller, und ich merke, dass ich mir mit meinen Gedanken selbst das Leben dazu schwer mache. Es fällt mir aber eher schwer, meine Gedanken zu ändern und eine andere Einstellung zu entwickeln.
    Das mit dem persönlichen „Trigger“ finde ich sehr wahr.
    lg Nanne

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