Wieder da!

Hallihallo,
da bin ich wieder! Wie gehts dir? Wie war Ostern? Was hast du so gemacht?

So eine Blogpause ist echt was Tolles. Man lädt seine Batterien wieder auf und strickt an neuen Beiträgen und Ideen herum. Im wahrsten Sinne des Wortes.
Denn: Ich habe gestrickt! Und zwar richtig viel!

Ja, ich war verzweifelt, habe gejammert und geflucht. Aber MOI hat nicht aufgegeben! Ich habe wieder von vorne angefangen und gestrickt, es ging alles wunderbar, bis ich wieder einen Fehler gemacht habe! Noch mehr Jammern. Noch mehr Verzweiflung. Aber auch noch mehr Kampfgeist. In meiner Strickbibel dann eine Anleitung zur Fehlerbehebung gefunden. Mich nicht getraut, Ängste ausgestanden, nachts wach geworden und darüber nachgedacht. Die Kollegen haben schon gefragt, was mit mir los ist…

Eigentlich wollte ich die Kollegin fragen, ob sie mir helfen kann, aber es ließ mir einfach keine Ruhe. Also mit Anleitung alles wieder aufgemacht, zurückgestrickt, verlorene Maschen gerettet, kurz: Alles was zum Thema Fehlerbehebung im Büchlein stand durchgezogen. Ein Crashkurs.
Als ich es geschnallt hab, löste sich ein kleiner Klumpen in meiner Brust, ich konnte wieder lachen und fröhlich sein!
Und vor allem weiterstricken! Hab zwar jetzt wieder einen Fehler reingehauen, aber ich weiß ja jetzt wie es geht ;D

Letzten Mittwoch habe ich dann spontan Wolle und eine Nadel (Stärke 9 !!!) für mein Nachfolgeprojekt gekauft, aber ich war so neugierig, dass ich es sofort ausprobiert habe. Nach weniger als einem Tag war ich damit fertig (ja, ein bisschen frustrierend im Vergleich zu den insgesamt 6 Knäuel Wolle für den anderen Schal…). Die Fertigstellung lässt noch auf sich warten, weil ich keine Wollnadel hab um das Ding zusammenzunähen. :D

Aber worauf ich eigentlich hinaus will: Man kann bei jedem Projekt immer seeeeeehr viel lernen.

In diesem Fall zum Beispiel folgendes:

1) Stricken erfordert immer Konzentration und Geduld. Je nach Muster in wechselnden Anteilen.
2) Als die Omi vom Strickclub meinte, man solle immer „stricken und lesen, stricken und lesen“ hatte sie Recht.
3) Anleitungen verursachen zuerst immer ein „HÄÄÄÄ?“, deshalb ruhig 20.000 Mal lesen (und dann stricken, siehe Punkt 2)
4) Egal was man strickt, man braucht als Anfänger IMMER eine Seele, die schon weiß wie es geht. Egal ob Kollegin, Oma, Nachbarin, Mami – irgendwen den man um Hilfe bitten kann.
5) Wenn sich das Knäuel irgendwie seltsam verknotet hat, SOFORT lösen, nicht erst warten bis man kein Garn mehr zu verstricken hat. (Musste das auch auf die harte Tour lernen)
6) Unterschätze niemals den Wert eines guten Buches. Meine Empfehlungen: Basisbuch Stricken und Stricken Basics (mit DVD)
7) Allerdings: Stricken lernen, ohne das man das mal gesehen hat, ist extrem schwierig. Deshalb: Zeigen lassen oder DVD/YouTube Filmchen gucken.

Interessante Erkenntnisse, nicht? Was hast du bisher aus deinen Bastelprojekten gelernt?

5 Gedanken zu “Wieder da!

  1. Haha! Das mit dem 20.000 mal lesen, kenn ich auch vom Häkeln. Erst recht wenn die Anleitung auf englisch ist. Bin ja schon gespannt, wie ich mich diesen Herbst anstelle, wenn ich Stricken lerne.

  2. Achtung! Stricken macht süchtig!
    Du hast bestimmt diese Seite schon entdeckt. Es gibt viele Strickvideoanleitungen.

    http://www.nadelspiel.com/

    https://www.ravelry.com/

    (Es ist eine Art Facebook für Stricker. Du kannst auch Gleichgesinnten in deiner Region treffen. Die Arbeit von Anderen sehen, usw. Auch viele Anleitungen, aber meisten in Englisch).

    Stricken bringt leider viel Krempel mit sich: Zeitschriften, x-Anleitungen, die man irgendwann machen will, Wollreste… Z.B. ich muss mich immer daran erinnern, welche meine Strickbedürfnisse sind.

    Lass Dich nicht entmutigen. Du hast schon viel gelernt. Deine Mühe wird belohnt.

  3. Hallo Frau Dingdong.
    Schön, dass es wieder was von Dir zu lesen gibt ;-)

    Danke, es waren abwechsunglungsreiche Feier- und Ferientage, aber schön.
    Die restlichen Tage streiche ich :-)
    LG Toffel

  4. Ich kann mich sandibacs Meinung nur anschließen. Die Frauen von meinem Strickkränzchen sprechen permanent von Riesenhaufen von Wolle in allen Ecken, verzweifelten Ehemännern, Tauschangeboten.
    In dem Café, in dem wir uns treffen, türmen sich die Wollknäuel, die irgendjemand los werden will.
    Also, sei gewarnt!
    Und ansonsten: Viel Spaß beim Stricken!

    Ostern war cool – äh, im wahrsten Sinn des Wortes. Auch hier im Süden. Aber ich habe zum Brunch eingeladen, das war schön warm und gemütlich.

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