Wochenrückblick

Geistige Unordnung bemerke ich bei mir nur, wenn ich mich in eine weibliche Version von Mr. Bean verwandle. Am Mittwoch stieß ich mir vor Müdigkeit den Kopf am Waschbecken und gestern Abend stellte ich fest, dass ich nicht in die Wohnung kam, weil ich den Schlüssel vergessen hatte. Was also tun? Zuerst saß ich draußen in der Kälte herum. War nicht so schlimm, weil ich ja immer ein Buch dabei habe :D Dann ließ mich ein Nachbar rein, allerdings musste ich mir noch den Ersatzschlüssel suchen und bis ich dann endlich in der Wohnung war hat das ganz schön Nerven und Schweiß gekostet…irgendwann musste ich einfach nur noch loslachen und erstmal eine Pause einlegen. Hoffentlich verwandle ich mich bald wieder zurück :D

Gesehen: eine ältere Dame, die ihre Haare so toupiert hat, dass ich an Zuckerwatte denken musste :D
Getan: viel zu wenig geschlafen
Gehört: Mogwai: „Hardcore will never die, but you will“
Gelesen: Lessness von Michael Simperl
Geklickt: Die Interviews von Peter Hinzmann.
Gedacht: Man bräuchte doch manchmal eine Pausentaste für’s Leben.
Geärgert: über meine mangelnde Körperkompetenz und mein Mr.Bean-Verhalten
Gefreut: mein neues altes Telefon! Und: Das StreetArt-Cookbook!
Gekauft:
Gewünscht: Sonne. Picknick. Grillenzirpen.
Geplant: gar nichts. Dafür hab ich momentan kein Gehirn. (Vielleicht hilft so etwas?)

Hattest du diese Woche auch solche Mr.Bean-Momente? Was wirst du am Wochenende tun?

5 Gedanken zu “Wochenrückblick

  1. Ich konnte diese Woche mal Extrem-Entrümpeln üben. Meine Schwester hat ein Haus von ihrer Schwieger-Oma mit geerbt und das galt es auszuräumen. Ich war heil froh das sich alle einige waren nur den Werkzeugkeller und die wirklich tollen Erinnerungsstücke aufzuheben.

    Nach 4 Tagen verschenken, zerlegen, Dielen/Paneelen entfernen und raus räumen, war das Ergebnis alleine für den Sperrmüll über 30 Meter voll gestellter Fußweg. Und Glücklicherweise haben die Leute von der Sperrmüllabfuhr wirklich auch alles mitgenommen. Danke!!

    Ich war sehr erstaunt wie viel Elektroschrott mittlerweile selbst Rentner ansammeln.

    Fazit:
    1. fremde Sachen entrümpeln ist leichter als eigene Sachen entrümpeln.
    2. solide Planung und richtiges Werkzeug vereinfachen/verkürzen die Arbeit und senken das Verletzungsrisiko (z.B. genügend Kisten und Müllsäcke, guter Akkuschrauber, gute Handschuhe, Schutzbrille, ggf. Ohrstöpsel und Mundschutz für Stemmarbeiten)
    3. Entrümpeln mit ein paar anderen Tatkräftigen Leuten macht unglaublich Spass weil man Tag für Tag sieht wie Platz für neue Träume wird.

  2. Das Mrs.Bean Syndrom ist ansteckend! :-O … Da steht ein Stuhl, direkt vor meiner Nase, ich sehe ihn und im naechsten Moment spuere ich einen stechenden Schmerz im Schienbein. Hm? Autsch! Was war denn das? Von nassen Hemden wegen zu schnellem trinken mal ganz abgesehen. Es muss wohl an den Sternen liegen :P … Ansonsten macht mich Dein Blog einfach nur gluecklich! Ich geh jetzt Bloedsinn machen, Du bist Super!
    Gruß J.*

  3. Zum Thema Mr. Bean-Syndrom hab ich einen halb durchgesäbelten Fingernagel zu bieten – Kartoffeln schälen ist eine Kunst ;D
    Mr. Bean ist bei mir eigentlich täglich angesagt…
    Aber ernsthaft: ich glaube, der Drang mich ständig zu reduzieren, bzw. meinen Alltag einfacher zu gestalten, rührt von meinem geistigen Chaos her. Innerlich bin ich wenig geordnet (obgleich mit mir im Reinen ;) …) und deshalb versuch ich wenigstens äußerlich für Ordnung zu sorgen, damit ich nicht ganz untergeh…
    Naja – ganz so schlimm ist es wohl nicht :) Es ist wohl eher so, dass mich äußere Ordnung beruhigt und irgendwie harmonisiert. Kannst du damit was anfangen? Zum Beispiel ist es mir unmöglich am Schreibtisch richtig zu arbeiten, wenn um mich herum das Chaos wütet. Andersrum entspannt es mich total wenn ich Ordnung geschaffen habe. Und irgendwie klappt das auch – wenn das jetzt auch sehr neurotisch klingen mag – wenn ich schlechte Laune habe. Bin ich wirklich mies drauf und sehr unausgeglichen, dann fühl ich mich besser wenn ich ein bisschen ausmiste ;D Boah, bin ich ein Freak…
    Ich meine auch beobachtet zu haben, dass Menschen, die gedanklich gut strukturiert sind (also damit mein ich z.B. Leute, die wenig vergessen, sich schnell und gut konzentrieren können, die Dinge schnell erfassen – also alles Sachen, die ich nicht kann…) äußerliches Chaos wenig stört. Naja, das ist jetzt ganz schön pauschalisiert, aber vielleicht verstehst du ja was ich meine?
    Liebe Frau Ding-Dong, ich hoffe der Stress (oder das Chaos) beschränkt sich bei dir auf die eine Woche und du kannst dich jetzt am Wochenende ein bisschen entspannen!
    Danke übrigens für den letzten Minimalismus-Post! Ganz, ganz toll! Grundsätzlich geb ich dir in allem was du geschrieben hast total Recht! Nur manchmal muss man daran erinnert werden ;D In einer Beziehung kann man sich freilich nicht gegenseitig erziehen. Aber trotzdem neigt man dazu dem anderen was „beibringen“ zu wollen – ist ja schließlich nur zu seinem Besten ;D Ich glaube bei mir ist es so, dass ich zwar dazu eine ganz konkrete Einstellung habe (eben, dass jeder sich in seinem Tempo entwickelt) aber im Alltag das doch manchmal ein bisschen verloren geht. Und dann ist man frustiert, weils ja schließlich nicht so läuft wie man will. Aber dein Post hat mich ganz glücklich gemacht, weil ich ernsthaft drüber nachgedacht habe, wie es bei meinem Freund und mir so ist – und mich damit mal wieder ein bisschen auf den Boden zurückgeholt hat! Zum einen hat einfach jeder sein Tempo, zum zweiten nimmt einjeder sich nur das an, was er auch möchte (und das ist auch gut so) und zum dritten überseh ich manchmal all die vielen, vielen positiven Dinge. Ich denke es kommt nicht darauf an, dass man immer im gleichen Tempo geht, sondern dass man in dieselbe Richtung läuft.
    Allerdings kann ich es dann doch nicht lassen manchmal meinem Freund mit Trick 17 kommen zu wollen ;D Hin und wieder versuch ichs so, dass ich mir eine spezielle Sache picke und in einem Moment wo er gut drauf ist konkret nur nach der einen Sache frage, also ob die alten Hosen zum Beispiel endlich mal weg können oder so. Naja, eigentlich ganz schön billig und link – oder hausfrauenmäßig ;D
    Ganz spannend find ich es wenn ich mit meinen Eltern über Reduktion rede. Mein Vater ist da wenig zugänglich (aber ich versuch es fleißig und entwickle langsam einen nahzu missionarischen Eifer – Shame on me!), dagegen meine Mutter schon. Und ich kann sie auch wiederum sehr gut verstehen. Zu DDR-Zeiten gab es vieles nicht oder war sehr teuer, so dass sie lange drauf sparen mussten. Und sich Dinge leisten zu können gehört für sie heute einfach „dazu“. Wobei sie auch immer sehr auf Qualität achten und nicht leichtfertig wegwerfen. Andersrum häuft sich dadurch mehr und mehr an. Das macht für sie aber auch n Stück weit Gemütlichkeit aus. Mich stresst es vor allem ;) (kennst du das, wenn du in einem vollgestopften Zimmer die ganze Zeit nur dran denken kannst, was du zuerst wegschmeißen würdest?). Jedenfalls kann ichs trotz allem nachvollziehen. Ich glaube, dass das Bedürfnis nach Reduktion und Minimalismus vor allem durch ein Überangebot geschürrt wird. Wenn man aber nun nie viel hatte? Grundsätzlich glaube ich, dass ein reduziertes Leben leichter ist, ganz abgesehen davon, dass es für die Erde sehr viel besser wäre. Aber – unabhängig davon, dass ich es für mich nicht gut finde – kann ich es eben verstehen, dass manche Menschen gern viele Dinge haben wollen. Ich denke im Endeffekt kommt es vor allem auf die Wertschätzung an. Jochen hatte ja die Büchersammlung seines Vaters angesprochen. Wenn man an seinen Büchern sehr hängt und damit viel verbindet ist das doch eigentlich eine schöne Sache und bereichert das Leben (nicht so schön natürlich für Jochen, den das belastet).
    Man kann nur für sich allein entscheiden wie man leben will und was man dazu braucht – und wenn andere das vielleicht mögen ist es schön. Ein schönes We und gute Nacht!
    Liebe Grüße!
    Strumps

    1. hm, deinen Trick 17 finde ich spannend!
      Gestern habe ich Herrn DingDong gefragt, ob die Zeitung von vor einer Woche weg kann und er meinte: „hach, du fragst immer im ungünstigsten Augenblick“ – wobei das für mich eine 10 Sekunden Entscheidung wäre…mmmh…vielleicht müsste man hier also nur mit dem Timing arbeiten. Ich werde das mal ein bisschen untersuchen! :D

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