Wochenrückblick KW48/2015

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#Konsumauszeit Woche 3. Mit #Buynothingday und dem Blackfriday-Wahnsinn. Am Freitag musste ich mit meiner Chefin übrig gebliebene Gelder ausgeben, sonst wären sie zum Jahresende irgendwo verpufft. Wir haben Kleinkram bei Ikea gekauft, Dekomaterial und Bastelzeug. Wir waren effizient und ja, es war Arbeit. Es war nach diesen bisherigen Wochen ein richtiger Schock. Anders kann ich es nicht beschreiben. Was ich nicht verstanden habe: Die Leute kaufen Zeug, als hätten sie nichts zu Hause. Gerade im Dekoladen, der voll ist mit Kerzenständern, Kerzen und künstlichen Tannenzweigen und Moos, das in Plastiktüten verpackt ist. Deko, die man kaufen kann, habe ich sowieso noch nie verstanden und ich finde es ja auch nicht schlimm, wenn sich jemand mal ein bisschen Krimskrams kauft aber SO VIEL?! Die Schlange an der Kasse reichte quer durch den Laden, ich mittendrin (für Dekozwecke haben wir einen kleinen Christbaum gekauft, der nicht nach Christbaum aussieht). Und die Wege, diese unendlichen Wege, die man in den Läden ablaufen muss um an ein Teil zu kommen. Dieses Schlangenlinien laufen ist ja ganz bewusst so eingesetzt, aber ich glaube ich bin in diesen 2 Stunden ca. 5 km gegangen und das OBWOHL ich eine Einkaufsliste hatte und nur von A nach B wollte. Vielleicht sind das ja Weihnachtsgeschenke. Aber ganz ehrlich: Die Beschenkten tun mir jetzt schon ein bisschen Leid. Und auch die Schenker, die sich diesem ganzen Stress aussetzen. Denn ich habe den Eindruck, als hätte in der Adventszeit überhaupt niemand Spaß.
Das war der komplette Kontrast zu Montag, als ich mir Stoff gekauft habe für ein schon länger geplantes Nähprojekt (diese Art Stoff, die ich suchte, gibts immer nur zur Faschingszeit, allerdings hab ich sie damals im Februar nicht mehr gefunden) und ich feststellte wie bitter Armut ist. Das ist keine neue Erkenntnis, viel mehr war es eine Erinnerung an ein altes Leben, die mich traf wie ein Blitz. Dieses Kaufimpulse-unterdrücken-müssen bzw. extrem auf Ausgaben achten müssen hatte ich damals viel zu oft und ich bin froh und dankbar, dass ich mir Dinge leisten kann, wenn ich will. Es war sehr seltsam und traurig und dankbar und wütend.

#heimkommen

Minimalist Gift-Giving Tipps von den Minimalists. Kann ich so unterschreiben. Und auch immer an http://www.zeit-statt-zeug.de/de/ denken!

Was Großstädte gegen die Blechlawine machen

Einmal Faschingsprinzessin sein!

Empathie lernen

Die Deutschen unter der Lupe, vielen Dank an dieser Stelle an Gabi, die immer so viele tolle Links ausgräbt.

Mode, bewusst! „Wegwerfware Kleidung: Die Deutschen kaufen lieber neue Klamotten als kaputte reparieren zu lassen – obwohl sie einen Großteil ihrer Sachen nicht einmal anziehen.“ Dieser Satz hat mich umgehauen!

Und weils so schön ist, jemanden zu beobachten der Spaß hat und etwas gut kann:

Das wars schon. Wir treffen uns gleich beim Stammtisch, oder? :D

Ein Gedanke zu “Wochenrückblick KW48/2015

  1. Bitteschön – gern geschehen (für den oben erwähnten Link) :-)
    Dieses Ikeaerlebnis hatte ich auch schon mal, als ich mal vor längerer Zeit beim Tragen geholfen habe. Der helle Wahnsinn. Ich finde es echt kaum zu fassen, was die Leute sich da in den Einkaufswagen schaufeln. Vor allem verstehe ich es nicht, denn Ikea hat ja nun wirklich nachgelassen. Such da mal ein Möbelstück aus Vollholz (gab’s ja früher öfter). Da denke ich immer, das kauft dann ja eh bald kaum noch jemand und dann komme ich dort nur in der Nähe vorbei (wir wohnen nicht allzuweit von so einem Laden entfernt) und komme aus dem Staunen nicht mehr raus. Manchmal hat es was von Völkerwanderung oder Konsumpilgertum. Ok, das Ruhrgebiet hat über 5 Millionen Einwohner, aber es gibt ja mehrere von diesen Elch-Läden und durchaus auch noch andere Geschäfte. Ich begreife es nicht.

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